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Aufgalopp 571

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 571 vom Freitag, 07.06.2019

Die Mehrheit der Bremer Bürger möchte nicht, dass das Rennbahngelände in der Vahr bebaut wird. Das ist das Ergebnis des Volksentscheides vom vorletzten Sonntag, wobei die Zahlen durchaus bemerkenswert sind. Die Wahlbeteiligung lag bei 62 Prozent, knapp 56 Prozent der abgegebenen Stimmen waren gegen die Bebauung. Ds ist fraglos ein großer Erfolg für die Bürgerinitiative und ein Lohn für das Team um Andreas Sponbiel, der wochenlang rastlos unterwegs war, ehrenamtlich versteht sich. Damit sind zwei Dinge klar: Auf der Rennbahn kann nicht gebaut werden, der Volksentscheid ist bindend. Aber auch: Es ist alles andere als wahrscheinlich, dass in naher Zukunft wieder Rennen stattfinden.

In den kommenden Tagen und Wochen stehen Koalitionsverhandlungen an, Rot-rot-grün ist im Moment eine wahrscheinliche Variante, was nicht unbedingt günstig in Bezug auf den Galopprennsport wäre. Vertreter dieser Parteien hatten sich in den letzten Tagen keineswegs euphorisch über den Ausgang des Volksentscheides geäußert, im Gegenteil. Der Stadt gehört das Gelände in der Vahr. Es müsste also ein Mietvertrag geschlossen werden, Geld müsste aufgetrieben, die Bahn rennfähig gemacht werden. Ob das der Rennverein bewerkstelligen kann, steht in den Sternen. „Wir sind daran interessiert, wieder Galopprennen in Bremen zu veranstalten und stellen nun in Ruhe Überlegungen an, wie wir mit der neuen Situation umgehen“, hat Präsidentin Tonya Rogge in einem kurzen Statement verlauten lassen.   

Selbst wenn die demnächst Regierenden in Bremen einer Zukunft in der Vahr mit Galopprennen positiv gegenüber stehen, so muss eine Rennbahn auch bespielt werden. Ein Konzept muss her und da sollte sich eigentlich auch der Dachverband in Köln einbringen. Von dem war in der ganzen Angelegenheit in den vergangenen Wochen im Übrigen nichts zu hören.  

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