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2010-05-16, Longchamp, 5. R. - Poule d'Essai des Poulains

5 Poule d'Essai des Poulains

Gruppe I, 450.000 €
3j. Hengste

Französiche 2000 Guineas
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Quoten97:10

Platz Pferd - Tr.: Trainer, Jo.: Jockey - Bes.: Besitzer, Zü.: Züchter Gewicht/Infos Gewinn Toto
1
Lope de Vega (IRE) 2007
 / F. H. v. Shamardal - Lady Vettori (Vettori)

Tr.: Andre Fabre / Jo.: Maxime Guyon
266.300 € 97,0
6
Zazou (GER) 2007
 / b. H. v. Shamardal - Zaza Top (Lomitas)

Tr.: Mario Hofer / Jo.: Olivier Peslier

Kurzergebnis

1. Lope de Vaga (2007), H. v. Shamardal - Lady Vettori v. Vettori, Bes.: Gestüt Ammerland, Zü.: Gestüt Ammerland, Tr.: A Fabre, Jo.: Maxime Guyon, 2. Dick Turpin (Arakan), 3. Shamalgan (Footstepsinthesand), 4. Buzzword, 5.Meezaan, 6. Zazou, 7. Boltcity, 8. Poet’s Voice, 9. Siyouni, 10. Rajsaman, 11. Mon Cadeaux, 12. Forum Magnum, 13. Mata Keranjang, 14. Aldovrandi, 15. Classic Colori

Richterspruch

1/2 - 1 1/2 - 2 1/2 - K - N

Zeit

1:36,10

Rennanalyse

Selbst in den großen Jahren waren 500.000 € für eine acht Jahre alte Mutterstute schon ein stolzer Preis. Im Dezember 2005 zahlte Crispin de Moubray diesen damaligen Auktions-Höchstpreis in Deauville im Auftrag des Gestüts Ammerland für Lady Vettori, eine zweijährig fünfmal in Frankreich erfolgreiche Stute, Siegerin u.a. im Prix du Calvados (Gr. III). Sie ist gut, aber nicht überragend gezogen. Ihr Vater Vettori war ein solider Vererber, er ist vor einigen Jahren von Frankreich aus nach Südamerika verkauft worden. Die Mutter ist nicht gelaufen, neben Lady Vettori hat sie eine listenplatzierte Stute gebracht. Auch sonst wimmelt es in der Familie (siehe Pedigree der Woche) nicht unbedingt von bekannten Namen. 

Zum Zeitpunkt ihres Ankaufs war Lady Vettori in der Zucht kaum zu beurteilen. Gewonnen hatte 2005 Flower Bowl (Anabaa), ihr Erstling, ein kleines Rennen auf der französischen Provinzbahn in Viz-Fezensac. Die 2004 zur Welt gekommene Bal de la Rose (Cadeaux Genereux) sollte zumindest vier Rennen gewinnen, darunter den Prix Andre Babouin (Gr. III), doch davon wusste man damals noch nichts.  Es folgte Leap Ahead (Desert Prince), wie Bal de la Rose gezogen von dem in Monaco lebenden Niederländer Berend van Dalfsen, drei Rennen hat er bis heute gewonnen. Als Lady Vettori erworben wurde, war sie tragend von Montjeu, heraus kam Le Roc, der für Ammerland in Frankreich ein Rennen gewonnen hat, mehr nicht, er wurde verkauft, seine Welt sind derzeit Handicaps. Lope de Vega ist somit ein echter Rausreißer, ein großer Erfolg für das Gestüt Ammerland und die deutsche Vollblutzucht. Die Mutter hat mit Lavande Violet eine zwei Jahre alte Tochter von Hurricane Run, die ebenfalls bei Andre Fabre steht, ein Hengst von Monsun ist im Jährlingsalter. 2009 wurde sie nicht gedeckt, ist aber vor einigen Tagen tragend von Shamardal aus Irland nach Bayern zurückgekehrt. Eine Paarung, die sich nach der schon guten Zweijährigen-Saison von Lope de Vega angeboten hatte.

Es war der erste klassische Sieger für Shamardal, aus dessen erstem europäischen Jahrgang er stammt. In den letzten Wochen stand er etwas im Schatten des ebenfalls für Darley tätigen Dubawi, beide gehören zweifellos zum Interessantesten, was die europäische Hengstszene im Moment zu bieten hat. Lope de Vega wird auf den Spuren seines Vaters wandeln, der 2005 nach der Poule d'Essai des Poulains später auch den Prix du Jockey-Club (Gr. I), im Übrigen gegen den Ammerländer Hurricane Run, gewinnen konnte (deshalb hegte Dietrich von Boetticher immer eine gewisse Sympathie für Shamardal). In Chantilly werden aber 2100 Meter gefordert und Jockey Maxime Guyon äußerte nach dem Sieg am Sonntag leise Zweifel am Stehvermögen seines Hengstes. Nach der Abstammung könnte es eng werden, aber wie Lope de Vega mit einer schlechten, äußeren Startnummer in Longchamp gewann, könnte auch die weitere Distanz im Bereich des Möglichen liegen.

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