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Aufgalopp 631: Über die Entwicklung der Zuschauersituation in Corona-Zeiten

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 631 vom Freitag, 14.08.2020

Am vergangenen Montag stellte die Konferenz der Gesundheitsminister der Länder fest, dass es derzeit wohl eher nicht opportun ist, ab Mitte September die Fußball-Bundesliga mit einer wie auch immer festzulegenden Zahl an Besuchern in die neue Saison gehen zu lassen. Das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober bleibt bestehen. Daran werden die Ministerpräsidenten bei ihrem nächsten Treffen nach dem Stand der Dinge wohl auch nicht unbedingt etwas ändern. Das hat, ganz sicher, auch Konsequenzen für den Galopprennsport, denn es ist nicht zu erwarten, dass in naher Zukunft deutlich mehr als die bisher zugelassene, von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche, Höchstzahl von Besuchern auf die Bahn kommen kann. Auch wenn der Dachverband jetzt noch einmal ein sehr detailliertes Konzept vorgelegt hat. Dabei gäbe es zum Fußball ein paar gewichtige Unterschiede: So stört sich die Politik insbesondere an den bei der Bundesliga problematischen Anreisemöglichkeiten zu den Stadion – volle S- oder U-Bahnen in Richtung einer Rennbahn sind hingegen eher selten. Auch das Absingen aufmunternden Liedgutes ist uns in der Vergangenheit auf einer Rennbahn weniger aufgefallen, Anfeuerungsrufe einmal nicht mit eingerechnet. Das wären aber schon Ansatzpunkte, bei denen der Rennsport gegenüber dem Fußball im Plus wäre und auf die gilt es bei anstehenden Verhandlungen hinzuweisen.

Manche Dinge muss man jedoch nicht unbedingt verstehen: Berlin lässt ab Anfang September bei Veranstaltungen im Freien bis zu 5.000 Besucher zu. Das freut die Macher der Trabrennwoche rund um das Derby am 20. September in Mariendorf. Im benachbarten Bundesland Brandenburg sind jedoch in diesem Zeitraum nur 1.000 Besucher bei derartigen Veranstaltungen zugelassen. Hoppegarten liegt in Brandenburg.

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