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Aufgalopp 547: Zur Kooperation mit der PMU

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 547 vom Freitag, 07.12.2018

Am Dienstag werden es noch einmal acht Rennen sein, die von Neuss aus nach Frankreich übertragen werden. Auch bei den restlichen Veranstaltungen im Dezember in Dortmund werden die Wetter in den französischen Annahmestellen mit dem vollen Programm beglückt, wobei konstatiert werden muss, dass dieses trotz des teilweise bescheidenen sportlichen Standards teilweise sehr gut angenommen wird.

Doch ab Januar ist alles anders, die jetzt vorliegenden Ausschreibungen geben nur einen Vorgeschmack darauf, wie die künftige Zusammenarbeit mit der PMU aussehen wird. Die „After Work“-Renntage im Sommer, durchaus gerne genommen von den Vereinen, weil bestens finanziert, gehören weitgehend der Vergangenheit an. Die künftige Kooperation mit den Franzosen, so deren Wille, wird fast ausschließlich an Samstagen und Sonntagen durchgeführt, dann muss aber zwingend um 11 Uhr begonnen werden und es sind auch immer nur fünf Rennen, die auf Equidia zu sehen sind. So werden zumindest bis März nur sieben Rennen pro Sonntag ausgeschrieben und ob da dann auch jedes Dreijährigen- oder Verkaufsrennen stattfindet steht in den Sternen.

Das mag ja im Winter noch halbwegs funktionieren, doch haben mehrere Veranstaltungen schon dankend abgelehnt, als sie gefragt wurden, ob sie nicht an einem Sonntag mit einem Gruppe-Rennen zu früher Stunde beginnen wollten. Der Preis von Europa-Sonntag mit einem Beginn um 11Uhr? Das letzte Rennen dann so um halb vier? Nicht vorstellbar. Doch fehlt dann natürlich der pünktlich aufs Konto eingegangene Deckungsbeitrag für die Finanzierung vieler Rennen. Es steht somit zu befürchten, dass das ohnehin schmale Angebot noch weiter zurückgefahren wird. Und neue Gelder für mehr Rennen sind weit und breit nicht zu sehen.

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