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Aufgalopp 175 zu tollen Renntagen und Grauzonen im Wettgeschäft

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 175 vom Freitag, 29.07.2011

Gruppe-I-Rennen im Wochentakt, die Meetings in Harzburg und Doberan, Ende August die Große Woche in Iffezheim – die sommerliche Urlaubszeit ist auch die heiße Zeit im deutschen Galopprennsport. Vieles war bisher positiv: Der Renntag in Hoppegarten etwa gehörte zweifelsfrei zu den Highlights der letzten Jahre auf dieser Bahn. Jahre, ja Jahrzehnte sind dort vertan worden, viel Geld wurde sinnlos versenkt, bis die Hauptstadtrennbahn nun wieder Fahrt aufnimmt. Der Privatinitiative von Gerhard Schöningh geschuldet. Und dass der Sieg im sonntäglichen Hauptereignis im Lande blieb, zudem ein Pferd mit einer ganz eigenen Geschichte gewann, kann für den Rennsport gleichfalls auf der Habenseite verbucht werden. Das Publikum zieht schon mit, es kommt auf die Bahn, das war auch trotz widriger Witterungsverhältnisse selbst in Harzburg zu registrieren.

Was noch positiv auffällt, ist die Zahl der Starter. Selbst problematische Bahnen können die Rennen kopfstark besetzen, die große Zahl der Veranstaltungen etwa in den Tagen nach Hamburg gerade im norddeutschen Raum wurde ohne Schwierigkeiten kompensiert.

Ein Renntag an diesem Samstag, wo auch immer im Lande, wäre machbar gewesen. Nur eben nicht finanzierbar, denn die Wettumsätze sind trotz aller Euphorie um gelungene Renntage unverändert nicht das Maß aller Dinge. Die 370.000 Euro, die in Hoppegarten durch die Kassen flossen, sind ganz sicher steigerbar, das gilt auch für die anderen Bahnen. Wobei der Umsatz auf der Bahn akzeptabel, von außen einfach zu gering ist. Die schwer ermittelbare Grauzone des Wettgeschäftes ist unverändert eines der wichtigsten Problemfelder des Rennsports.

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