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Aufgalopp 544: Zu den Deckhengsten in Deutschland

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 544 vom Freitag, 16.11.2018

In dieser Ausgabe geht es in erster Linie um Deckhengste. Neue und alte, es geht um Decktaxen, sie werden erhöht, manchmal auch heruntergesetzt, nicht unbedingt bei den Hengsten, die von einem gerade präferiert werden, die sind meist teuer, aber so ist halt das Geschäft. England, Frankreich und Irland sind die Länder, in denen sich das Geschehen vornehmlich abspielt. In Deutschland ist man schnell durch, wenn man sich mit den ernsthaften Deckhengsten beschäftigt, die Zahl wird von Jahr zu Jahr kleiner, die aktuellen Zahlen gibt es hier. Kein Wunder, da im Ausland, etwa auf dem an Bedeutung deutlich gestiegenen französischen Markt, ganz andere Bedeckungszahlen generiert werden können. Der dorthin transferierte Kamsin etwa - seine Taxe wurde für 2019 gerade verdoppelt – hatte in diesem Frühjahr knapp einhundert Partnerinnen, Pastorius war numerisch nicht weit dahinter. In Deutschland haben zehn Hengste vierzig und mehr Stuten gedeckt. Vierzig, damit war man in grauer Vorzeit ausgebucht, das ist heute eine Marke, ab der zumindest halbwegs ordentliche Gewinne erzielt werden können.

Deshalb wird sich jedes Gestüt genau überlegen, welcher Hengst aufgestellt wird. Oder ob es überhaupt einer sein soll. Es hätte doch vor einigen Jahren gar keine Diskussion über Dschingis Secret oder Guignol gegeben, deutsche Hengsthalter hätten sie gerne genommen. Heute sind ganze Regionen ohne Hengst. In Bayern wird es nach dem Transfer von Ito in den Westen keinen vorzeigbaren mehr geben.

Immerhin: Mit AmarilloHelmet und Millowitsch wird es, Stand heute, zumindest drei Neuzugänge geben, wobei nur Letzterer ein Neuling im Metier ist. Die Standorte sind gut, überschlägig einhundert Stuten dürften sie insgesamt 2019 decken. Kein Grund zur Euphorie, aber zumindest ein Lichtblick.

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