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2010-08-15, Köln, 7. R. - Rheinland-Pokal

7 Rheinland-Pokal

Gruppe I, 155.000 € (100.000, 33.000, 15.000, 7.000).
Für 3-jährige und ältere Pferde.

Nenngelder 3.100 € Einsatz (650, 700, 800, 950).

Ehrenpreis dem Besitzer, Trainer und Reiter des Siegers.
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QuotenSiegwette 30:10. - Platzwette 19, 22:10. - Zweierwette 158:10. - Dreierwette 300:10.

Platz Pferd - Tr.: Trainer, Jo.: Jockey - Bes.: Besitzer, Zü.: Züchter Gewicht/Infos Gewinn Toto
1
Campanologist (USA) 2005
 / b. H. v. Kingmambo - Ring Of Music (Sadler's Wells)

Tr.: Saeed bin Suroor / Jo.: Adrie de Vries
Formen:
1-3-4-9-1-9-2-3-1-2
60,0 kg 100.000 € 30,0
2
Appel Au Maitre (FR) 2004
 / F. H. v. Starborough - Rotina (Crystal Glitters)

Tr.: Wido Neuroth / Jo.: Fredrik Johansson
Formen:
3-1-3-2-3-1-1-1-6-1
60,0 kg 33.000 € 54,0
3
Zazou (GER) 2007
 / b. H. v. Shamardal - Zaza Top (Lomitas)

Tr.: Mario Hofer / Jo.: Terence Hellier
Formen:
2-1-6-1-3-1-4-1-3
7,0 kg 15.000 € 20,0
4
Quijano (GER) 2002
 / F. W. v. Acatenango - Quila (Unfuwain)

Tr.: Peter Schiergen / Jo.: Andrasch Starke
Formen:
3-4-12-7-3-8-2-6-3-1
60,0 kg 7.000 € 56,0
5
Lyssio (GER) 2007
 / b. W. v. Motivator - Lysuna (Monsun)

Tr.: Peter Schiergen / Jo.: Eduardo Pedroza
Formen:
8-6-1-1
55,5 kg 89,0

Kurzergebnis

CAMPANOLOGIST (2005), H., v. Kingmambo - Ring of Music v. Sadler's Wells, Bes.: Godolphin, Zü.: Darley, Tr.: Saeed Bin Suroor, Jo.: Adrie de Vries, GAG: 99 kg 2. Appel Au Maitre (Starborough), 3. Zazou (Shamardal), 4. Quijano, 5. Lyssio.

Richterspruch

Le. 3½-kK-4-8

Zeit

2:40,81

Zusatzinformationen

Nichtstarter: Titurel, Wiener Walzer.

Rennanalyse

Und dieses war sein zweiter Streich. Godolphins Campanologist war auch beim zweiten Auftritt in Deutschland nicht zu stoppen. Nach seinem Sieg im Großen Preis von Lotto Hamburg legte der Fünfjährige nun in Köln noch einmal nach. Wie auf dem Horner Moor, wo im Prinzip alles nur abholbereit für Wiener Walzer schien, hatte sein jüngster Sieg wieder etwas leicht Überraschendes. Denn im Weidenpescher Park hatte es schon vor Beginn der Rennen angefangen zu regnen, sogar ziemlich heftig. Das Gerücht, dass Campanologist bei solchen Voraussetzungen gar nicht gesattelt werden würde, war längst rund. Daraus war zu schließen, dass ihm derartige Voraussetzungen weniger liegen dürften. Aufgrund der zu erwartenden Bodenverhältnisse waren am Morgen bereits Mitfavorit Wiener Walzer und der Außenseiter Titurel von ihren Trainern aus dem Rheinland-Pokal herausgenommen worden. Doch weder Wetter noch Boden vermochten Campanologist zu bremsen. Auch seinen zweiten Auftritt in Deutschland wusste er erfolgreich zu gestalten. Zweimal Gruppe-I-Treffer binnen kürzester Zeit zu landen hatte in den vergangenen Jahren nur die englische Schimmelstute Albanova geschafft. Am Ende waren es sogar noch drei geworden. Wie sich Campanologists Erfolgsstory fortentwickelt, weiß man zurzeit natürlich kaum schon. Sowohl der Große Preis von Baden als auch der Preis von Europa stehen u. a. noch auf seiner Agenda. Kölns erster diesjähriger Gruppe-I-Event bereitete ihm jedenfalls keinerlei Probleme. Trotz Unmengen von Wasser von allen Seiten schien alles längst in trockenen Tüchern, als dem lange gut gehenden dreijährigen Zazou der Weg schlicht zu weit wurde und seine Gefährlichkeit im selben Moment erloschen war. Nur dadurch gelang es dem Pacemaker Norweger Appel Au Maitre noch einmal zurück ins Rennen zu kommen und Zazou am Ende den zweiten Platz zu nehmen. Wenn auch nur mit einem kurzen Kopf. Unterdessen galoppierte Campanologist bereits aus.

Trainer Saeed bin Suroor zeigte sich leicht erstaunt darüber, dass alles so ohne jede Aufregung abgelaufen war. Der Mann aus Newmarket hatte dafür jedoch vorher umso mehr Stress gehabt. Sein Stalljockey Lanfranco Dettori, der bereits in Hamburg der Siegreiter gewesen und auch in Köln als Jockey angegeben war, saß nämlich zur Startzeit des Rennens noch in jenem Taxi, welches ihn vom Düsseldorfer Flughafen nach Köln bringen sollte. Ein Stau, durch einen Unfall verursacht, in den er gottlob nicht verwickelt war, hielt ihn irgendwo zwischen Mettmann und Hilden auf der Autobahn fest. Also Ende einer Dienstfahrt, noch ehe der Dienst begonnen hatte. Die personelle Alternative hieß Adrie de Vries. Er ritt ohne Fehl und Tadel, und ein dickes Lob von Trainer Saeed bin Suroor gab es am Ende für den „Fliegenden Holländer“ obendrein noch. 

Wie sämtliche Vollblüter von Godolphin ist selbstverständlich auch Campanologist glänzend gezogen. Bevor man mit ihm die Goldmine Deutschland entdeckte, hatte er seinen Namen schon in den Siegerlisten vor allem der King Edward VII Stakes, der totepool Winter Hill Stakes sowie von „Dubai City Of Gold“ verewigt. Sein Vater Kingmambo ist als Mr Prospector-Sohn der Ausnahmestute Miesque fast schon mehr als absolut herausragend gezogen. Stellvertretend für seine bereits zahlreichen und nicht aus der Art geschlagenen Nachkommen nennen wir insbesondere King’s Best, einen Sohn der Schlenderhaner Ausnahmestute Allegretta. Darüber hinaus begegnet uns Kingmambo als Vater von Walzerkoenigin, der Mutter keines Geringeren als Wiener Walzer, während Campanologist Mutter Ring of Music eine Tochter des Stempelhengstes Sadler’s Wells ist und mithin stark von Northern Dancer geprägt ist. Ein intensiverer Blick auf Campanologists Pedigree entdeckt in der vierten Generation zweimal die die Forli-Tochter Special. Sie ist einerseits die Mutter von Nureyev, also dem Vater von Miesque. Und außerdem von Fairy Bridge, die wiederum Mutter von Sadler’s Wells ist.

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Kategorie:
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Bilder

Kistenritt der besonderen Art - Adrie de Vries reitet für Frankie Dettori und gewinnt mit Campanologist den Rheinland-Pokal, erster Gratulant ist Trainer Saeed bin Suroor. www.galoppfoto.de

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