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620.000 Pfund für Network-Sohn

375.000 Pfund erlöste dieser Jeremy-Wallach. Foto: Goffs

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 569 vom Freitag, 24.05.2019

Im englischen Doncaster wurde zur Wochenmitte an drei Tagen versteigert. Bei der Spring Sale von Goffs UK standen Pferde für den Hindernissport im Blickpunkt, am ersten Tag ging es um „stores“, noch nicht eingerittene Dreijährige. Viermal fiel der Hammer im sechsstelligen Bereich. Jeweils 105.000 Pfund erlösten ein Yeats-Halbbruder zur Gr. I-Hürdlerin Roksana (Dubai Destination), der an Aiden Murphy ging und zukünftig von dessen Sohn Olly traniert wird, sowie ein Sohn von Getaway (Monsun), den Ross Doye für Trainer Colin Tizzard ersteigerte. Er ist ein Halbbruder von Joe Farrell (Presenting), Sieger in der Scottish National (Gr. III) 2018. Je 100.000 Pfund erlösen Wallache von Getaway und Sholokhov, beide werden künftig von Paul Nicholls trainiert.

Der im Haras de Sivola stehende Noroit (Monsun), der mit sehr übersichtlichen Büchern eine ganze Reihe von besseren Hindernispferden gestellt hat, hatte einen in Frankreich gezogenen Wallach im Ring, der 62.000 Pfund brachte. Bei 179 von 225 verkauften Pferden lag diese Session etwas unter dem Vorjahreswert, der Schnitt pro Zuschlag ging um vier Prozent auf 26.484 Pfund zurück.

Deutlich besser verlief zumindest in der Spitze der zweite Tag, an dem bereits gelaufene Nachwuchspferde für den Hindernissport in den Ring kamen. Hier gab es gleich acht Zuschläge im sechsstelligen Bereich, angeführt von den 375.000 Pfund, die Roger Brookhouse für den vier Jahre alten Lets Go Champ (Jeremy) anlegte. Er hatte bei seinem bisher einzigen öffentlichen Auftritt ein Point-to-Point-Rennen im irischen Bartlemy gewonnen. Im englischen Huntingdon hatte Mister Coffey (Authorized) überzeugend ein National Hunt-Flachrennen gewonnen, was Tom Lacey dazu brachte, ihn für 340.000 Pfund zu erwerben. Dritthöchster Zuschlag waren die 170.000 Pfund, die Paul Nicholls für den Mustamet-Sohn Skatman anlegte. Doch auch in diesem Segment ging der Schnitt pro Zuschlag zurück, um fünf Prozent auf 27.977 Pfund bei 170 von 208 verkauften Pferden. 

Am Donnerstag, dem dritten Auktionstag, waren Pferde im Training im Ring, wobei die Auflösung der Besitzergemeinschaft Grech/Parkin für hohe Preise sorgte. Stolze 625.000 Pfund erlöste der fünf Jahre alte Wallach Interconnected (Network), der schon letzten Februar bei Tattersalls 220.000 Pfund gekostet hatte, bei seinem ersten und bisher einzigen Hürdenstart Zweiter war, was gleich zu einer gewaltigen Preissteigerung führte. Es war der höchste Preis, der jemals für einen Wallach im Training erzielt wurde. Zwei junge Stuten von Getaway bzw. Westerner erlösten 235.000 bzw. 210.000 Pfund.

Im unteren Preisbereich gab es auch einige Zuschläge für deutsche Interessen, so kommen zwei Neuzugänge in den Schwinn-Stall und einer in den von Janine Beckmann.  

 

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