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2021-06-06, Mülheim, 8. R. - Grosser Preis der rp Gruppe (ex Grosser Preis der Badischen Wirtschaft)

8 Grosser Preis der rp Gruppe (ex Grosser Preis der Badischen Wirtschaft)

Gruppe II, 50.000 € (30.000, 11.000, 5.250, 2.500, 1.250).
Für 4-jährige und ältere Pferde.

Gew. 57,0 kg. Gewinnern seit 1.7.2020 eines Rennens der Gruppe II 1,5 kg, der Gruppe I 3 kg mehr.
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QuotenSiegwette 3,5:1. - Platzwette 1,9; 2,7:1. - Zweierwette 9,9:1. - Dreierwette 112,0:1.

Platz Pferd - Tr.: Trainer, Jo.: Jockey - Bes.: Besitzer, Zü.: Züchter Gewicht/Infos Gewinn Toto
1
Kaspar (GER) 2017
 / F. H. v. Pivotal - Kastila (Sternkönig)

Tr.: Markus Klug / Jo.: Adrie de Vries
Formen:
2-3-7-2-3-5-1-4-4
57,0 kg 30.000 € 3,5
2
Grocer Jack (GER) 2017
 / b. H. v. Oasis Dream - Good Donna (Doyen)

Tr.: Waldemar Hickst / Jo.: René Piechulek
Formen:
1-4-4-3-5-(-)-2-2-1-2
57,0 kg 11.000 € 7,0
3
Only the Brave (FR) 2017
 / b. H. v. Iffraaj - Crystals Sky (Hernando)

Tr.: Henk Grewe / Jo.: Martin Seidl
Formen:
1-3-9-1-4-8-1-3-1
57,0 kg 5.250 € 21,7
4
Noble Music (GER) 2016
 / db. St. v. Sea The Moon - Noble Lady (Sholokhov)

Tr.: Jérôme Reynier / Jo.: Antonio Orani
Formen:
1-3-2-2-1-7-2-11-1-2
55,5 kg 2.500 € 12,0
5
Adrian (GER) 2017
 / Fsch. H. v. Reliable Man - Anna Desta (Desert Style)

Tr.: Henk Grewe / Jo.: Michael Cadeddu
Formen:
3-1-7-1-2-1-2-3
57,0 kg 1.250 € 11,0
6
Torquator Tasso (GER) 2017
 / F. H. v. Adlerflug - Tijuana (Toylsome)

Tr.: Marcel Weiß / Jo.: Lukas Delozier
Formen:
2-1-3-2-1-4
60,0 kg 4,0
7
Nerium (IRE) 2017
 / db. H. v. Camelot - Nicolaia (Alkalde)

Tr.: Peter Schiergen / Jo.: Bauyrzhan Murzabayev
Formen:
1-4-2-1-1-1-1-5
58,5 kg 3,5

Kurzergebnis

KASPAR (2019), H., v. Pivotal - Kastila v. Sternkönig, Zü. u. Bes.: Gestüt Röttgen, Tr.: Markus Klug, Jo.: Adrie de Vries, GAG: 97,5 kg, 2. Grocer Jack (Oasis Dream), 3. Only the Brave (Iffraaj), 4. Noble Music, 5. Adrian, 6. Torquator Tasso, 7. Nerium

Richterspruch

Le. 1¾-K-3-½-kK-12

Zeit

2:22,27

Rennanalyse

Die Preisfrage vor solchen Rennen ist oft gleich: Wer wird das Tempo machen? In der guten alten Zeit waren Tempomacher zwar nicht an der Tagesordnung, doch wurden sie von den großen Ställen weit häufiger als heutzutage herangezogen. Dafür braucht es natürlich auch entsprechende Jockeys, natürlich Pferde, die zumindest über beste Handicap-Klasse verfügen. Wie das ohne entsprechende Pacemaker aussehen kann, sah man beim zeitgleich mit Mülheim ausgetragenen Grand Prix de Chantilly, der kein schönes Bild abgab, mit In Swoop aber zumindest den richtigen Sieger hatte, weil er halt das beste Pferd im Rennen war. Das muss nicht immer der Fall sein.

