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So
12.04.26

Deckplan Stiftung Gestüt Fährhof 2026

geschrieben von Daniel Delius

Es war das 20. Züchterchampionat, das das Gestüt Fährhof 2025 verbuchen konnte, ein schon bemerkenswertes Jubiläum der von Walther J. Jacobs gegründeten Zuchtstätte. Die Leistungsträger waren Gostam (Saxon Warrior), von dem natürlich in dieser Saison noch Einiges zu erwarten ist, die inzwischen in den Mittleren Osten verkauften Geography (Holy Roman Emperor), Path of Soldier (Soldier Hollow) und Zauberkönig (Teofilo), Raposa (Frankel), die in die eigene Herde übernommen wurde, und Soreanga (Siyouni), eine Hoffnung bei den eigenen Dreijährigen. Hingegen waren Lifetimes (Gleneagles) und Penalty (Frankel) aus unterschiedlichen Gründen Ausfälle, sie stehen aber zu neuen Taten bereit.

Fährhof ist seit inzwischen schon vielen Jahren deutlich kommerzieller aufgestellt als zur Gründerzeit, es ist mehr oder weniger ein Gestüt, das vornehmlich für den Markt züchtet. Der eigene Rennstall umfasst rund 15 Köpfe, nahezu ausschließlich Stuten, was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war. Neue Trainer sind im Portfolio, Yasmin Almenräder und Henk Grewe haben inzwischen auch in ihren Kleiderkammern den Fährhof-Dress hängen. Eine Reihe von prominent gezogenen Stuten, teilweise Zukäufe, sollen sich natürlich für die eigene Zucht qualifizieren.

Alson ist unverändert der einzige Hengst im Gestüt, wobei es dem Vernehmen nach durchaus Überlegungen gegeben haben soll, eine zweite Deckhengstbox zu belegen. Doch muss so etwas schon passen, es gehört schon ein gewisses Risiko dazu, einen neuen Hengst in Deutschland aufzustellen. Der erste Jahrgang von Alson ist dreijährig, weswegen der laufenden Saison schon große Bedeutung zukommt.

Ein Quartett bleibt in diesem Jahr daheim. Amona (Aussie Rules) war Dritte im Henkel-Preis der Diana (Gr. I), ist mehrfache Siegermutter, die drei Jahre alte Amora Queen (Waldgeist) hat vergangene Saison für Charlie Johnston zwei Rennen gewonnen, ein Palace Pier-Sohn ist bei der BBAG für 120.000 Euro an Roderick Kavanagh gegangen, er könnte bei einer der anstehenden Breeze Up-Auktionen angeboten werden.

Die stets aktuelle “G”-Linie

Diese Linie geht auf die Auenquellerin Grimpola (Windwurf) zurück und ist seinerzeit durch Global World (Big Shuffle) zum Fährhof gekommen. Ihre Tochter Guajara, Listensiegerin in Mailand, hat den mehrfachen Gr. III-Sieger Geography (Holy Roman Emperor) auf der Bahn. Der drei Jahre alte Glory Road (Too Darn Hot) steht bei Ralph Beckett, ein Jährlingshengst hat Kingman als Vater. Mit Modern Games (Dubawi) hat man einen jungen Darley-Deckhengst ausgesucht, dessen erster Jahrgang im Jährlingsalter ist. Der mehrfache Gr. I-Sieger war zweimal im Breeders‘ Cup erfolgreich, auch in der Poule d’Essai des Poulains (Gr. I).

Guajaras Schwester, die Gr. III-Siegerin Goathemala (Black Sam Bellamy) ist mit drei Töchtern in der Herde vertreten. Die Listensiegerin Goiania (Oasis Dream) ist Mutter des „Winterfavoriten“ Gostam (Saxon Warrior), der Nummer eins im Jahrgang 2023 in Deutschland. Der zwei Jahte alte Guichon (Blackbeard) hat das Pre-Training bei Simon Stokes abgeschlossen und wird in den nächsten Tagen bei Andreas Wöhler eiziehen. Der Partner der Mutter ist dieses Jahr Study of Man, der zu der Familie gut zu passen scheint. Denn ihre Schwester, die listenplatziert gelaufene Guavia (Invincible Spirit) ist Mutter des inzwischen in Hong Kong stationierten klassisch platziert gelaufenen Ghorgan (Study Of Man). In Sha Tin war er unlängst Zweiter über 1400 Meter. Von Study of Man (Deep Impact) ist Guavia aktuell auch tragend, dieses Jahr geht es zu Auguste Rodin, ebenfalls ein Deep Impact-Sohn, der vergangenes Frühjahr mit 209 Bedeckungen in seine neue Karriere startete. Ihr zwei Jahre alter Sohn Giant Dan Burn (Stradivarius) brachte bei der BBAG 140.000 Euro, Charlie Johnston trainiert ihn für Middleham Park Racing.

