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2020-10-04, Longchamp, 4. R. - Prix de l'Arc de Triomphe

4 Prix de l'Arc de Triomphe

Gruppe I, 3.000.000 €
3 jährige und ältere Hengste und Stuten

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Quoten8,3:1

Platz Pferd - Tr.: Trainer, Jo.: Jockey - Bes.: Besitzer, Zü.: Züchter Gewicht/Infos Gewinn Toto
1
Sottsass (FR) 2016
 / F. H. v. Siyouni - Starlet's Sister (Galileo)

Tr.: Jean-Claude Rouget / Jo.: Cristian Demuro
Formen:
4-2-1-4-3-1-1-1-5-1
59,5 kg 1.714.200 € 8,3
2
In Swoop (IRE) 2017
 / b. H. v. Adlerflug - Iota (Tiger Hill)

Tr.: Francis-Henri Graffard / Jo.: Ronan Thomas
Formen:
2-1-3-1
56,5 kg 685.500 € 11,0
3
Persian King (IRE) 2016
 / b. H. v. Kingman - Pretty Please (Dylan Thomas)

Tr.: Andre Fabre / Jo.: Pierre-Charles Boudot
Formen:
1-4-1-1-2-2-1-1-1-1
59,5 kg 342.900 € 7,3
4
Gold Trip (FR) 2017
 / b. H. v. Outstrip - Sarvana (Dubai Destination)

Tr.: Fabrice Chappet / Jo.: Stephane Pasquier
Formen:
3-11-1-2-5-2
56,5 kg 171.300 € 34,0
5
Raabihah (USA) 2017
 / F. St. v. Sea the Stars - Garmoosha (Kingnmambo)

Tr.: Jean-Claude Rouget / Jo.: Maxime Guyon
Formen:
2-1-4-1-1
55,0 kg 85.800 € 14,0
6
Enable (GB) 2014
 / b. St. v. Nathaniel - Concentric (Sadler's Wells)

Tr.: John H. M. Gosden / Jo.: Lanfranco Dettori
Formen:
1-1-2-2-1-1-1-1-1-1
58,0 kg 1,9
7
Stradivarius (IRE) 2014
 / F. H. v. Sea the Stars - Private Life (Bering)

Tr.: John H. M. Gosden / Jo.: Olivier Peslier
Formen:
2-1-1-3-2-1-1-1-1-1
59,5 kg 6,5
8
Deirdre (JPN) 2014
 / b. St. v. Harbinger - Reizend (Special Week)

Tr.: Mitsuru Hashida / Jo.: Jamie Spencer
Formen:
7-5-2-4-3-4-1-6-6-4
58,0 kg 80,0
9
Way to Paris (GB) 2013
 / Sch. H. v. Champs Elysees - Grey Way (Cozzene)

Tr.: Andrea Marcialis / Jo.: Ioritz Mendizabal
Formen:
5-1-2-1-2-6-5-6-2-1
59,5 kg 47,0
10
Royal Julius (IRE) 2013
 / b. H. v. Royal Applause - Hflah (Dubawi)

Tr.: Jérôme Reynier / Jo.: Shane Foley
Formen:
2-5-2-3-6-5-1-2-5-3
59,5 kg 104,0
11
Chachnak (FR) 2017
 / b. H. v. Kingman - Tamazirte (Danehill Dancer)

Tr.: Fabrice Vermeulen / Jo.: Tony Piccone
Formen:
1-13-1-3-3-6-6-1-1
56,5 kg 82,0

Kurzergebnis

SOTTSASS (2016), H., v. Siyouni - Starlet's Sister v. Galileo, Bes.: White Birch Farm, Zü.: Ecurie des Monceaux, Tr.: Jean-Claude Rouget, Jo.: Cristian Demuro 2. In Swoop (Adlerflug), 3. Persian King (Kingman), 4. Gold Trip, 5. Raabihah, 6. Enable, 7. Stradivarius, 8. Deirdre, 9. Way to Paris, 10. Royal Julius, 11. Chachnak

Richterspruch

H, 1 3/4, K, 2, 2, 1/2, 2 1/2, N, 3/4, 20

Zeit

2:39,30

Rennanalyse

Es war ein Prix de l’Arc de Triomphe, der in vielerlei Hinsicht in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nur die unmittelbar Beteiligten durften Zeugen sein, die Medien halt, Besitzer, Trainer, aber keine außenstehenden Besucher. Elf Pferde rückten schließlich in die Boxen ein, Aidan O’Brien hatte die lange den Wettmarkt anführende Love Galileo) schon zur Wochenmitte wegen des Bodens gestrichen. Und dann nahm er am Abend vor dem Rennen auch noch seine vier restlichen Kandidaten heraus, denn es bestand die Gefahr, dass ein von ihm verwendetes Futtermittel kontaminiert war. Das nahm dem Rennen schon etwas seinen Reiz, doch war es am Ende ein extrem spannender „Arc“ mit einer herausragenden Leistung des Derbysiegers In Swoop (Adlerflug), der am Ende nur einen Hals zurück Zweiter war, in Europa der nach dem Rating beste dreijährige Hengst über 2400 Meter ist. Er hat für dieses Jahr genug getan, wird in die Winterpause gehen. Bedenkt man, dass es sein erst fünfter Start war, muss man schon den Hut vor seiner Leistung ziehen.

