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Aufgalopp 320: Zu den PMU-Renntagen und Auslandsstarts

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 320 vom Donnerstag, 12.06.2014

Als Ende vergangenen Jahres aus Frankreich die Anfrage kam, ob der deutsche Galopprennsport im Jahre 2014 35 Renntage durchführen könne, die über die PMU bewettet und live auf Equidia gezeigt werden, ist das mit ja beantwortet worden. Die Termine, in der Regel sogenannte "semi-nocturne"-Veranstaltungen am späten Nachmittag in der Woche, waren klar vorgegeben, sie wurden dann auf die Rennveranstalter verteilt, wobei nicht so ganz klar war, wie da denn nun der Schlüssel aussah. Damit hat der hiesige Rennsport gerade in diesen Tagen einen ziemlichen Spagat zu bewältigen. Denn es gilt, neben den ohnehin vorgegebenen Terminen zusätzliche Renntage mit halbwegs anständigen Feldern zu füllen, was angesichts des Pferdebestandes schwer genug ist. Schließlich können ja Traditionstermine, wie etwa Himmelfahrt in Magdeburg oder Dortmund, wo teilweise finanzkräftige Sponsoren zur Hand sind, nicht einfach verboten werden. Oder wer würde ein Veto einlegen, wenn etwa Dresden letzten Samstag mit Hilfe eines Geldgebers einen Zusatzrenntag durchführt, der rund 10.000 Zuschauer hatte. Wenn führende Rennvereine klagen, dass sie zu wenig Starter hätten, weil nun leider gerade zeitgleich eine andere Bahn veranstalten würde, klingt das manchmal schon sehr hochfahrend. Jedes einzelne Rennen, wenn es denn finanziell abgedeckt wird, ist ein Gewinn, ist ein Bonus für alle Aktiven.  

Allerdings hat auch die Zahl der Auslandsstarter wieder zugenommen. Bis zum 10. Juni waren es 2014 1.050 hier trainierte Pferde, die außerhalb der Grenzen an den Start gingen, im Vergleich zu 910 im Zeitraum zuvor. Der Verband hat derweil bereits ein Rundschreiben an die Trainer geschickt, in der auf vermehrte Deutschland-Starts gedrängt wird - Novitäten wie die gut dotierten Ausgleiche I werden in der Tat nur sehr zögerlich angenommen.

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