Die dritte Goathemala-Tochter ist Gualana (Pivotal), die ein Listenrennen in Hannover gewinnen konnte. Ihr Erstling ist eine zweijährige Stute von Lope de Vega, die bei Tattersalls für 200.000gns. in den Stall von Andrew Balding verkauft wurde. Die Mutter steht auf der Liste von Alson.

Die Lomitas-Familie 

Die Familie der Fährhofer Gründerstute Love In (Crepello) ist derzeit mit drei Stuten vertreten. Lacy (Authorized), die den T. von Zastrow-Stutenpreis (Gr. III) gewonnen hat, auf Gr. III-Ebene in den USA Dritte war, ist Siegermutter, zu erwähnen ist der Seriensieger Lazzaro (Mastercraftsman). Ihr Bruder Langtang (Campanologist) ist nach einigen Jahren in Frankreich eher unauffällig wieder nach Graditz zurückgekehrt. Ihr Partner steht noch nicht fest.

La Saldana (Fastnet Rock) hat das Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen (Gr. III) gewonnen, ist später in die USA gegangen. In der Zucht war sie bisher wenig glücklich. Sie ist eine weitere Stute auf der Liste von Alson. La Petite Virginia (Königstiger) ist ein Rückkauf, stammt sie doch aus eigener Zucht. Doch gehörte sie viele Jahre Bernd Schöne, der einst nicht weit vom Fährhof entfernt auf einem Hof lebte, der heute vom Gestüt Lünzen genutzt wird. Schöne zog es nach Irland, dort züchtete er mit La Petite Virginia, die Mutter von La Petite Coco (Ruler of the World) wurde, Siegerin u.a. in den Pretty Polly Stakes (Gr. I). Die Wertheimer-Brüder haben sie für eine Million gns. bei Tattersalls gekauft. Mit Lifetimes (Gleneagles) hatte es gut begonnen, dreijährig ist La Virginie (Camelot), die bei Andreas Wöhler steht. Die Mutter hat danach noch nicht wieder aufgenommen, dieses Jahr versucht es Torquator Tasso.

Zu dem Coolmore-Neuling Delacroix, Sieger in den Irish Champion Stakes (Gr. I) und den Eclipse Stakes (Gr. I), Sohn einer sechsfachen Gr. I-Siegerin, wurde Bella Sonata gebucht, die einzige Tochter des großen Silvano in Fährhof. Sie kam von Maine Chance Farms, war in Südafrika ein erstklassiges Rennpferd, gewann die Joburg Fillies & Mare Challenge (Gr. II) und war mehrfach Gr. I-platziert. Sie ist eine Schwester von Caspar Netscher (Dutch Art), der im Mehl Mülhens-Rennen (Gr. II) und in drei weiteren Gr. II-Rennen erfolgreich war. Ihre vier Jahre alte Tochter Bella Sinfonia (Night Of Thunder) hat bei wenigen Starts zweimal gewonnen und war Dritte im Preis der Winterkönigin (Gr. III), sie ist noch im Training.