Der Sieg ging aber an Sottsass, dem man, bei allem Respekt, einen solchen Treffer fast schon nicht mehr zugetraut hatte. Er hatte im vergangenen Jahr den Prix du Jockey-Club (Gr. I) gewonnen, war dann im „Arc“ Dritter geworden. 2020 war er bislang viermal, er siegte in einem wenig aufregend besetzten Prix Ganay (Gr. I), dies auch nur knapp, war zuletzt Vierter in den Irish Champion Stakes (Gr. I) geworden. Cristian Demuro wollte eigentlich die später Fünftplatzierte Raabihah (Sea The Stars) reiten, doch konnte ihn Trainer Jean-Claude Rouget umstimmen, sprach von der guten Verfassung des Vierjährigen – er hatte Recht.

Es war der letzte Start des Hengstes, an dem Coolmore seit geraumer Zeit einen Anteil hält. Er wird im kommenden Jahr dort aufgestellt. Kurz wurde noch an einen Start im Breeders‘ Cup gedacht, doch das wurde verworfen, sein Trainer meinte denn auch, dass ihm die dortige Bahn nicht passen würde. „Meine Arbeit ist getan“, bilanzierte Jean-Claude Rouget.

Sottsass ist einer von bisher 22 Gr.-Siegern seines Vaters Siyouni (Pivotal), der zu einer Decktaxe von 100.000 Euro im Haras de Bonneval des Aga Khan in Frankreich der teuerste Hengst in Kontinental-Europa ist. Auf Gr. I-Ebene haben noch Dream and DoErvedya und Laurens gewonnen. Bei Arqana ist Sottsass als Jährling für 340.000 Euro in den Besitz von Peter Brant gegangen. Der 73jährige ist dem Rennsport seit Jahrzehnten verbunden, war nach einer kurzen Auszeit vor einigen Jahren wieder größer eingestiegen. Er ist Besitzer der White Birch Paper Company, Kunstsammler und Verleger.

In seinen Farben – sein Deckname ist White Birch Farm – läuft mit Sistercharlie (Myboycharlie) die zwei Jahre ältere Schwester von Sottsass. Sie hat sich zu einer herausragenden Rennstute in den USA entwickelt, ist Siegerin zweimal in den Diana Stakes (Gr. I), zweimal in den Beverly D Stakes (Gr. I), den Coolmore Jenny Wiley Stakes (Gr. I) und im Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf (Gr. I). Sistercharlie ist der Erstling der Mutter Starlet’s Sister (Galileo), danach kam My Sister Nat (Acclamation), Siegerin im Prix Bertrand de Tarragon (Gr. III) und den Waya Stakes (Gr. III). Dreijährig ist Radiant Child (Charm Spirit), den sich auch schon Peter Brant gesichert hat. Er kostete bei Arqana 400.000 Euro, wurde in die USA exportiert. Ein zweijähriger Hengst mit Namen Parliament hat Fastnet Rock als Vater, David Redvers ersteigerte ihn bei Arqana für 700.000 Euro. Eine Jährlingsstute stammt von Dubawi ab, sie war gerade bei Arqana zu einem Zuschlag von 2,5 Millionen Euro die Salestopperin, wird zukünftig die Farben einer Besitzergemeinschaft aus Bahrain tragen. Von Dubawi ist Starlet’s Sister auch letztes Jahr gedeckt worden.

Diese Stute, die bei vier Starts gerade einmal einen zweiten Platz belegt hatte, ist jetzt schon als echtes Juwel in der Zucht zu bezeichnen. Sie ist rechte Schwester von Leo’s Sister (Galileo), Siegerin im Prix Cléopatre (Gr. III) und Zweite im Prix de Malleret (Gr. II), sowie Halbschwester der Listensiegerin Anabaa’s Creation (Anabaa), Listensiegerin, Zweite in den Clement L. Hirsch Stakes (Gr. I) und Dritte im Prix Saint-Alary (Gr. I). Die nächste Mutter Premiere Creation (Green Tune) war Zweite im Prix Chloé (Gr. III) und Dritte in den Del Mar Oaks (Gr. I).

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Bilder

Sottsass beendet seine Karriere mit dem Sieg im Prix de l'Arc de Triomphe gegen In Swoop. www.galoppfoto.de
In Swoop beim Aufgalopp. www.galoppfoto
Aus dem Archiv: Der "Arc" 1929. Auf dem oberen Bild führt noch Oleander unter Joe Childs, unten der Zieleinlauf, Ortello (Willy Carter) vor Kantar und Oleander, bis zum Sonntag die beste Platzierung eines Schlenderhaners in diesem Rennen.

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