Axana mit Pia KüppersAxana mit Pia KüppersMajestic Colt mit Rama VeseljiMajestic Colt mit Rama Veselji

haben Ravensberg verlassen. Axana reiste bereits im September Richtung Frankreich, wo sie auf Haras Etreham die Zeit bis zur Mutterstuten-Auktion in Deauville verbringt. Axana hatte sich bei ihrem letzten Start im August leider einen Gleichbeinbruch zugezogen, was an sich relativ harmlos wäre aber für diese Saison wäre die Zeit davon gelaufen und nächstes Jahr sollte sie eh nicht mehr an den Start kommen. Nach einem Listensieg zweijährig sicherte sich Barry Irwin die Soldier Hollow-Tochter für Team Valor, später wurde auch noch Cayton Park Stud als Mitbesitzer ins Boot geholt. Obwohl das ein oder andere gesundheitliche Problem immer wieder für längere Pausen sorgte, konnte die anspruchsvolle Stute jedes Mal wieder nahtlos an alte Form anknüpfen. Neben ihrem zweiten Platz in den 1000 Guineas 2019, zählt der Sieg in den Novibet Chartwell Fillies' Stakes im englischen Lingfield dieses Jahr im Mai zu ihren besten Leistungen und mit einem GAG von 93kg beendet sie nun ihre Karriere, die von so vielen glücklichen aber eben auch unglücklichen Momenten begleitet war. Axana hat es einem nie leicht gemacht und wollte man mit ihr auskommen, musste man sich auch wirklich mit ihr auseinandersetzen aber gerade das machte sie eben auch besonders und ihre Anwesenheit fehlt nicht nur ihrer Betreuerin Pia Küppers.


Auch für Majestic Colt ist die Zeit nach fünf Jahren auf Ravensberg zu Ende. Nach seinem Ehrenplatz in der Goldenen Peitsche war er leider lahm und eine Untersuchung ergab, dass ihm erneut ein Chip entfernt werden müsste. Die Chancen, den Dicken in seinem Alter nach der erforderlichen Pause nochmal zu alter Klasse zu bringen stehen 50:50 und nach Rücksprache mit seinem Züchter und Besitzer Jaber Abdullah wurde beschlossen, den Hengst bei Tattersalls anzubieten um vielleicht einen Platz auf einem kleineren Gestüt als Deckhengst für ihn zu finden. Wie auch Axana ist Majestic Colt eine echte Persönlichkeit und wenn man mal davon absieht, dass er wahrscheinlich mehr Oberarme und Finger im Maul hatte als jeder andere Kollege am Stall und er seinem Betreuer Rama Veselji mehr als nur eine Narbe hinterläßt, hat die Arbeit mit ihm immer Spaß gemacht. 17 Starts, 9 Siege, nicht einmal außerhalb der Geldränge und ein GAG von 94kg – eine beeindruckende Bilanz und sie spricht dafür, dass der Clodovil-Sohn stets mit viel Herz und Kampfgeist bei der Sache war. Wir hoffen, der Plan geht auf und Majestic kann einigen Nachkommen seinen starken Charakter und sein Können weitergeben.


Das war nochmal ein schöner Renntag in Hannover und mit den Ergebnissen kann man gut leben.


Gamine zeigte sich für ihre Verhältnisse im Vorfeld direkt wie eine Zuckerpuppe und auch im Rennen machte sie bereitwillig mit. Mit dem dritten Platz hinter einer bereits erfahrenen Kollegin und der Schwester eines Gruppesiegers sind wir sehr zufrieden. Pfingstblüte ließ sich als Fünfte ebenfalls nicht lumpen, wurde zum Schluss nur etwas müde.


Der Debütant Lafarhho hatte unterwegs ein tolles Rennen um richtig was zu lernen. Den entscheidenden Satz im Einlauf verpasste er aufgrund seiner Unerfahrenheit aber wie er doch noch versuchte, Strecke wettzumachen, sah schon gut aus. Für nächstes Jahr ein sehr vielversprechendes Pferd.


Von einem Irrglauben können wir uns schon mal verabschieden - J.-P.J.Dubois muss nicht auf dem Sulky sitzen damit seine Pferde gewinnen denn bei Parnac's Listensieg war er dieses Mal wirklich live vor dem Fernseher dabei. Ein toller Erfolg für seine Zucht und natürlich für die Stute, die mit diesem Sieg gezeigt hat, dass man sich nicht in ihr getäuscht hat. Sie wird jetzt im warmen Südfrankreich überwintern und sich kommende Saison den nächsten Aufgaben widmen.


Einen spannenden Endkampf lieferten sich Danelo und Sea of Marengo aber Danelo fehlte auf der weichen Bahn letztendlich einfach der Grip unter den Hufen und kam so trotz großem Einsatz nicht an seinem Bezwinger vorbei. Alles in allem aber eine gute Vorstellung.


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Schon früh blinkte Manganelli als Favorit und auf Twitter gab es sogar vor dem Rennen auch eine sehr detaillierte Analyse, warum Manganelli in Lyon „das Ding des Tages“ wäre. Ob es für die Wetter wirklich das Ding des Tages war, wissen wir nicht aber für uns war es das natürlich definitiv. So eine weite Reise mit einem Pferd, bei dem man sich nicht sicher sein kann, ob ihm wirklich nur das Hengst sein oder vielleicht doch auch der Kopf am schnell laufen hindert und der aus einer längeren Pause kommt, ist schon ein Risiko aber der Trainer war sich ziemlich sicher, dass Manganelli dieses Mal umsetzt, was er zu Hause zeigt. Schön, dass es geklappt hat und sich der Aufwand gelohnt hat. weiterlesen »

GamineGaminePfingstblütePfingstblüte
LafarhhoLafarhhoParnacParnac
DaneloDanelo 

Morgen geht es Schlag auf Schlag – fünf Starter mit vier Mann Personal und um 13.20Uhr ist der letzte Renntag in Hannover für uns auch schon wieder vorbei.