Am Raffelberg ergriff Adrie de Vries auf Kaspar die Initiative. Das kann schon gefährlich sein, doch ist es mit einem guten Pferd wie es der Röttgener ist, allemal besser auf der Bremse zu sitzen wie es der eine oder andere Konkurrent getan hat. Das Tempo war keineswegs schnell, aber angesichts der Bodenverhältnisse gut genug, in der Zielgeraden hatte Kaspar keine Probleme es durchzuhalten und die Konkurrenz in die Schranken zu verweisen. Am Ende kam eine Zeit heraus, die sicher als normal zu bezeichnen ist.

Es war der erst zweite Sieg von Kaspar, dessen Karriere zweijährig mit einem vierten Platz in Halle begann. Er gewann dann dreijährig beim zweiten Start in Köln, war in Hamburg, wo er nach der Disqualifikation von Grocer Jack (Oasis Dream) auf Rang drei vorrückte, nach einer noch nicht so überzeugenden Vorstellung in der „Union“ Außenseiter. Danach lief er insbesondere in Köln und auch in Hoppegarten bei seinen Platzierungen gut genug, doch ist er über Winter sicher besser geworden. Er war in Mülheim auch eine optisch herausragende Erscheinung. Saint-Cloud, als nächstes Ziel ins Auge gefasst, wäre dann aber schon eine echte Prüfung und natürlich auch eine Standortbestimmung.

Er war vor zwei Jahren bei der BBAG-Jährlingsauktion im Ring, wurde aber für 140.000 Euro zurückgekauft. Schon fünf Jahre zuvor hatte die Mutter Kastila (Sternkönig) einen Hengst namens Kaspar gebracht, dieser Soldier Hollow-Sohn ging damals für 120.000 Euro an Godolphin und wurde auf den Namen Keep in Line umgetauft. Er wurde auch ein ordentliches Rennpferd auf beiden Gebieten, war u.a. Dritter in einem Gr. II-Hürdenrennen in Ascot. Weitere Halbgeschwister sind der Al Maktoum Challenge R3 (Gr. I)-Zweite Kassiano (Soldier Hollow) sowie die mehrfach gruppeplatziert gelaufenen Kasalla (Soldier Hollow) und Kastano (Nathaniel). Die Mutter Kastila, die platziert gelaufen ist, hat eine zweijährige Tochter namens Kapriole (Protectionist) im Rennstall, dieses Jahr gab es ein Hengstfohlen von Millowitsch. Kasalla, die im Frühjahr von Millowitsch gedeckt wurde, hat im Rennstall den zwei Jahre alten Kobold (Oasis Dream). Kastila war auf der Liste von Best Solution. In Röttgen stand mit Kallisto (Sternkönig) aus dieser Familie noch der Derby Italiano (damals Gr. I)-Sieger als Deckhengst. Es ist eine der Gründerlinien des Gestüts, Stammutter ist die 1925 geborene erstklassige Fliegerin Contessa Maddalena (Landgraf). Kaspars Vater Pivotal (Polar Falcon) zählt inzwischen 28 Jahre. Er war bis letztes Jahr im Cheveley Park Stud der älteste aktive Deckhengst in Europa, inzwischen ist er in Rente. Er hat bisher 88 Gr.-Sieger auf der Bahn und obwohl er selbst ein Flieger war, vererbt er durchaus Stehvermögen. Mit Buzzword hat er 2010 sogar schon einen Derbysieger in Hamburg gestellt. In den letzten Jahren hat er sich zudem als sehr erfolgreicher Vater von Mutterstuten erwiesen.

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Kategorie:
  • Rennen - National

Bilder

Kaspar gewinnt Start-Ziel mit immer neuen Reserven. Foto: Dr. Jens Fuchs
Sieger auf dem Podium, von der rp-Unternehmensgruppe ist Frank Bierkämper (2.v.r.) dabei. www.galoppfoto.de - Stephanie Gruttmann

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