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Aufgalopp 565

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 565 vom Freitag, 26.04.2019

Dieser Tage haben führende Meteorologen prognostiziert, dass es 2019 einen ähnlichen Sommer geben könnte wie im vergangenen Jahr: Heiß, mit viel Sonne und kaum Regen. Schon jetzt, im April, ist die Waldbrandgefahr enorm hoch. Einerseits freut das Veranstalter von Outdoor-Ereignissen, wie es der Rennsport nun einmal eines ist. Die Besucherzahlen sind logischerweise höher, das hat das Osterwochenende gezeigt, fünfstellige Zahlen im Zuschauerbereich waren die Regel. Andererseits ist es für die Schatzmeister der Rennvereine eine kostspielige Zeit. Die Aktiven verlangen zu Recht ein praktikables Geläuf, im Idealfall elastisch und wenn es nicht regnet, dann muss halt nachgeholfen werden, Wasser marsch, nicht zu viel und nicht zu wenig, das kostet Geld.

Flüssiges spielt auch bei den Besuchern eine Rolle, denn wer auf die Rennbahn kommt, den überfällt nach einer gewissen Zeit Durst. Und in schöner Regelmäßigkeit sind dann an Großkampftagen an den entsprechenden Ständen lange Schlangen zu sehen, als ob die jeweiligen Gastronomen die Wetterprognosen nicht gelesen haben und jetzt völlig überrascht von dem Andrang sind. Befeuert wird die Wartezeit von einem auf den Bahnen in den letzten Jahren nahezu flächendeckend eingeführten Pfandsystem. Das führt dazu, dass der Durstige erst minutenlang für ein Getränk anstehen muss und dann die identische Zeit verbringen muss, um einen Euro für das zurückgebrachte Glas zu erhalten.

Wer solcherart zwischen den Rennen beschäftigt ist, fällt für den Gang zum Führring und das sich anschließende Wettgeschäft, was auch noch einige Augenblicke des Anstehens benötigt, natürlich weitgehend aus. Und es entsteht ein gewisser Unmut. Den Rennvereinen sei angeraten, sich diesen Dingen verstärkt zu widmen, sonst bleibt der Gast irgendwann daheim.

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