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Altano will einen weiteren St. Leger-Titel sammeln

Altano mit Eduardo Pedroza ist im Deutschen St. Leger am Sonntag in Dortmund klar favorisiert. So schwer wie im Gold Cup (Foto vom Aufgalopp in Ascot) ist es in Wambel nicht. Foto: www.galoppfoto.de

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Turf aktuell

Die Karriere des mittlerweile 7jährigen Altano ist schon mehr als kurios. Von seinem Züchter Manfred Ostermann wurde er aufgrund zahlreicher gesundheitlicher Probleme, die eine Rennbahnkarriere des mit edlem Stammbaum versehenen Vollblüters unmöglich erscheinen ließen, an die Dülmener Tierärztin Dr. Ingrid Hornig verschenkt. Doch nach zahlreichen Eingriffen, u.a. einer Operation am Gaumensegel, entwickelte sich der Galileo-Sohn aus bescheidenen Anfängen auf der Sandbahn dann doch zu einem wahren Star der Rennbahn, wenn es über Marathondistanzen ging.

Bereits vier Gruppe-Siege im In- und Ausland konnte der von Andreas Wöhler in Gütersloh trainierte Wallach feiern, zwei St. Leger-Erfolge in Deutschland und Italien befinden sich darunter. Sportlich ähnlich bedeutend sind Vorderfeldplatzierungen in diesem Sommer in englischen Extremsteherrennen wie der 5. Rang im Gold Cup beim Royal Ascot Meeting Mitte Juni und der 3. Rang im Goodwood Cup beim Glorious Goodwood Meeting Anfang August. Am Sonntag geht Altano wieder hierzulande an den Start und bestreitet als klarer Favorit und Titelverteidiger das Großen Preises von DSW21 - 129. Deutsches St. Leger (Europakategorie III, 2800m, 55.000€) auf der Dortmunder Rennbahn in Wambel. Die Konkurrenz für den von Eduardo Pedroza gerittenen Crack besteht im Saisonhöhepunkt des Wambeler nur aus sechs nationalen Gegnern, da hat Altano in diesem Jahr schon ganz andere Schlachten geschlagen.

Spannend dürfte bei dieser Ausgangskonstellation nur der Kampf um die Plätze sein. Die alte Klasse spricht dabei für den mittlerweile von Gerald Geisler trainierten Tres Rock Danon (Stephen Hellyn), der als Einziger neben Altano bereits Gruppe-Siege feiern konnte. Doch liegt dies beim Rock of Gibraltar-Sohn bereits einige Zeit zurück, in diesem Jahr gelang ihm bislang nicht einmal eine Platzierung bei vier Starts. Zuletzt in Baden-Baden blieb er knapp hinter Slowfoot (Harry Bentley), einem Schützling von Markus Klug, der auch die Görsldorfer Stute Hey little Görl (Andreas Helfenbein) sattelt. Für die 3jährige Sternkönig-Tochter markiert der St. Leger-Start nicht nur den ersten Versuch über eine derart weite Distanz, sondern auch das erste Aufeinandertreffen mit dem anderen Geschlecht, in das sie als einzige Stute geht. Neben Slowfoot und Hey little Girl schickt Markus Klug mit dem 4jährigen Röttgener Hengst Andreas (Koen Clijmans) sogar noch einen dritten Vertreter nach Wambel. Der Dr. Fong-Sohn ist zwar auf der Extremsteherdistanz erprobt, doch dürfte er als klarer Außenseiter ins Rennen gehen.

Zwei Dreijährige komplettieren das Starterfeld der bis 2006 als letztes klassisches Rennen für den Derby-Jahrgang ausgetragenen Prüfung, die seit ihrer Öffnung für die älteren Jahrgänge nur noch zweimal von Dreijährigen gewonnen werden konnte. Der von Mario Hofer trainierte Saratino (Cristian Demuro) und der Smrczek-Schützling Arango (Lennart Hammer-Hansen) trafen sich zuletzt im BBAG Auktionsrennen in der Schweiz, in dem der Derby-Sechste Saratino das bessere Ende hatte, allerdings auch durch die Gewichtsverhältnisse bevorteilt war. Viel dürfte zwischen beiden nicht liegen.

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