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2018-05-06, Köln, 7. R. - 83. Gerling-Preis

7 83. Gerling-Preis

Gruppe II, 70.000 € (40.000, 15.500, 8.000, 4.000, 2.500).
Für 4-jährige und ältere Pferde.

Gew. 57,0 kg. Siegern seit 1.6.2017 eines Rennens der Gruppe II oder Zweiten oder Dritten eines Rennens der Gruppe I 1 kg, seitdem Siegern eines Rennens der Gruppe I 2 kg mehr.
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QuotenSiegwette 179:10. - Platzwette 66, 30:10. - Zweierwette 961:10. - Dreierwette 4.476:10.

Platz Pferd - Tr.: Trainer, Jo.: Jockey - Bes.: Besitzer, Zü.: Züchter Gewicht/Infos Gewinn Toto
1
Oriental Eagle (GER) 2014
 / b. H. v. Campanologist - Oriental Pearl (Big Shuffle)

Tr.: Jens Hirschberger / Jo.: Lukas Delozier
Formen:
6-1-1-3-8-3-3-9-5-3
57,0 kg 40.000 € 179,0
2
Colomano (GB) 2014
 / b. H. v. Cacique - Codera (Zilzal)

Tr.: Markus Klug / Jo.: Eduardo Pedroza
Formen:
5-3-3-4-13-1-4-1-5-2
58,0 kg 15.500 € 47,0
3
Windstoß (GER) 2014
 / b. H. v. Shirocco - Wellenspiel (Sternkönig)

Tr.: Markus Klug / Jo.: Maxim Pecheur
Formen:
1-4-1-2-0-1-6-1-3-5
59,0 kg 8.000 € 36,0
4
Walsingham (GER) 2014
 / b. H. v. Campanologist - Winterkönigin (Sternkönig)

Tr.: Peter Schiergen / Jo.: Andrasch Starke
Formen:
5-2-1-6-3-1-3
57,0 kg 4.000 € 120,0
5
Veneto (GER) 2013
 / b. H. v. New Approach - Venia Legendi (Zinaad)

Tr.: Andreas Suborics / Jo.: Alexander Pietsch
Formen:
1-1-4-1-8-1-1-10-1-4
57,0 kg 2.500 € 59,0
6
Instigator (GER) 2014
 / b. H. v. Nayef - Imagery (Monsun)

Tr.: Jean-Pierre Carvalho / Jo.: Filip Minarik
Formen:
3-2-5-2-7-1
57,0 kg
Seitenblender
158,0
7
Dschingis Secret (GER) 2013
 / b. H. v. Soldier Hollow - Divya (Platini)

Tr.: Markus Klug / Jo.: Adrie de Vries
Formen:
3-6-1-1-1-5-1-1-9-3
59,0 kg 23,0

Kurzergebnis

ORIENTAL EAGLE (2014), H., v. Campanologist - Oriental Pearl v. Big Shuffle, Zü. u. Bes.: Gestüt Auenquelle, Tr.: Jens Hirschberger, Jo.: Lukas Delozier, GAG: 97 kg, 2. Colomano (Cacique), 3. Windstoß (Shirocco), 4. Walsingham, 5. Veneto, 6. Instigator, 7. Dschingis Secret

Richterspruch

Ka. ¾-H-kK-3½-½-1½

Zeit

2:22,60

Rennanalyse

In den USA sagt der Rennkommentator nicht nur die Positionen der Pferde an, er gibt auch die Zwischenzeiten durch, natürlich final auch die Endzeit. Dort ist so etwas sehr entscheidend und wichtig, natürlich auch vergleichbar, denn die Bodenverhältnisse sind, wenn es gerade regnet, stets ähnlich.

In Europa spielen Zeiten eine deutlich geringere Rolle. Es geht darum, wer gewinnt und die Zeit ist letztendlich marginal. Wenn wir richtig informiert sind, dann führt der deutsche Rennsport nicht einmal eine Liste mit den Rekorden auf den jeweiligen Distanzen. Gelegentlich tauchen in den Rennprogrammen einzelner Bahnen lokale Bestzeiten auf. So gesehen wird es der Umgebung von Oriential Eagle ziemlich egal gewesen sein, dass der Hengst auf der 2400-Meter-Strecke eine fabelhafte Zeit hingelegt hat, die schnellste, die in Deutschland jemals gelaufen wurde.  