Chaldean ist der Partner von Campea, die als Kingman-Schwester zum mehrfachen Gr.-Sieger Colomano (Cacique) und anderen besseren Siegern ungeprüft eingestellt wurde. Sie geht auf die in den 60er Jahren eingeführte Crape Band (Crepello) zurück, die von ihrem Sohn Caracol (Tanerko) angefangen in mehreren Generationen zahllose große Sieger gebracht hat. Campeas Erstling Chimes Of Thunder (Night Of Thunder) wurde nach England verkauft, steht jedoch aktuell auf keiner Trainingsliste. Die zwei Jahre alte Candea Tasso (Torquator Tasso) wurde an Philippe Decouz nach Frankreich abgegeben

Die schnelle Hargeisa (Speightstown) war zweijährig Gr. III-Siegerin in Italien, sie ist Mutter der Zukunfts-Rennen (Gr. III)- und German 1000 Guineas (Gr. I)-Siegerin Habana (Kingman), die in ihrem zweiten Gestütsjahr zu Sea The Stars geht. Die Mutter ist zu Vandeek (Havana Grey) gebucht, der zweijährig in den Middle Park Stakes (Gr. I) und im Prix Morny (Gr. I) siegte, in seinem ersten Gestütsjahr 161 Stuten deckte. Heraus sollte bestenfalls ein sehr schneller Zweijähriger kommen. Hargeisas drei Jahre alter Sohn Handshake (Sea The Moon) wird von Joseph O’Brien für Philip von Ullmann und Partner trainiert, er hat vor wenigen Wochen in Dundalk gewonnen. Zweijährig ist Happy Love (Sea The Stars), den Charlie Johnston trainiert.

Eine Neuerwerbung war im vorvergangenen Juli bei Tattersalls Hope Diamond (Galileo). Sie ist eine Schwester von Danedream (Lomitas), war selbst nicht am Start und wurde für 250.000gns. aus dem Angebot des Baroda Studs ersteigert, mit einem Stutfohlen von No Nay Never bei Fuß. Die Stute heißt Holy Diamond (No Nay Never) und steht bei Peter Schiergen. Ein Jährlingshengst hat erneut No Nay Never als Vater, jetzt geht es zu Too Darn Hot.

Die zu Gleneagles reisende Ilha Pura (Pivotal) hat bei wenigen Starts in Dresden gewonnen. Sie ist eine Schwester des in zwei Hemisphären auf Gr. I-Ebene erfolgreichen Ivanhowe (Soldier Hollow), Deckhengst mit sehr gutem Zuspruch im Haras de Cercy in Frankreich, er setzt als Vererber von Hindernispferden bereits Akzente.

Zu den fünf Maidenstuten zählt die zu Japan gebuchte Itabuna (Mastercraftsman), die bei einer Handvoll Starts über 2950 Meter in Krefeld gewonnen hat. Sie ist Schwester von Absurde (Fastnet Rock), mehrfacher Listensieger und gruppeplatziert auf der Flachen, Gr. III-Sieger über Hürden in Cheltenham.

Die einst auf privater Basis erworbene Naseej (Medaglia d’Oro) geht zu Kingman. Ihre Mutter, die vom Gestüt Karlshof gezogene Sortita (Monsun), eine rechte Schwester von Größen wie Samum, Schiaparelli und Salve Regina, war 2006 von Shadwell bei Arqana für 750.000 Euro gekauft worden. Naseej war nicht am Start, ihr Erstling, eine Awtaad-Stute, hat ein Listenrennen in Rom gewonnen, es folgte Goldenas (Golden Horn), Sieger im Derby Italiano (Gr. II) 2023. Für Fährhof startete sie mit der drei Jahre alten Nanina (No Nay Never), die bei Tattersalls für 290.000gns.  an amerikanische Interessen verkauft wurde, bei Trainer Brad Cox war sie bei bisher zwei Starts einmal Dritte. Die zwei Jahre alte Nagara (Siyouni) steht für Fährhof bei Peter Schiergen, im Jährlingsalter steht ein Baaeed-Hengst.

Der große Stradivarius (Sea The Stars) ist von Beginn an von Fährhof herangezogen worden. Zu ihm geht Oh So Bright (Starspangledbanner), sie ist einige Male für Yulong in Irland gelaufen. Als Jährling hat sie bei Goffs  325.000 Euro gekostet, schließlich ist ihre Mutter Willoughby (Oasis Dream) eine Schwester von Nathaniel (Galileo) aus einer Familie mit unzähligen Blacktype-Pferden. 

