Vor jedem Rennen werden die Pferde im sogenannten Führring vorgestellt. Dieses Wort erklärt schon vieles. Es gibt einen ringförmigen Weg oft mit einem Tartanbelag, auf dem die am Rennen beteiligten Galopper von ihren Betreuern am Führzügel im Schritt entlang geführt werden. Die Zuschauer können die Pferde also in aller Ruhe anschauen und sich ihren Favoriten für das Rennen aussuchen. In den Innenraum des Führrings darf nicht jeder, sondern nur die "mit ihren Pferden am jeweiligen Rennen unmittelbar beteiligten Personen", so der offizielle Wortlaut. Das sind die Besitzer und die Trainer, aber auch die Rennleitung oder die Tierärzte, die sich auch bei dieser Gelegenheit die Pferde genau anschauen, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt. Die Jockeys kommen natürlich auch dazu und holen sich ihre Order ab. das heißt: Der Trainer gibt noch einmal letzte Instruktionen, wie das Pferd am besten zu reiten ist. Wenn der Ringsteward die Glocke läutet, heißt es "aufsitzen". Die Jockeys schwingen sich dann mit Hilfestellung durch die Trainer oder Betreuer auf die Pferde.