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450.000 Pfund für Getaway-Sohn

Der Getaway-Sohn Gallyhill. Foto: Tattersalls

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 599 vom Freitag, 20.12.2019

Für stolze 450.000 Pfund wurde am vergangenen Freitag bei der finalen Auktion in Europa, der Tattersalls Cheltenham December Sale, der fünf Jahre alte Wallach Gallyhill (Getaway) zugeschlagen, es war der Salestopper bei einer starken „Boutique“-Versteigerung. Von 54 vorgestellten Hindernispferden im Nachwuchsalter wurden 40 für 3.589.000 Pfund verkauft, der Schnitt pro Zuschlag lag bei 89.725 Pfund und damit um 7,5% über dem Vorjahreswert.

Henrietta Knight war bei Gallyhill die erfolgreiche Bieterin, doch für welchen Besitzer die dreimalige Cheltenham Gold Cup (Gr. I)-Siegerin tätig war, wollte sie nicht kundtun. Die Neuerwerbung hat bei seinem einzigen Start überzeugend im irischen Kirkistown ein Point-to-Point-Rennen gewinnen können, der damals erste Sieg für den jungen Trainer Jamie Sloan, der jetzt auch einen großen Verkaufserfolg feiern konnte. Die Mutter Tanit (Xaar) hat für Trainer Hans Blume vor Jahren eine Handvoll Starts absolviert, die beste Leistung von ihr war ein zweiter Platz zweijährig in Köln. Sie wechselte dann in die irische Hindernispferdezucht, wo sie bislang u.a. den achtfachen Sieger Nortonthorpelegend (Midnight Legend). Sie stammt aus einer Linie, die im Gestüt Schlenderhan mit Pferden wie Königstiger (Tiger Hill) und Kalla (Monsun) große Erfolge hatte.

In den Stall von Trainer Gordon Elliott geht das zweitteuerste Pferd der Auktion. Der Ire zahlte 400.000 Pfund für den vier Jahre alten Sir Gerhard (Jeremy). Der Wallach hatte letztes Jahr bei Goffs in Irland als noch ungeprüftes Pferd auch schon 72.000 Euro gekostet, hatte vor drei Wochen bei seinem bislang einzigen Start ein über 4800 Meter ein Point-to-Point-Rennen im irischen Boulta für sich entscheiden konnte.

Der französische Agent Bertrand le Metayer war nach England geflogen, um ein in Frankreich trainiertes Pferd zu kaufen: Für 210.000 Pfund sicherte er sich den drei Jahre alten Kalkas (Kapgarde), der für Trainer Francois Nicolle beim einzigen Start über Hürden Dritter war – jetzt geht es wieder zurück nach Frankreich. Nachkommen der Monsun-Söhne Arcadio und Shirocco kamen auf jeweils 170.000 Pfund, ein Sohn des ehemaligen Auenqueller Hengstes Doyen wurde für 130.000 Pfund verkauft.

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