Noch am letzten Juli-Sonntag 2017 lief Oriental Eagle in München in einem Rennen für Sieglose. Und konnte nicht gewinnen. Seine Maidenschaft legte er dann mit einem überzeugenden Start-Ziel-Sieg im BBAG-Auktionsrennen in Baden-Baden ab, als klarer Außenseiter und auch in Dortmund im Deutschen St. Leger (Gr. III) kam er zu hoher Quote an den Start. Er war das Pferd mit dem niedrigsten Rating im Rennen, was ihn nicht an einem sicheren Sieg hinderte. Bei seinem letzten Versuch 2017 im Prix Royal Oak (Gr. I) traf er es dann auf fast weicher Bahn doch nicht mehr leicht an. Sein Trainer hat Baden-Baden als nächstes Ziel genannt, ab dem Sommer könnte es dann wieder über Cup-Distanzen gehen.

Als Jährling ist er bei der BBAG für 20.000 Euro zurückgekauft worden. Sein Vater Campanologist (Kingmambo) hat in Deutschland nur drei Jahrgänge hinterlassen. Von den jetzt Vierjährigen haben in Deutschland bislang 16 gewonnen, auf Gruppe-Ebene Langtang und Oriental Eagle, hinzu kommt der Listensieger Walsingham, der im Gerling-Preis nicht hätte besser laufen können.  Zu erwähnen sind zudem der aktuelle Seriensieger Los Campanos, Oriental Khan, Rolando und Pealer in England. Die Jahrgänge 2015 und 2016 sind quantitativ etwas schwächer ausgefallen, aber sein früher Tod ist schon ein Verlust gewesen.

Die mütterliche Linie ist schon einige Jahre in Auenquelle beheimatet. Die Mutter Oriental Pearl war Listensiegerin, hatte bisher u.a. die Listensiegerin und Gr. III-Dritte Oriental Magic (Doyen) und den harten und bewundernswerten Oriental Fox (Lomitas), ein erstklassiger Steher mit vielen guten Siegen und Black Type-Platzierungen auf der Bahn. Im vergangenen Juni hat er mit neun Jahren die Queen Alexandra Stakes über 4100 Meter in Royal Ascot gewonnen. Oriental Eagle ist der letzte Nachkomme seiner Mutter, die Schwester von zehn Siegern ist, darunter die Listensieger Oriental Cure (Cure the Blues) und Orange Touch (Lando) sowie Oriental Flower (Big Shuffle), Mutter des Gr. II-Siegers Oriental Tiger (Tiger Hill). Die vierte Mutter ist Rose Bowl (Habitat) war eine erstklassige Renn- und Zuchtstute, sie gewann u.a. die Champion Stakes (Gr. I), war Mutter von fünf Black Type-Pferden. 

In der Auenqueller Zucht sind aktuell aus der Linie noch zwei Stuten: Oriental World (Platini),  Schwester von Oriental Tiger, Mutter von Oriental Lady (Doyen), die Listensiegerin in Australien war sowie Zweite im Diana-Trial (Gr. II), sowie ihre Tochter Oriental Light (Doyen), bei wenigen Starts platziert gelaufen. Diese hat einen Jährlingshengst von Lord of England und stand in diesem Jahr auf der Liste von Soldier Hollow. Oriental World wurde von Sea the Moon gedeckt. Andreas Suborics trainiert von ihr eine zwei Jahre Tochter von Neatico, sie steht in Ittlinger Besitz. 

Kategorie:
  • Rennen - National

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Bilder

Ganz außen wird gewonnen: Oriental Eagle holt sich Start-Ziel den 83. Gerling-Preis. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning
Lukas Delozier nach dem ersten Gruppe-Sieg seiner Karriere auf Oriental Eagle. www.galoppsport.de - Sandra Scherning
Lukas Delozier nach dem ersten Gruppe-Sieg seiner Karriere auf Oriental Eagle. www.galoppsport.de - Sandra Scherning
Faszinierendes Sportfoto beim Sieg von Oriental Eagle (im Vordergrund), den Lukas Delozier ganz nach außen gesteuert hatte und eine ¾ Länge vor den Konkurrenten Colomano und Windstoß, die an den Innenrails fightete, im Ziel war. www.klatuso.com - Klaus-Jörg Tuchel
Küsschen für den Sieger Oriental Eagle von Lukas Delozier, der den ersten Gruppesieg seiner Karriere feierte. Foto: Usula Stüwe-Schmitz

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