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Aufgalopp 584

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 584 vom Freitag, 06.09.2019

Rennsport und Vollblutzucht in Deutschland mögen, was zumindest die Quantität anbetrifft, international eine Rolle am Rande des internationalen Geschehens spielen, doch am vergangenen Wochenende waren zwei Faktoren entscheidend, dass sie im Blickpunkt der Fachwelt standen: Die bemerkenswerte Auktion der BBAG in Iffezheim und der Erfolg eines Ausnahmepferdes im Großen Preis. Was Ghaiyyath am Sonntag gezeigt hat, war schon atemberaubend und es bleibt im Interesse aller zu hoffen, dass dieser Sieg keine Eintagsfliege war. Natürlich hätte man ein solches Rennen gerne im Lande gehalten, aber ein Auftritt wie der von Ghaiyyath garantiert hohe Aufmerksamkeit und sorgt für ein positives Image.

Das Ergebnis der Auktion war in dieser Form nicht zu erwarten und hat doch einen Grund: Qualität. „Es waren in den letzten Jahren noch nie so gute Pferde im Angebot“, so war der Tenor bei den Gesprächen insbesondere mit den ausländischen Käufern. Das Kompliment kann an die heimischen Züchter weitergeleitet werden, die bereit waren, auch hochklassige Jährlinge nach Iffezheim zu schicken. So mancher Nachwuchsgalopper, der bisher im Ausland offeriert wurde, war diesmal bei der BBAG und es wurde aufgezeigt, dass dort hohe Preise erzielt werden können. Dass es in der Spitze zwei Top-Zuschläge gab, war allerdings nicht vorhersehbar, ist auch gewissen Umständen geschuldet. Ein Unterbieter ist manchmal wichtiger als der Käufer.

Zum Gelingen der Auktion trug jedoch auch der gehobene Mittelmarkt bei. Der Jährling, der in den letzten Jahren noch 30.000 Euro gekostet hatte, brachte diesmal 50.000, 60.000 Euro. In diesem Preisbereich entscheidet sich oft der Erfolg der Versteigerung. Und am Ende war dann auch der quantitativ kleinere Katalog alles andere als ein Nachteil.

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