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Aufgalopp 165: Über den königlichen Besuch in Irland

Queen Elizabeth II und Prinz Philip in Royal Ascot. www.galoppfoto.de

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 165 vom Freitag, 20.05.2011

Natürlich setzte Queen Elizabeth auch bei ihrem gerade beendeten, historischen Besuch in Irland Prioritäten. Denn eine Visite im Irish National Stud, in Coolmore und im Gilltown Stud war geradezu Pflicht, wie sie überhaupt bei Auslandsaufenthalten stets auch die Vollblüter im Visier hatte. Im Kildangan Stud von Scheich Mohammed war sie nicht, auch wenn sie zu ihm seit kurzem eine erstaunliche Partnerschaft pflegt. Denn Carlton House, in ihrem Besitz stehender Favorit auf den Sieg im Epsom Derby, stammt aus dessen Zucht, genauer gesagt, aus der von Darley. Wenn man den Aussagen von John Warren, dem züchterischen Berater der Queen, glauben darf, dann hat sich der Besitzwechsel folgendermaßen abgespielt: In königlichem Eigentum war 2009 ein von ihr gezogenes Pferd namens Highland Glen, das Scheich Mohammed gerne für die Rennen in Dubai gehabt hätte. Da die Queen selbst kein Interesse an dortigen Starts ihrer Pferde hat, soll sie Highland Glen dem Scheich geschenkt haben. Der Hengst hat dann tatsächlich 2010 ein hochdotiertes Handicap in Meydan gewonnen. Wie auch immer: Der Anstand gebietet es, dass man sich für ein Geschenk anständig zu bedanken hat. Das tat der Scheich, in dem er dem Vernehmen nach höchstpersönlich noch 2009 vier Jährlinge aussuchte und sie der Queen verehrte. Geld, so beteuern alle Beteiligten, sei nicht geflossen.     

Godolphin, das sei nur noch einmal in Erinnerung gerufen, hat das Epsom Derby noch nie gewonnen. Und Highland Glen ist nach seinem Meydan-Sieg im Nirwana der Arabischen Emirate verschwunden, zuletzt blieb er in Abu Dhabi unplatziert. Doch das wird die Queen im Moment auch nicht unbedingt interessieren.

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