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Aufgalopp 398: Nun auch noch die Bremer Rennbahn ....

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 398 vom Donnerstag, 17.12.2015

Schmuckkästchen: Die Bremer Rennbahn - hier der Blick von der Turflounge auf den Führring. www.galoppfoto.de - Sabine BroseSchmuckkästchen: Die Bremer Rennbahn - hier der Blick von der Turflounge auf den Führring. www.galoppfoto.de - Sabine BroseDie Nachricht war keineswegs eine Überraschung, diesbezügliche Gerüchte kursierten bereits seit Wochen und wir hatten es schon in unserer letzten Ausgabe angedeutet: Die Stadt Bremen hat die Rennbahn in der Vahr als künftiges Bauland ins Auge gefasst. „Es geht nicht um das Ob, sondern nur noch um das Wie“, wird Wirtschaftssenator Martin Günthner in den örtlichen Medien zitiert, „Anfang 2018 soll es losgehen.“ Auch wenn in Kommentare und Reaktionen in der Öffentlichkeit dieser Plan durchweg negativ bewertet wurde, wird er langfristig kaum zu verhindern sein. Die Bremer Rennbahn hatte in der jüngeren Vergangenheit in der Spitze der Hansestadt nur noch einen geringen Rückhalt, zudem ist der Rennverein nicht auf Rosen gebettet, findet mit großen Anstrengungen erst allmählich in die schwarzen Zahlen zurück. Zumindest eine Schonfrist von ein, zwei Jahren wird es geben, zudem gibt es reichlich lokale Opposition. Ob die Trainingszentrale in Mahndorf eine Ersatzlösung wäre, ist aber doch anzuzweifeln.

Es gibt also eine neue Baustelle im deutschen Galopprennsport. Die Zahl der Rennbahnen mit einem vorzeigbaren Jahresprogramm sinkt von Jahr zu Jahr.FrankfurtNeuss, Mülheim – nur drei von mehreren Bahnen, bei denen man nicht so genau weiß, wohin der Weg führen wird. Und die gerade einmal sieben Renntage, die nächstes Jahr noch in München durchgeführt werden sollen, können ernsthaft nicht kommentiert werden. Es waren, nur einmal so zur Erinnerung, dort einmal 34 gewesen, in großen Zeiten.  

Der deutsche Rennsport steht somit 2016 vor einer großen Herausforderung. Noch gibt es Rennvereine mit einem vorzeigbaren Jahresplan. Die gilt es weiter zu stärken. Schließlich ist die Zahl der Fohlen im Frühjahr wieder durchaus erfreulich gewesen. Und irgendwo wollen diese Pferde in zwei, drei Jahren auch laufen.   

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