Path Wind ist ein Frankreich-Import, stammt aus einer rechten Schwester der Gr. II-Siegerin Wild Side (Sternkönig), Mutter u.a. von Wild Coco (Shirocco). Sie war Listensiegerin und Zweite im Premio Lydia Tesio (Gr. I). Nach einem etwas zögerlichen Start in der Zucht hat sie sich als Mutter des Derbysiegers Palladium (Gleneagles) und des Gr. III-Siegers Path Of Soldier (Soldier Hollow) mehr als profilieren können.  zweijährig bereits Sieger, könnte zur Spitze des Jahrgangs gehören. Der zwei Jahre alte Pachinko (Japan) steht für Eckhard Sauren bei Waldemar Hickst, er war ein 200.000-Euro-Kauf bei der BBAG. Eine Jährlingsstute hat Alson als Vater.

Quaduna und drei Töchter

Mit gleich drei Töchtern ist die Gr. III-platziert gelaufene Quaduna (Duke of Marmalade) in der Herde vertreten, angeführt von Quantanamera (Lope de Vega), Siegerin u.a. im Grand Prix de Deauville (Gr. II) und Preis der Winterkönigin (Gr. III). Dies geschah in den Farben von Jürgen Sartori, doch hatte Fährhof ein Rückkaufrecht vereinbart, das nach den großartigen Rennleistungen der Stute auch realisiert wurde. Quantanamera hat gerade ihren Erstling zur Welt gebracht und wird jetzt von Night of Thunder (Dubawi) gedeckt, Champion-Deckhengst 2025 auf den Inseln. Der Vater von bisher 42 Gr.-Siegern steht in diesem Jahr im Kildangan Stud zu einer Decktaxe von 200.000 Euro, womit man noch einmal etwas höher gegangen ist.

Weitere Töchter der Quaduna sind Quetame (Saxon Warrior), die ein Listenrennen in Meran gewonnen hat und zu Gleneagles gebucht wurde, sowie die Maiden-Stute Querencia (Too Darn Hot), Siegerin und Dritte in einem Listenrennen über 1400 Meter in München. Sie geht zu dem neu aufgestellten Darley-Hengst Shadow of Light (Lope de Vega), zweijährig in den Dewhurst Stakes (Gr. I) und den Middle Park Stakes (Gr. I) erfolgreich. Eine zwei Jahre alte Lope de Vega-Tochter aus der Quaduna wurde bei Tattersalls für 380.000gns. in den Stall von Ralph Beckett verkauft, eine Jährlingsstute hat erneut Lope de Vega als Vater.

Eine weitere “Q”-Linie geht auf die klassische Siegerin Quebrada (Devil’s Bag) zurück. Sie war ein erstklassiges Rennpferd mit Siegen u.a. in den German 1000 Guineas (Gr. II) und eine herausragende Zuchtstute. In mehreren Generationen hat sie bislang 29 Blacktype-Pferde gebracht, darunter die Deckhengste Querari (Oasis Dream) und Quasillo (Sea The Stars) sowie internationale Großverdiener wie Spirit Dancer (Frankel) und Quinault (Oasis Dream). Ihre Tochter Quariana (Lomitas) hatte vergangenes Jahr in Frankreich die Listensiegerin Qualixia (Blue Point) auf der Bahn, Antoine Griezmann verkaufte sie im Dezember dann bei Arqana für 320.000 Euro an Blandford Bloodstock. Die zwei Jahre alte Quadri (Sea The Moon) ist via BBAG an den Stall Mandarin und Trainerin Yasmin Almenräder gegangen. Quiteria (Dubawi) ist nicht gelaufen, doch als Schwester der erwähnten Querari und Quasillo sowie der mehrfachen Gr.-Siegerin Quidura (Dubawi) war sie für die Zucht gesetzt. Ihr Erstling Quorum (Kingman) wurde bei Tattersalls für 360.000gns. von Wathnan Racing gekauft, er stand kurz bei William Haggas, hat den Stall aber wieder verlassen. Ein Jährlingshengst hat Siyouni als Vater.

Neue und alte Namen

Realeza (Maxios) hat den Diana Trial (LR) in Mülheim gewonnen. Sie stammt aus einer Familie, die bei Godolphin die Gr. I-Sieger Yibir (Dubawi) und Wild Illusion (Dubawi) gestellt hat. Ihre Tochter Raposa (Frankel) war vergangenes Jahr im Diana-Trial (LR) in Düsseldorf erfolgreich, sie geht in ihrer ersten Zuchtsaison zu New Bay. Weitere Nachkommen der Realeza sind ins Ausland gegangen, die zwei Jahre alte Laprovence (New Bay) steht für den Écurie des Charmes bei Christopher Head. Die Mutter wird dieses Jahr von Alson gedeckt.

