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Aufgalopp 415: Zum Match Race Cup ...

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 415 vom Donnerstag, 28.04.2016

Im aktuellen Wochenrennkalender ist die Ausschreibung für den Match Race Cup veröffentlicht, eine an den großen Erfolg des Vorjahres angelehnte, an drei Renntagen von Juni bis August in Berlin-Hoppegarten vorgesehene Serie von 1200-Meter-Rennen. Viertelfinale, Halbfinale, Finale, es geht um 40.000 Euro, mit kleinem Geld wird angefangen. Ein wenig Einlesen muss man sich schon in die Ausschreibung, aber letztlich ist sie doch ziemlich einfach, immer zwei Pferde laufen gegeneinander, logisch, acht dürfen also laufen. Wer in der ersten Runde rausfliegt, bekommt noch 750 Euro, dem Gesamtsieger winken 18.250 Euro. Mehr als in jedem Listenrennen. Handicaps sind es nicht, die Gewichte richten sich nach dem GAG, theoretisch ist auch der Start eines 95-kg-Pferdes möglich. Die verlangten zwölf Nennungen sollten problemlos zu bekommen sein.

Eine spannende Angelegenheit, die auch eine gewisse logistische Herausforderung bedeutet, denn  vier Viertelfinals in einen Renntag zu packen wird so einfach nicht sein. Es dürfte keine Schwierigkeiten bedeuten, für diese Serie einen Sponsor zu finden, wenn dies nicht schon längst geschehen ist, denn der Spannungsbogen kann über mehrere Renntage gehalten werden. Eine Serie die, auch wenn am Ende nicht unbedingt unser besten Flieger am Start sind, allemal interessanter ist, als die eher virtuelle Champion’s League des deutschen Turfs. Und medial deutlich besser zu vermarkten ist.  

Es ist anzumerken, dass das Match Race im vergangenen Jahr einer Privatinitiative entsprang, dass ein innovativer Veranstalter mit einer idealen Austragungsstrecke (Gerade Bahn!) für ein solches Rennen gefunden wurde. Und dass es einer gewissen Anstrengung bedurfte, dafür aus Köln überhaupt eine Genehmigung zu bekommen. Dass jetzt eine ganze Serie daraus wird, ist fast schon ein Wunder. 

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