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Aufgalopp 507: Über das „beast from the east“ ...

Geht doch1 Galopp im Schnee bei der Morgenarbeit in Hoppegarten. Foto: Archiv www.galoppfoto.de - Sabine Brose

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 507 vom Freitag, 02.03.2018

Schulen wurden geschlossen, Straßen gesperrt, die englische Boulevardpresse riet der Bevölkerung, „spätestens um sechs Uhr“ daheim zu sein, aus Irland erreichen uns weltbewegende Mails, dass die Auktionshäuser Goffs und Tattersalls auf Grund der Wetterlage die Büros geschlossen haben, der Grund für das alles ist das „beast from the east.“ Exakter: Es schneit auf den Inseln und schon scheint der Weltuntergang zu drohen. Sicher, die Hindernisrennbahnen konnten nicht veranstalten, die Allwetterbahnen in England gelegentlich, wenn es nicht gerade Probleme mit den Zufahrtswegen gab, in Frankreich war es ähnlich, in Neuss wurden natürlich Rennen durchgeführt, auf bei den Temperaturen eigentlich idealem Sand. Und über Probleme bei der Anfahrt muss sich dieser Veranstalter bei dem Andrang ohnehin keine Gedanken machen.

Ein Blick in die Historie zeigt, dass vor geraumer Zeit bestens besuchte Silvester-Rennen auf Schnee in Düsseldorf durchgeführt wurden, dass in Dortmund auf der Grasbahn, die gelegentlich zur Schneebahn mutiert war, im Januar und Februar unfallfrei galoppiert wurde. Die Bodenangabe war gelegentlich: „gefroren/hart“.  An einem legendären Renntag Ende der 70er Jahre in Dortmund gewann Trainer Willi Schütz sechs der acht Rennen, einmal liefen nur drei Pferde, sogar ein Jagdrennen war ausgeschrieben, das wurde dann aber doch auf der Flachen gelaufen. Man stelle sich eine solche Veranstaltung heute vor, nein, so etwas gäbe es gar nicht mehr.

Beim Training gab es in den hiesigen Quartieren Einschränkungen, denn nicht jede Sandbahn ist für derartige Wetterlagen gerüstet, gelegentlich musste nachmittags gearbeitet werden. Die Franzosen haben überall ihre schicken Pisten, davon können wir nur träumen.

Die gute Nachricht: Am Wochenende wird es wieder wärmer. Soviel zum Wetter.

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