Island FallsIsland FallsRussian SouffleRussian Souffle

Kein uninteressantes Wochenende und den Auftakt dazu macht Island Falls gleich im ersten Rennen mit dem schönen Titel „Herzlich Willkommen auf der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz“ Die Golden Horn-Tochter kam vor einigen Monaten aus Frankreich zu uns und war anfangs eine ziemlich hektische Nudel aber mittlerweile hat sie sich ganz gut eingekriegt, auch wenn sie sich in der Arbeit immer recht eifrig zeigt. Das Rennen für vierjährig Sieglose in Hamburg fiel mit nur einer Nennung, nämlich der von Island Falls, aus und so gibt sie nun in Dresden ihr Deutschland-Debüt. Die Stute trifft auf ein paar gute Gegner und mal sehen, wie sie sich nach der Pause schlägt.

 

Großer bwin Sommerpreis ist das Ziel von Russian Souffle. Die Stute hatte zuletzt so ihre Mühe mit der Leipziger Kursführung aber die großzügigere Linie in Dresden sollte ihr auf jeden Fall mehr liegen. Sie ist ausgesprochen gut auf dem Posten und eine erste Listenplatzierung sollte nicht aus der Welt sein.


Die ganz große Freude am gestrigen Sonntag hatte mal nichts mit den eigenen Startern zu tun – es war Sisfahan's Sieg im IDEE 152. Deutsches Derby. Irgendwann wird die Verbindung nur noch in homöopathischer Dosis vorhanden sein aber jetzt ist das Bild eines Isfahans als frisch geborenes Fohlen, späterer Winterkönig und Derby-Sieger 2016 sehr präsent und wenn nun einer seiner Söhne ebenfalls als Derby-Sieger in die Geschichte des deutschen Rennsports eingeht, dann freut das so einen kleinen Züchter wie uns ganz ungemein. Und die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende denn Isfahan's Schwestern haben ebenfalls schon Nachwuchs von Lord of England oder sind tragend von diesem. Es bleibt lebendig!


Kingstar muss die Vorschau gelesen haben und wollte wohl doch noch kein Reitpferd werden. Der Wallach zeigte das erste Mal wieder Kampfgeist und fast wäre das sogar noch mit einem Sieg belohnt worden aber auch mit dem zweiten Platz sind wir schon sehr zufrieden.


Für Nizami lief es nicht ganz so optimal. Der Hengst legte im Rennen die Zunge über das Gebiß und war dadurch beim Atmen gehandicapt.


Nicht alle Menschen haben schöne Füße und auch bei Pferden gibt es genug davon. Einer ist Sir Vulcano und keiner am Stall braucht so viel Hinwendung vom Schmied wie er. Seit Kurzem trägt er geklebte Eisen aber der Sir schaffte es auf dem Transport von Gütersloh nach Hamburg sich selbst von diesen zu befreien. So musste er auf die Schnelle normal beschlagen werden aber das hielt leider nicht lange und der Hengst kam vorne barfuß aus dem Rennen zurück. Hinten ein Eisen zu verlieren ist nicht ganz so schlimm aber vorne kann das unangenehm werden. Es war natürlich von Hause aus keine leichte Aufgabe aber ein paar Plätze weiter vorne hätte der Sir schon landen können.


Nachdem Danelo, dem große Hoffnungen gelten, in Köln so unerklärlich schwach lief, war man schon fast unsicher was das Abschneiden gestern in Hamburg betraf. Aber der Hengst räumte sehr nachdrücklich mit allen Zweifeln auf und sicherte sich mit diesem Agl. II den dritten Sieg seiner noch recht jungen Karriere. Die Art und Weise gegen seine älteren Kollegen machte Eindruck und demnächst könnte es für ihn auch schon eine Stufe höher gehen.


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Es waren nicht viele Leute vor Ort aber als der Sieger vom achten Rennen Richtung Waage zurückgaloppierte, wurde so heftig applaudiert, dass man fast glauben konnte, die Bahn ist voll – Majestic Colt und Eddie Pedroza waren die Helden, die eine scheinbar schon verlorene Partie mit viel Herz und Kampfgeist kurz vor dem Pfosten noch drehen konnten. Majestic genoß danach sichtlich die Aufmerksamkeit der Fotografen und hielt im Absattelring seinen Kopf in jede Richtung aus der es klickte. Gut 520kg verteilt auf vier ziemlich kurzen Beinen, die beim Beschleunigen rattern wie eine Nähmaschine – man mag gar nicht glauben, wie schnell der Hengst mit diesem massigen Körper werden kann aber wie man sieht, es funktioniert. Das war bereits der neunte Sieg seiner Karriere und der Clodovil-Sohn macht nicht den Eindruck als wäre das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

Waldersee lief erneut ein starkes Rennen aber für ihn hätte die Bahn einen Tick schneller sein dürfen.


