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Aufgalopp 550

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 550 vom Freitag, 11.01.2019

Zur Euphorie besteht sicher kein Anlass, angesichts der 2018er Kennziffern des deutschen Rennsports, die auf Seite X im Vergleich zu den Vorjahren aufgelistet sind. Allerdings sind auch keine dramatischen Rückgänge in entscheidenden Positionen auszumachen. Die Zahl der Zuchtstuten, Fohlen, Deckhengste und Pferde im Training pendelt sich inzwischen auf einem noch akzeptablen Level ein. Die Zahl der Starts insgesamt und die Zahl der Starts pro Pferd sind jedoch weiter zurückgegangen, was letztlich auch an den geringer gewordenen Renntagen und Rennen liegt. Das dürfte sich zumindest 2019 kaum ändern, denn es wird wohl kaum mehr Veranstaltungen geben. Ein Rekord ist die Zahl der Auslandsstarts. Es ist nicht unmöglich, dass diese 2019 rückläufig sein wird, da gerade in Frankreich – und dort gehen halt die meisten Auslandsstarts über die Bühne – die Regularien doch restriktiver gefasst werden. Mit weiteren Einschränkungen ist zu rechnen, es kursieren gar Vorschläge, von den von ausländischen Pferden gewonnenen Geldpreisen Prozente abzuziehen und sie dem französischen Rennsport zukommen zu lassen.

Ein leichtes Plus gab es beim Wettumsatz, wenn auch vornehmlich bei der Außenwette. Das ist aber immerhin ein kleiner Lichtblick, denn die Einbußen auf diesem Sektor waren in den letzten Jahren schon dramatisch. Es gibt aber weiteren Spielraum nach oben, denn die Absenkung der Abzüge sollte langfristig Wirkung haben. Allerdings sollte man sich diesbezüglich auch einmal mit der Dreierwette beschäftigen, denn sie ist immer noch die Königswette des Rennsports. Als sie zum ersten Mal überhaupt gespielt wurde, am 1. Dezember 1957 in Mülheim, betrug die Quote 37.262:10. Ein einziger Wetter traf sie mit 2,50 DM, damals der Grundeinsatz. Von dem Gewinn kaufte er sich er ein Auto, um künftig besser zur Rennbahn zu kommen. Das waren noch Zeiten…

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