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Aufgalopp 257: Zum Auftakt der grünen Saison

Endlich wieder Gras unter den Hufen. www.galoppfoto.de - Frank Sorge

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 257 vom Donnerstag, 21.03.2013

Es wird wohl niemanden geben, der der vor nun auch schon vor knapp zwei Wochen beendeten Sandbahnsaison im deutschen Galopprennsport nur eine Träne hinterher weint. Die Rennen in Neuss und Dortmund werden, so drängt sich manchmal der Eindruck auf, von den Verantwortlichen als notwendiges Übel angesehen. Sportliche Höhepunkte sind eher nicht vorhanden, die Zeiten, in denen noch Auktions- oder Listenrennen auf Sand stattfanden, sind Vergangenheit. Derzeitiges Winterhighlight ist der Preis der Perlenkette, in der Regel werden die Wertungsläufe in Handicaps in der untersten Kategorie durchgeführt, da sind dann noch die meisten Starter zu generieren. Ohnehin war es schwer genug, die Rennen überhaupt quantitativ anständig zu besetzen, bei erhöhtem Nennungsgeld und oft schwierigen Trainingsmöglichkeiten helfen selbst verbesserte Transportkosten nur wenig.

Bei aller Kritik: Zumindest halbwegs wird der Rennbetrieb im Lande ja doch aufrecht erhalten und er bietet der übersichtlicher gewordenen Aktivenschar immerhin die Möglichkeit, ein paar Euro über Winter zu verdienen. Selbst Mons ist in dieser Beziehung wichtig, auch wenn die Belgier schon reichlich Starter abziehen. Deshalb erscheint es unverändert geboten, zumindest wenn es halbwegs zu finanzieren ist, diese Rennen aufrecht zu erhalten. Mit den Bedingungen wird man leben müssen, die Sanierung etwa der Neusser Sandbahn würde sich mindestens im mittleren sechsstelligen Bereich bewegen und ist nicht finanzierbar.

Aber bis wir uns dieser Problematik wieder widmen müssen, gehen erfreulicherweise noch reichlich Monate ins Land. Der Terminkalender auf Gras erscheint zumindest gefühlt sehr ausgedünnt, aber es geht wenigstens wieder los. Wirtschaftlich gesehen sogar mit mehr Optimismus als in manchem Vorjahr.  

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