2020-09-13, Baden-Baden, 7. R. - 148. Longines Grosser Preis von Baden
| Platz | Pferd | Trainer, Jockey | Züchter, Besitzer | Gewicht | Hilfsmittel | Gewinn | Toto |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Barney Roy (GB) 2014 6j., b. Wallach. v. Excelebration - Alina (Galileo) | Tr.: Charles Appleby, Jo.: James Doyle | Zü.: Eliza Park International, Bes.: Godolphin Management Co. Ltd. | 60,0 kg | 110.000 € | 5,0 | |
| 2 | Communique (IRE) 2015 5j., F. Hengst. v. Casamento - Midnight Line (Kris S.) | Tr.: Mark Johnston, Jo.: Francis Norton | Zü.: Godolphin Management Co. Ltd., Bes.: Sheikh Hamdan Bin Mohammed Al Maktoum | 60,0 kg | 40.000 € | 16,4 | |
| 3 | Torquator Tasso (GER) 2017 3j., F. Hengst. v. Adlerflug - Tijuana (Toylsome) | Tr.: Marcel Weiß, Jo.: Bauyrzhan Murzabayev | Zü.: Paul H. Vandeberg, Bes.: Gestüt Auenquelle | 56,5 kg | 15.000 € | 3,1 | |
| 4 | Donjah (GER) 2016 4j., b. Stute. v. Teofilo - Dyanamore (Mt. Livermore) | Tr.: Henk Grewe, Jo.: Clément Lecoeuvre | Zü.: Gestüt Karlshof, Bes.: Darius Racing | 58,5 kg | 10.000 € | 6,3 | |
| 5 | Durance (GER) 2016 4j., b. Stute. v. Champs Elysees - Djidda (Lando) | Tr.: Peter Schiergen, Jo.: Lukas Delozier | Zü.: Gestüt Ebbesloh, Bes.: Gestüt Ebbesloh | 58,5 kg | Seitenblender | 12,5 | |
| 6 | Quest the Moon (GER) 2016 4j., b. Wallach. v. Sea The Moon - Questabella (Rock of Gibraltar) | Tr.: Sarah Steinberg, Jo.: René Piechulek | Zü.: Gestüt Görlsdorf, Bes.: Stall Salzburg | 60,0 kg | 5,8 | ||
| 7 | Kaspar (GER) 2017 3j., F. Hengst. v. Pivotal - Kastila (Sternkönig) | Tr.: Markus Klug, Jo.: Maxim Pecheur | Zü.: Gestüt Röttgen, Bes.: Gestüt Röttgen | 56,5 kg | 6,4 | ||
| 8 | Satomi (GER) 2016 4j., b. Stute. v. Teofilo - Swordhalf (Haafhd) | Tr.: Markus Klug, Jo.: Michael Cadeddu | Zü.: Gestüt Wittekindshof, Bes.: Stall Helena | 58,5 kg | 26,6 |
Kurzergebnis
BARNEY ROY (2014), W., v. Excelebration - Alina v. Galileo, Zü.: Eliza Park International, Bes.: Godolphin Management Co. Ltd, Tr.: Charles Appleby, Jo.: James Doyle, GAG: 97,5 kg,
2. Communique (Casamento), 3. Torquator Tasso (Adlerflug), 4. Donjah, 5. Durance, 6. Quest the Moon, 7. Kaspar, 8. Satomi
Richterspruch
Si. 1¼-H-H-K-¾-½-4¼
Gelaufene Zeit
Zusatzinformationen
Auf Anordnung von Deutscher Galopp wurden von Barney Roy, Communique und Torquator Tasso jeweils eine Dopingprobe entnommen. Die RL belegte B.Murzabayev wegen Verstoß gegen Nr. 594/10 RO mit einem Reitverbot vom 27.09. bis einschl. 10.10. (14 Renntage), B.Murzabayev wegen Verstoß gegen Nr. 594/10 RO mit einem Verfall von 50 % der Gewinnprozente.
Siegwette 5,0:1. - Platzwette 2,3; 5,0; 1,7:1. - Zweierwette 17,8:1. - Dreierwette 159,6:1.
Rennanalyse
Anfang 2018 wurde Barney Roy nach erfolgreicher Rennkarriere im Dalham Hall Stud als Deckhengst aufgestellt. Für das Syndikat Sullivan Bloodstock hatte er im September 2016 bei seinem Debut ein Maidenrennen in Haydock gewonnen und war dabei in den Blick von Godolphin geraten. Das Unternehmen erwarb den Hengst, ließ ihn jedoch im Stall von Richard Hannon, der ihn nach der Winterpause erfolgreich in den Greenham Stakes (Gr. III) vorstellte. Er war in Newmarket in den 2000 Guineas (Gr. I) hinter Churchill (Galileo) Zweiter, gewann dann die St. James’s Palace Stakes (Gr. I) in Royal Ascot in damaliger Bahnrekordzeit, konnte sich noch im Coral-Eclipse (Gr. I) und im Juddmonte International (Gr. I) qualifizieren.
Doch es stellte sich im Gestüt schnell heraus, dass Barney Roy unfruchtbar war. Er wurde flugs zum Wallach befördert, kam zu Charlie Appleby, der ihn letztes Jahr dreimal sattelte, wobei er ein Listenrennen in Longchamp gewann. Nach einer längeren Pause gewann er Ende Januar in Meydan das Al Rashidiya (Gr. II), setzte sich dann im Jebel Hatta (Gr. I) über 1800 Meter durch. Der Dubai Turf (Gr. I) war sein Ziel gewesen, doch fiel das Rennen dem Corona-Ausbruch zum Opfer. Nach einer längeren Pause war der dritte Platz in den Prince of Wales’s Stakes (Gr. I) ein gelungenes Comeback, das er auf eigentlich zu weicher Bahn in München mit dem Sieg im Großen Dallmayr-Preis (Gr. I) bestätigte. In Köln startete er dann erstmals über 2400 Meter, auf zu loser Bahn blieb er unter der Bestform. Die These, das eineinhalb Meilen zu weit für ihn sind, widerlegte er in Iffezheim nach einem taktisch ausgefeilten Ritt von James Doyle.
Es war ein extrem langsames Rennen, was sich dann auch in der langsamsten Zeit seit 1999 widerspiegelte. Dies muss aber letztlich auch den beteiligten Jockeys angelastet werden, von denen keiner auf eine Tempoverschärfung aus war, so wurde es am Ende ein echter Sprint, kaum förderlich für die meisten Teilnehmer.
Barney Roy, der jetzt möglicherweise in Kanada antreten wird, darf das natürlich nicht negativ angekreidet werden, der dritte Godolphin-Sieger in Folge in diesem Rennen ist schon ein sehr gutes Pferd. Er ist der bisher einzige Gr.-I-Sieger für seinen Vater Excelebration (Exceed and Excel), ein exzellenter Meiler, der bis 2019 in Coolmore stand, inzwischen aber nach Marokko abgegeben wurde und dort im Haras National de Bouznika steht. Barney Roy kostete als Fohlen bei Tattersalls 30.000gns., als Jährling in Doncaster dann 70.000 Pfund. Die platziert gelaufene Mutter, deren Erstling er ist, hat danach u.a. die listenplatziert gelaufene Wisdom Mind (Dark Angel) gebracht. Ein zwei Jahre alter Dubawi-Hengst war im vergangenen Jahr bei der Tattersalls October Yearling Sale für 3,6 Millionen gns. der höchste Zuschlag, Käufer war Godolphin. Er heißt Noble Dynasty, bei seinem Debüt im Juni in Newmarket war er Zweiter.
Die zweite Mutter Cheyenne Star (Mujahid) war Siegerin in zwei Gruppe III-Rennen in Irland, den Brownstown Stakes (Gr. III) und den Ridgwood Pearl Stakes (Gr. III). Sie ist Schwester der Mutter von Gordon Lord Byron (Byron), ein 16facher Sieger, u.a. im Betfred Sprint Cup (Gr. I), dem Prix de la Foret (Gr. I) und den George Ryder Stakes (Gr. I).