Umsonst hat Eddie Pedroza sein Reitgeld auf New Eagle nicht bekommen. Aus der Maschine raus musste er den noch sehr grünen Hengst ordentlich unterstützen und es wird wahrscheinlich schon den ein oder anderen Moment gegeben haben, in dem sich dieser gefragt hat, was es Eddie eigentlich so eilig hat. Aber der Adlerflug-Sohn zeigte Moral und ließ sich bis zum Zielpfosten bereitwillig drücken und konnte sich noch das letzte Platzgeld schnappen. Beim nächsten Mal geht das bestimmt schon leichter.


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KingstarKingstarNizamiNizami
Sir VulcanoSir VulcanoDaneloDanelo

Morgen ist mal wieder einer jener Renntage an dem alles oder nichts passieren kann. Für Team Valors Kingstar, der sein Glück im Preis der Hamburg Messe und Congress GmbH versucht, könnte es eventuell einer der letzten Starts sein. Es scheint, der Wallach ist nicht mehr davon zu überzeugen, dass Rennen laufen Berufung sein kann und wenn sich weiterhin abzeichnet, dass der King kein Star sein möchte, werden wir einen schönen Platz für ihn suchen.


Der Herr Müller – Darius Racings Nizami – läuft nie schlecht aber der letzte Kick um zu gewinnen, fehlte bisher leider immer und so ist der New Approach-Sohn auch nach fünf Starts noch sieglos. Es spricht allerdings nichts dagegen, dass er das im Hapag Lloyd-Rennen - BBAG Steher-Auktionsrennen nicht ändern könnte.


In Zeiten wie diesen – und damit sind nicht nur die Einschränkungen seit Corona gemeint – kann man es jemanden nicht hoch genug anrechnen, wenn er nun bereits zum elften Mal (!) das Deutsche Derby sponsert. Wenn sich dann morgen die Boxentüren zum IDEE 152. Deutsches Derby öffnen, müsste Albert Darboven eigentlich der rote Teppich ausgerollt werden. Und es wäre ihm mehr als vergönnt gewesen, hätte er morgen einen der Mitfavoriten am Start aber ohne Sir Vulcano etwas wegnehmen zu wollen – der Rennverlauf müsste super optimal sein und Jozef Bojko über sich hinauswachsen um sich einen der vorderen Plätze zu erkämpfen. Aber wer weiß, die Hoffnung stirbt zuletzt und gäbe es nicht auch dieses unvorhergesehene und vollkommen unerwartete Glück mit Pferden, hätten viele Leute vielleicht schon gar keine mehr. Schon allein für Albert Darboven wünschen wir uns, dass der Hengst genau morgen seinem Namen Ehre machen will.


Danelo blieb bei seinem letzten Laufen unerklärlich blass und im Preis der Deutschen Afrika Linien / John T. Essberger gilt es, diese Form zu korrigieren.


Auch wenn mit dem Derby-Meeting schon die zweite Saisonhälfte eingeläutet wird, gibt es immer noch einige Dreijährige am Stall, die noch gar nicht am Start waren. So auch der von Dr. Christoph Berglar gezogene New Eagle, welcher im Nerone-Rennen sein Debüt gibt. Der Adlerflug-Sohn war lange Zeit recht verträumt unterwegs, dann packte es ihn plötzlich und er wurde ein rechter Rabauke aber mit der Mehrarbeit kriegte er sich auch schnell wieder ein. Vor ein paar Wochen konnte man dann sehen, dass der Hengst langsam den Schalter umlegt und nun ist er soweit den nächsten Schritt anzugehen. Dass er morgen gleich beim ersten Start seinem Namen alle Ehre macht, können wir uns nicht vorstellen aber den nötigen Schliff wird er sich auf jeden Fall holen.


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Majestic ColtMajestic ColtWalderseeWaldersee

Grosser Preis von LOTTO Hamburg – das gemeinsame Ziel von Waldi und dem Dicken, wie Waldersee und Majestic Colt von ihrem Trainer genannt werden. Das erste Mal trafen diese so unterschiedlichen Kontrahenten in der Silbernen Peitsche aufeinander und besser hätte es nicht laufen können. Wobei Hans Bierkämper als Besitzer von Waldersee den Einlauf verständlicherweise in umgekehrter Reihenfolge bevorzugt hätte. Wird der Boden morgen nicht allzu weich, sind wir sehr gespannt, wie „das Duell“ der Beiden dieses Mal ausgeht denn Waldersee hat sich seit dem letzten Start nicht unerheblich verbessert. Majestic Colt, mit Höchstgewicht unterwegs, ist unverändert in sehr guter Verfassung und hat die kleine Verschnaufpause seit Köln für sich genutzt.