Die Listenplatzierte Redenca (Lope de Vega) ist eine Schwester einer Reihe von guten Pferden wie Rosa del Dubai (Dubai Destination), selbst in mehreren Generationen vielfache Gr.-Vererberin, so des Gr. I-Siegers Regional (Territories), Rogue Runner (King's Best), Rolando (Campanologist) und Ramazotti (Lope de Vega). Redenca selbst ist zweifache Siegermutter. Ihr jetzt zwei Jahre alter Waldgeist-Sohn wurde vergangenes Jahr bei der BBAG für immerhin 87.000 Euro an Richard Venn verkauft, was sicher auch ein Grund ist, dass die Mutter erneut den kurzen Weg nach Lünzen antreten wird.

Saboga (Mastercraftsman), die zu Make Believe geht, war bei ihrem einzigen Start Vierte. Sie stammt aus einer Schwester von Silvano (Lomitas) und Sabiango (Acatenango), ist derzeit die einzige Stute in der Herde, die auf die erstklassige, einst aus den USA importierte Spirit Of Eagles (Beau Eagle) zurückgeht. 

Saltita (Galileo), die zu Siyouni geht, war nicht am Start. Sie ist Mutter des Gr.-II-Dritten Palavecino (Cacique) und des Criterium International (Gr. I)-Dritten Salt Bay (Farrh), aktuell im eigenen Rennstall ist die drei Jahre alte Soreanga (Siyouni), bei bislang zwei Starts Listensiegerin in Hannover über 1600 Meter. Ihre Schwester Sarandia (Dansili) war Zweite im Henkel-Preis der Diana (Gr. I). Glücklich war sie in der Zucht noch nicht, eine Jährlingstute stammt von Alson ab, diesmal geht es zu Study of Man.

Zwei neue Stuten sind die einst in Newmarket gekauften Santara (Mehmas) und Santa Sofia (Sea The Stars). Santara hat zweijährig gewonnen und war vergangenes Jahr Zweite in einem Listenrennen über 1400 Meter in Köln. Sie ist Schwester zu sechs Siegern, darunter ist eine von Zelzal stammende Gr. III-Siegerin in den USA. Es ist die Familie des Gr. I-Siegers und Deckhengstes Zafeen (Zafonoc). Ihr erster Partner ist Starspangledbanner in Coolmore.

Santa Sofia war zu einem Preis von 350.000gns. ein sportlicher Kauf bei Tattersalls, doch ist ihre zweite Mutter die große Zuchtstute Sacarina (Old Vic), womit eine hoch erfolgreiche internationale Linie auf dem Fährhof angesiedelt werden soll. Santa Sofia selbst konnte nur sporadisch herausgebracht werden, dreijährig gewann sie über 2000 Meter in Dresden. Mit Lope de Vega wird bei der Partnerwahl gleich in das oberste Regal gegriffen, doch hat Fährhof mit ihm eigentlich meistens Glück gehabt.

Ein Ankauf von 2023 war The Planets (Sea the Stars), die bei Arqana für immerhin 700.000 Euro ersteigert wurde. Sie hat in Frankreich über 2000 Meter gewonnen, stammt aus einer herausragenden Niarchos-Familie, denn sie ist eine Schwester des Gr. I-Siegers Study of Man (Deep Impact), die zweite Mutter ist die legendäre Miesque (Nureyev), nicht nur auf der Rennbahn eine Championesse, auch in mehreren Generationen Mutter von erstklassigen Hengsten und Stuten. The Planets‘ Erstling ist ein Jährlingshengst von Frankel.

Vicosita (Lope De Vega) tritt die Reise zu Palace Pier an. Auch sie war ein Fohlenkauf bei Tattersalls, kam jedoch nicht auf die Rennbahn. Sie ist Schwester von drei Siegern aus einer Dutch Art-Tochter, die wiederum Schwester der Gr.-Sieger Manuela De Vega (Lope De Vega) und Hero Look (Lope De Vega) ist. 

