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Aufgalopp 601

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 601 vom Freitag, 17.01.2020

Am kommenden Dienstag findet in Köln die Mitgliederversammlung des Direktoriums statt. Das soll demnächst nicht mehr so heißen, „Deutscher Galopp“ soll es sein, unterstützt von einem neuen Logo. Ob das einen einzigen neuen Rennbahnbesucher generiert, bleibt abzuwarten, vorerst kostet es erst einmal Geld, dem Vernehmen nach musste für den Findungsprozess ein mittlerer fünfstelliger Betrag investiert werden. Die Umbenennung ist nur eines der Themen an diesem Tag, es geht auch um eine veränderte Satzung, die den Rennvereinen und den Aktiven weniger Präsenz in entscheidenden Positionen zubilligen könnte. Die Verschlankung der Führungsstruktur würde insbesondere die Besitzer stärken, was der amtierende Präsident durchaus logisch findet, „sie bezahlen schließlich alles.“ Doch gibt es Unmut gerade der Aktiven, ein entsprechender Brief ist abgeschickt worden.

Zudem wurde ein neues Unternehmen mit der Produktion der TV-Bilder von den Rennbahnen beauftragt. Es soll weitere Moderatoren geben, von einem Studio ist die Rede, „die Zukunft des Galopprennsports hat 2020 begonnen“, wird der neue Produzent zitiert. Dafür wird eine Menge Geld in die Hand genommen, wobei aber niemand in Frage stellt, dass es mit den bisher ausgestrahlten Bildern nicht so weiterging.

Es wird also reichlich investiert. Einiges ist umstritten, vor allem kann wieder nur festgestellt werden, dass die Basis bei all den Überlegungen nicht mitgenommen wurde. Ein Dialog findet kaum statt, eine bessere Kommunikation untereinander vor durchaus kostspieligen Entscheidungen wäre zielführender gewesen. Denn die Rechnungen, auch die Gehälter vieler Entscheidungsträger, werden halt vom Verband bezahlt. Und das ist die Rennsport-Community.

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