Wie in den Vorschauen schon öfters geschrieben, stellte Axana mit ihrer exaltierten Art fast die Primadonna assoluta Maria Callas in den Schatten und wie ihre Betreuerin Pia Küppers all die Zeit über so geduldig mit ihr blieb, ist uns heute noch ein Rätsel. Aber es ist nicht so, dass Pia nach deren Abgang jetzt ein leichteres Leben hätte denn mit der Schlenderhanerin Gamine hat sie gleich wieder eine Anwärterin, die in Axana's Fußstapfen treten will. Die Adlerflug-Tochter bringt ebenfalls alles mit, was einen tagtäglich immer wieder auf die Probe stellt und googelt man „Gamine“ kommt folgende Erklärung „Eine Gamine ist eine schlanke, oft jungenhafte, elegante junge Frau, die boshaft, neckend oder sexuell anziehend ist oder als solche wahrgenommen wird“. Da hat jemand bei der Namenswahl Weitblick bewiesen. Eben jene Gamine wird nun morgen im Sea The Moon-Rennen ihr Debüt bestreiten und es gibt zwei Möglichkeiten, entweder sie ist lammfromm weil sehr beeindruckt oder sie mischt den Führring richtig auf. Was ihre Chancen betrifft, kann man nur raten und es wird darauf ankommen, wie die Stute das alles um sich rum so findet. Ebenfalls das erste Mal am Start sehen wir im gleichen Rennen Gestüt Ravensbergs Pfingstblüte und wie der Name des Besitzers schon vermuten lässt, ist die Protectionist-Tochter auch ein echt Ravensberger Gewächs. Einmal Fohlenmutter Frau Habenstein, immer Fohlenmutter Frau Habenstein und so kriegt Pfingstblüte auch heute noch jeden Nachmittag frisches Gras oder Karotten von ihr zugesteckt. Von ihren Geschwistern gefällt uns Pfingstblüte bis jetzt am Besten und wenn sie die nötige Erfahrung gesammelt hat, wird sie auch nicht lange sieglos bleiben.


Im Preis der BBAG Christmas Online Sale gibt es mit Gestüt Haus Ittlingens Lafarhho gleich noch einen, der das erste Mal Seide trägt. Jedes Pferd, das neu an den Stall kommt, wird von den Mitarbeitern natürlich in Augenschein genommen und bei dem ein oder anderen setzt ein regelrechter Run ein, wer ihn zukünftig an die Lottafel gesteckt kriegt. Bei Lafarhho war Hana Hypsmanova am schnellsten und lässt sich seitdem von diesem attraktiven Kerl um den kleinen Finger wickeln. Aber er sieht nicht nur gut aus, er hat auch Talent, von diesem Ich-bin-ein-toller-Hecht-Selbstvertrauen einiger seiner Kollegen könnte er sich allerdings etwas abschauen. Gut möglich, dass ihm das morgen vielleicht noch fehlt und er sehr große Augen machen wird.


Da J.-P.J.Dubois bis jetzt alle Siege seiner Pferde verpasste weil er auf dem Sulky saß, hoffen wir, dass er auch morgen beim Großer Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung, in dem Parnac an den Ablauf kommt, wieder seine Runden dreht. Das Rennen ist sehr interessant besetzt und einige der Stuten geben sich nicht viel, so dass auch nur die Tagesform entscheidend sein kann, welche der Ladies im Ziel die Nase vorn hat. Parnac zeigt sich nach ihrem Start in Mülheim gefördert und es spricht nichts dagegen, dass sie erneut eine gute Figur macht.


Für den Ittlinger Danelo hingen die Trauben zuletzt in Dresden noch etwas hoch aber im Preis des Gestüts Paschberg könnte er mit diesem Gewicht erneut eine prominente Rolle spielen. Wir hoffen nur, dass der Boden für ihn nicht schon zu weich ist.


Auf die weite Reise nach Lyon-La-Soie haben sich Anett Keller und Kiki Trybuhl gemacht. Im Gepäck den Ex-Schlenderhaner Manganelli, der dort im Prix de l'Essor erstmalig in den Farben seines neuen Besitzer UNIA Racing antritt. Werner Krüger hat eine Schwäche für Rothaarige – wenn sie vier Beine haben - und da ist der attraktive Fuchs wie für ihn gemacht. Der Tertullian-Sohn wurde nach seinem letzten Start gelegt und heute werden wir sehen, ob die Maßnahme Wirkung zeigt. Gearbeitet hat er jedenfalls wie die Feuerwehr und präsentiert sich auch sonst sehr überzeugend.


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War Maraseem vor seinem Debüt noch recht nervös, wirkte er dieses Mal schon abgeklärter und im Rennen zeigte er dann auch die erwartete Verbesserung. Sein Boxennachbar Peace Warrior ließ sich von der ungewohnten Kulisse nicht beeindrucken und war entspannt wie immer. Unterwegs machte er noch einen etwas unbedarften Eindruck aber er sollte was gelernt haben und so nächstes Jahr einen guten Einstand haben.


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