Der Preis der Diana wird seit 1857 ausgetragen und ist somit zwölf Jahre älter als das Deutsche Derby. In diesem klassischen Rennen laufen ausschließlich dreijährige Stuten. Die Distanz führt über 2200 m und mit einem Preisgeld von 500.000 Euro ist es das zweithöchstdotierte Rennen in Deutschland. Seit 2001 hat es den Status eines Gruppe I-Rennens der höchsten internationalen Rennkategorie. Die erste Diana wurde 1857 in Berlin-Tempelhof gelaufen, danach haben die Austragungsorte mehrmals gewechselt. Seit 2006 wird das "Stuten-Derby", wie das Rennen auch genannt wird, in Düsseldorf gelaufen.
Gestüt Fährhofs Soreango gewinnt den 168. Henkel-Preis der Diana
Trainer Andreas Wöhler und sein Team können schon wieder feiern: Gut einen Monat nach dem Erfolg im IDEE 157. Deutschen Derby (Gr.I) mit Dardanos hat die von ihm trainierte Soreanga das wichtigste Rennen für Stuten in Deutschland gewonnen - den 168. Henkel Preis der Diana - German Oaks. Die Gruppe I-Prüfung über 2.200m in Düsseldorf, die nur dreijährigen Stuten offensteht, ist mit einer 500.000 Euro dotiert. Das Derby-Diana Doppel in einem Jahr hat der auf dem Gestüt Ravensberg bei Gütersloh aktive Trainer bereits einmal 2016 mit Isfahan und Serienholde geschafft.
Der Kommentar von Jockey Eduardo Pedroza, der wenige Tage nach seinem 52. Geburtstag seinen fünften Sieg in diesem Klassiker feierte, „mit der Startbox fünf hatte ich eine ideale Ausgangsposition und war schon in der ersten Kurve da, wo ich sein wollte.“ Am Ende war es eine klare Angelegenheit für die Mitfavoritin, die dem zwischen Bremen und Hamburg gelegenen Gestüt Fährhof gehört. Soreanga stammt von dem französischen Spitzenhengst Siyouni ab, die Mutter ist Saltita, eine Tochter von Galileo, der zu den erfolgreichsten Deckhengsten der Welt zählt .„Dafür macht man es, ein sehr emotionaler Moment“, freute sich Gestütschef Andreas Jacobs. Der letzte Erfolg der renommierten Zuchtstätte in der „Diana“ liegt schon Ewigkeiten zurück, das war 1994 mit Risen Raven, als das Rennen noch in Mülheim ausgetragen wurde. Das war noch in den Zeiten von Walther J. Jacobs, Großvater von Andreas, Unternehmer in der Kaffeebranche, legendärer Besitzer und Züchter im Galopprennsport und Gründer des Gestüt Fährhofs.
Fakten und Zahlen zum Preis der Diana, Gr. I
- Wird seit 1857 ausgetragen und ist somit zwölf Jahre älter als das Deutsche Derby
- Klassisches Gr.I-Rennen In Düsseldorf für dreijährige Stuten über 2200 m - mit 500.000 Euro das zweithöchstdotierte Rennen in Deutschland
- Ist seit 2001 als Gruppe I-Rennen der höchsten internationalen Rennkategorie eingestuft
- Die Distanzen wurden mehrfach angeglichen: Bis 1972 führte das Rennen über 2.000 Meter, in den Jahren 1973 bis 1975 über 2.100 Meter, seit 1977 beträgt die Strecke 2.200 Meter.
- Die Austragungsorte haben mehrfach gewechselt: In den ersten zehn Jahren - von 1857 bis 1867 - wurde das Rennen in Berlin-Tempelhof gelaufen, danach war es von 1868 bis 1917 in Berlin-Hoppegarten, wechselt für die Jahre 1918 bis 1922 nach Berlin-Grunewald und kehrte für den Zeitraum von1923 bis 1944 wieder nach Hoppegarten zurück. In den Kriegsjahren 1945 und 1946 fiel das Rennen aus.1947 wurde das Rennen zum ersten Mal in Düsseldorf ausgetragen. Danach wurde Mülheim von 1948 bis 2003 die Heimat dieses Rennens. In den Jahren 2004 und 2005 wurde es in Hamburg gelaufen. Seit 2006 ist Düsseldorf der Austragungsort dieses Rennens, das seitdem von dem Unternehmen Henkel gesponsort wird.
Der Preis der Diana wird einen Monat nach dem Derby gelaufen, bisher gelang es mit Nereide, Schwarzgold, Asterblüte und Lustige vier Derbysiegerinnen nach dem Erfolg in Hamburg auch das "Stuten-Derby" zu gewinnen, wie der Preis der Diana auch genannt wird.
Erfolgreichste Trainer im Preis der Diana
An Heinz Jentzsch, der mit 11 Siegen - angefangen mit Brisanz 1962 über Sabera 1964, Indra 1965, Schönbrunn 1969, Idrissa 1975, Leticia 1980, Slenderella 1984, Padang 1985, Comprida 1986, Longa 1992 bis zu Risen Raven 1994 - die Statistik der gewinnreichsten Trainer im Preis der Diana vor Sven von Mitzlaff mit 10 Siegen anführt, kommt Andreas Wöhler der erfolgreichste aktive Trainer noch nicht heran.
Der Sieg von Soreanga 2026 war nach Toskana Belle (2022), Palmas (2021), Serienholde (2016), Turfdonna (2015), Feodora (2014) und Martessa (1994) der siebte Erfolg von Andreas Wöhler im Preis der Diana. Damit führt der Gütersloher Trainer die Liste der erfolgreichsten aktiven Trainer vor Peter Schiergen und Andreas Schütz mit jeweils 5 Siegen an.
Erfolgreichste Besitzer im Preis der Diana
In der Liste der erfolgreichsten Besitzer führt das Gestüt Graditz mit 17 Siegerinnen, die Erfolgsserie begann 1859 mit Isabella und endete 1937 mit Landmädel. Auf dem 2. Platz folgt das Gestüt Schlenderhan mit 12 Siegen.
Andrasch Starke der erfolgreiche Diana-Jockey
Wie beim Derby führt Andrasch Starke auch die Liste der erfolgreichsten Jockeys im Preis der Diana an. Deutschlands siegreichster Jockey, der Anfang dieses Jahres das Ende seiner Rennkarriere erklärt hat, gelangen sechs Siege: Zuletzt 2017 mit Lacazar, davor 2008 mit Rosenreihe, 2003 mit Next Gina, 1999 mit Flamingo Road, 1998 mit Elle Danzig und 1996 mit Night Petticoat.
Mit nur einem Zähler weniger folgt Eduardo Pedroza durch Siege 2026 mit Soreanga, 2021 Palmas, 2019 Serienholde, 2015 Turfdonna und 2013 Penelopa mit fünf Siegen auf dem 2. Platz und ist der aktuell erfolgreichste aktive Jockey in der Diana.
Ebenfalls fünf Siege haben die früheren Jockey-Stars Gerhard Streit und Otto Schmidt.
Henkel Preis der Diana, Gr. I Sieger
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