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Alec Head verstorben

Criquette und Alec Head mit Treve. www.galoppfoto.de

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 724 vom Freitag, 24.06.2022

Ein Besuch im Haras du Quesnay vor einigen Jahren. Alec Head und seine Gattin Ghislaine ließen es sich nicht nehmen, den eigentlich unwichtigen deutschen Gast persönlich zu begrüßen, ihm alles zu zeigen, was ihn interessierte. Und das war in diesem Gestüt Vieles, die Gastfreundschaft war herzlichst.

Alec Head war ein „horseman“. Ein hocherfolgreicher Trainer mit vier Siegen im Prix de l’Arc de Triomphe, ein einflussreicher Besitzer und Züchter, dessen Kinder Freddy und Criquette und inzwischen auch die Enkel Christopher und Victoria ihre eigene Erfolgsgeschichte im Rennsport schrieben und schreiben. In der Nachkriegszeit war Alec Head nach seiner Zeit als Jockey, vornehmlich über Hindernisse, zusammen mit Francois Mathet der führende Trainer Frankreichs mit vielen Erfolgen außerhalb der Landesgrenzen, kulminierend im Sieg im Epsom Derby 1956 mit Lavandin. 1984 zog er sich aus dem Trainergeschäft zurück, betrieb aber mit Enthusiasmus und Erfolg sein Gestüt. Die von ihm gezogene und von seiner Tochter trainierte Treve (Motivator) gewann 2013 und 2014 den „Arc“. Mitte dieser Woche ist der große Pferdemann Alec Head im Alter von 97 Jahren gestorben.

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