Die Listenzweite Wacaria (Makfi), die zu Nathaniel geht, eine Schwester des Gr. I-Siegers Wake Forest (Sir Percy), ist derzeit die einzige Vertreterin der Waldrun-Familie in der Herde. Sie ist Siegermutter, eine Dreijährigen-Hoffnung ist für dieses Jahr sicherlich der von Yasmin Almenräder für den Stall Cloverleaf trainierte Worrington (Camelot), die zwei Jahre alte Waverly (Torquator Tasso) steht noch bei Simon Stokes.

Zarzali ist im November 2011 in Australien geboren. Sie ist Tochter des dortigen Spitzenhengstes Hussonet (Mr Prospector), stammt aus der Arrowfield-Zucht, war Dritte in den ATC Angst Stakes (Gr. III) über 1600 Meter. Ihre Mutter ist eine nicht gelaufene Schwester der großen Rennstute Zarkava (Zamindar), Mutter des Gr. I-Siegers und erfolgreichen Deckhengstes Zarak (Dubawi). Sie ist Mutter der listenplatziert gelaufenen Zacapo (Fastnet Rock) und Zauberkönig (Teofilo). Es geht diesmal zu Ghaiyyath.

Partnerschaft mit Niarchos

Conscious (Maxios) und Mystic Sunshine (Maxios) werden im gemeinschaftlichen Besitz mit der Familie Niarchos gehalten, aus deren Zucht ja der auf dem Fährhof aufgewachsene National Hunt-Star Gaelic Warrior (Maxios) stammt. Mystic Sunshine kommt aus der Familie von Monami (Sholokhov) und somit Miss Yoda (Sea The Stars), hat dreijährig in Frankreich gewonnen und war Dritte im Prix de Lutece (Gr. III). Ihr Sohn Mystic Charly (Circus Maximus) hat beim einzigen Start in Baden-Baden für den Stall Mandarin gewonnen und steuert die großen Dreijährigen-Rennen an. Der zwei Jahre alte Mystical (Mehmas) ist für die Züchter bei Andreas Suborics im Training. Die Mutter wird von Baaeed gedeckt.

Conscious, die zu Ghaiyyath geht, war jeweils Zweite in Listenrennen in Meran und Köln. Sie ist Siegermutter, der drei Jahre alte Commanding Officer (Teofilo) ist über die BBAG zu Charlie Appleby gegangen, er hat vergangenes Jahr in Haydock gewonnen.

ALSON (2017), v. Areion – Assisi v. Galileo

Amona (2012), v. Aussie Rules – Abbarsharjah v. Tiger Hill

Gualana (2019), v. Pivotal - Goathemala v. Black Sam Bellamy, trgd. v. Sea The Stars

La Saldana (2012), v. Fastnet Rock – La Salina v. Singspiel, nicht ged.

Realeza (2015), v. Maxios – Royal Dubai v. Dashing Blade, trgd. v. Mishriff

AUGUSTE RODIN (2020), v. Deep Impact - Rhododendron v. Galileo (Coolmore Stud/IRL)

Guavia (2012), v. Invincible Spirit – Goathemala v. Black Sam Bellamy, trgd. v. Study of Man

CHALDEAN (2020), v. Frankel - Suelita v. Dutch Art (Banstead Manor Stud/GB)

Campea (2018), v. Kingman – Codera v. Zilzal, trgd. v. Sea The Moon

DELACROIX (2022), v. Dubawi – Tepin v. Bernstein (Coolmore Stud/IR)

Bella Sonata (2012), v. Silvano – Bella Cantata v. Singspiel, Hengstfohlen v. Blue Point, 6.3.

GHAIYYATH (2015), v. Dubawi – Nightime v. Galileo (Kildangan Stud/IRL)

Zarzali (2011), v. Hussonet – Zarakiysha v. Kendor

GLENEAGLES (2012), v. Galileo - You’resothrilling v. Storm Cat (Coolmore Stud/IRL)

Ilha Pura (2019), v. Pivotal - Indigo Girl v. Sternkönig, trgd. v. Japan

Quetame (2021), v. Saxon Warrior - Quaduna v. Duke Of Marmalade, Hengstfohlen v. Pinatubo, 22.3.

