Drucken Redaktion Startseite

Aufgalopp 582

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 582 vom Freitag, 23.08.2019

Der Start in die Jährlings-Auktionssaison 2019 in Europa war positiv – das kann nach den Tagen in Deauville eindeutig festgestellt werden. Aus dem Ergebnis nun gleich von einer Hausse auf dem Markt zu sprechen, wäre verfrüht. Dafür sind die ersten beiden Tage bei Arqana, ähnlich wie „Book 1“ bei Tattersalls, doch mehr und mehr eine Boutique-Auktion geworden, ein Tummelplatz für einige wenige große Investoren. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die teuersten zwanzig Jährlinge von 13 verschiedenen Parteien ersteigert wurden. Es sind halt in den letzten Jahren ein paar mehr geworden, die in der Champion’s League mitspielen. Und die wurden dann, als es um den Mittelmarkt ging, nicht mehr am Ring gesehen. Sie honorieren aber, dass Arqana in den vergangenen Jahren qualitativ deutlich aufgerüstet hat, auch wenn der Termin für eine Jährlingsauktion in Europa eigentlich noch zu früh ist.

Am Ende des Jahres werden aber andere Auktionen gezeigt haben, in welche Richtung der Markt tendiert. Es sind die Termine im Oktober, die entscheidend sind, in England/Irland und in Frankreich. Die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten scheinen die Highroller nicht zu tendieren, aber den eher „normalen“ Jährlingskäufer schon eher. Auch der drohende Brexit könnte zumindest für den englischen Markt noch eine Rolle spielen.

Für die kommende Woche bei der BBAG könnte für den deutschen Käufer der Montag eine wichtige Rolle spielen. Bei den Sitzungen in Iffezheim werden, so ist anzunehmen, zwar keine Beschlüsse gefasst, was die Zukunft des deutschen Rennsports anbetrifft, aber als Stimmungstest taugt ein solcher Tag allemal. Es sollte in Zeiten, in denen ganz große Schritte nach vorne nicht zu spüren sind, ein positives Zeichen gesetzt werden. Dann geht der Jährlingskauf manchmal leichter von der Hand.

Verwandte Artikel: