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Sa
23.07.22

2022-07-23, Ascot, 4. R. - King George and Queen Elizabeth Stakes

RennortAscot
Rennart
Flachrennen
Renndistanz2400 m
Rennkategorie
G1 (Gruppe I)
3 jährige und ältere Pferde
Platz Pferd Trainer, Jockey Züchter, Besitzer Gewicht Gewinn Toto
1 Pyledriver (GB) 2017 5j., b. Hengst. v. Harbour Watch - La Pyle (Le Havre) Tr.: William Muir & Chris Grassick, Jo.: Patrick Joseph McDonald Zü.: Knox & Wells Limited & R Devlin, Bes.: La Pyle Partnership 61,2 kg 844.000 € 19,0
2 Torquator Tasso (GER) 2017 5j., F. Hengst. v. Adlerflug - Tijuana (Toylsome) Tr.: Marcel Weiß, Jo.: René Piechulek Zü.: Paul H. Vandeberg, Bes.: Gestüt Auenquelle 61,2 kg 320.000 € 17,0
3 Mishriff (IRE) 2017 5j., b. Hengst. v. Make Believe - Contradict (Raven's Pass) Tr.: John & Thady Gosden, Jo.: James Doyle Zü.: Nawara Stud Co Ltd, Bes.: Prince A A Faisal 61,2 kg 160.000 € 3,5
4 Broome (IRE) 2016 6j., b. Stute. v. Australia - Sweepstake (Acclamation) Tr.: Aidan P. O'Brien, Jo.: Ryan Moore Zü.: Epona Bloodstock Ltd., Bes.: M. Matsushima, D. Smith, S. Magnier & M. Tabor 61,2 kg 80.000 € 19,0
5 Westover (GB) 2019 3j., b. Hengst. v. Frankel - Mirabilis (Lear Fan) Tr.: Ralph Beckett, Jo.: Colin Keane Zü.: Juddmonte Farms, Bes.: Juddmonte Farms 56,2 kg 40.000 € 2,6
6 Emily Upjohn (GB) 2019 3j., b. Stute. v. Sea The Stars - Hidden Brief (Barathea) Tr.: John & Thady Gosden, Jo.: Lanfranco Dettori Zü.: Lordship Stud u. Sunderland Holding Inc, Bes.: Tactful Finance & S. Roden 54,9 kg 20.000 € 4,0

Kurzergebnis

PYLEDRIVER (2017), H., v. v. Harbour Watch - La Pyle (Le Havre), Bes.: La Pyle Partnership, Zü.: Knox & Wells Limited & R Devlin, Tr.: William Muir & Chris Grassick, Jo.: Patrick Joseph McDonald, 2. Torquator Tasso (Adlerflug), 3. Missgriff (Make Believe), 4. Broome, 5,. Westover, 6. Emily Upjohn

Richterspruch

2¾, 8, 1¼ , 6, 7

Gelaufene Zeit

3:37:25
Geläufgut bis fest
Dotierung
1.500.000,00 €
Quoten

19:1

Rennanalyse

Wenn ein Grand Prix-Pferd nicht aus einem prominenten Stall kommt, zudem einen Jockey an Bord hat, der in Gr. I-Rennen nicht gerade häufig in den Sattel steigt, dann neigt man dazu, ihn zu unterschätzen. So war der Fall bei Pyledriver, der in einem Rennen, in dem die hochgehandelten Dreijährigen Westover (Frankel) und Emily Upjohn (Sea the Stars) ohne Chancen waren, als letzter Außenseiter an den Ablauf kam. Der im Winter weitgereiste Hengst war sträflich unterschätzt worden, weil einfach der Hype um die Dreijährigen sehr groß war. Doch in der Zielgeraden ging er souverän an der Konkurrenz vorbei, blieb zwar nicht ganz gerade, was aber niemanden störte, weil der auf diesem Boden großartig laufende Torquator Tasso zwar einen starken Moment hatte, den Gegner aber nicht ernsthaft gefährden konnte.

Zweijährig hatte er bei vier Starts zweimal gewonnen, darunter ein Listenrennen über 1600 Meter in Haydock. 2020 gewann er etwas überraschend die King Edward VII Stakes (Gr. II) in Royal Ascot. Im Epsom Derby (Gr. I) kam er nur auf den elften Platz, was er mit einem Sieg in den Great Voltigeur Stakes (Gr. II) in York korrigieren konnte, im Doncaster St. Leger (Gr. I) belegte er Rang drei. Vergangene Saison war der Sieg im Coronation Cup (Gr. I) das Highlight, im Winter war er Zweiter in der Hong Konng Vase (Gr. I) und Vierter im Dubai Sheema Classic (Gr. I), aktuell dann Zweiter im Coronation Cup (Gr. I) hinter dem derzeit verletzten Hukum (Sea the Stars). Dort saß schon Frankie Dettori im Sattel, der den ständigen Pyledriver-Reiter Martin Dwyer ersetzte, der nach einem Beinbruch unverändert außer Gefecht ist. Dettori musste in Ascot für die Gosdens reiten, deshalb kam McDonald ins Spiel, der den Hengst schon einmal zweijährig gesteuert hat.

Als Fohlen war er bei Tattersalls im Ring, wurde aber für 10.000gns. zurückgekauft. Sein Vater Harbour Watch (Acclamation) stand fünf Jahre im Tweenhills Farm & Stud, von 2013 bis 2017, wurde dann aus dem Deckbetrieb zurückgezogen, das Interesse war kaum mehr vorhanden, so kamen 2018 nur noch acht Fohlen von ihm zur Welt. Sein bisher bester Nachkomme war zuvor Waikuku, Gr. I-Sieger in Hong Kong.

Die Mutter La Pyle, deren Erstling er ist, hat in Frankreich zwei Rennen gewonnen, jüngere Geschwister von Pyledriver haben New Approach und Oasis Dream als Vater, beiden haben in diesem Jahr auf mittlerer Ebene gewonnen. Zweijährig ist Shagpyle (Frankel).

La Pyle ist Schwester von Mont Ormel (Air Chief Marshal), Sieger im Grand Prix de Paris (Gr. I), inzwischen unter dem Namen Helene Charisma in Hong Kong unterwegs. Eine rechte Schwester ist die Park Express Stakes (Gr. III)-Siegerin Normandel (Le Havre). Die nächste Mutter Lidana (King’s Best) ist eine Schwester des Gr. I-Siegers und Deckhengstes Linngari (Indian Ridge), er steht inzwischen in Südafrika.

Pyledriver mit Patrick Joseph McDonald an Bord ist der Sieger in den King George and Queen Elizabeth Starkes 2022 in Ascot. ©galoppfoto - Jimmy Clark