JAPAN (2016), v. Galileo – Shastye v. Danehill (Gestüt Etzean)

Itabuna (2021), v. Mastercraftsman – Incroyable v. Singspiel, Maiden

KINGMAN (2011), v. Invincble Spirit - Zenda v. Zamindar (Banstead Manor Stud/GB)

Naseej (2014), v. Medaglia d’Oro – Sortita v. Monsun, trgd. v. Sea The Stars

LOPE DE VEGA (2007), v. Shamardal – Lady Vettori v. Vettori (Ballylinch Stud/IRL)

Santa Sofia (2021), v. Sea The Stars – Sahel v. Monsun, Maiden

MAKE BELIEVE (2012), v. Makfi – Rosie’s Posy v. Suave Dancer (Ballylinch Stud/IRL)

Saboga (2019), v. Mastercraftsman - Strela v. Lomitas, Stutfohlen v. Gleneagles, 4.3.

MODERN GAMES (2019), v. Dubawi – Modern Ideals v. New Approach (Dalham Hall Stud/GB)

Guajara (2010), v. Montjeu – Global World v. Big Shuffle, nicht ged.

NATHANIEL (2008), v. Galileo - Magnificent Style v. Silver Hawk (Newsells Park Stud/GB)

Wacaria (2013), v. Makfi – Wurfspiel v. Dashing Blade, Hengstfohlen v. Hello Youmzain, 18.3.

NEW BAY (2012), v. Dubawi – Cinnamon Bay v. Zamindar (Ballylinch Stud/IRL)

Raposa (2022), v. Frankel – Realeza v. Maxios, Maiden

NIGHT OF THUNDER (2011), v. Dubawi - Forest Storm v. Galileo (Kildangan Stud/IRL)

Quantanamera (2020), v. Lope De Vega - Quaduna v. Duke Of Marmalade, Stutfohlen v. Too Darn Hot, 5.2.

PALACE PIER (2017), v. Kingman – Beach Frolic v. Nayef (Dalham Hall Stud/GB)

Vicosita (2021), v. Lope De Vega - Vandergirl v. Dutch Art, trgd. v. Fantastic Moon

SEA THE STARS (2006), v. Cape Cross - Urban Sea v. Miswaki (Ballylinch Stud/IRL)

Habana (2020), v. Kingman - Hargeisa v. Speightstown, Hengstfohlen v. Camelot, 20.3.

SHADOW OF LIGHT (2022), v. Lope de Vega – Winters Moon v. New Approach (Dalham Hall Stud/GB)

Querencia (2022), v. Too Darn Hot – Quaduna v. Duke of Marmalade, Maiden

SIYOUNI (2007), v. Pivotal – Sichilla v. Danehill (Haras de Bonneval/FR)

Saltita (2011), v. Galileo – Salontasche v. Dashing Blade

The Planets (2020), v. Sea the Stars - Second Happiness v. Storm Cat, Stutfohlen v. Zarak, 14.2.

STARSPANGLEDBANNER (2006), v. Choisir – Gold Anthem v. Made of Gold (Coolmore Stud/IRL)

Santara (2022), v. Mehmas – Sleek Gold v. Dansili, Maiden

STRADIVARIUS (2014), v. Sea the Stars - Private Life v. Bering (National Stud/GB)

Oh So Bright (2021), v. Starspangledbanner - Willoughby v. Oasis Dream, Stutfohlen v. Alson, 8.2.

STUDY OF MAN (2015), v. Deep Impact - Second Happiness v. Storm Cat (Lanwades Stud/GB)

Goiania (2011), v. Oasis Dream – Goathemala v. Black Sam Bellamy, Hengstfohlen v. Vandeek, 26.1.

Sarandia (2013), v. Galileo – Salontasche v. Dashing Blade, nicht ged.

ST MARK’S BASILICA (2018), v. Siyouni – Cabaret v. Galileo (Coolmore Stud/IRL)

Path Wind (2009), v. Anabaa - Wild Queen v. Sternkönig, Hengstfohlen v. Auguste Rodin, 24.3.

TOO DARN HOT (2016), v. Dubawi – Dar Re Mi v. Singspiel (Dalham Hall Stud/GB)

Hope Diamond (2019), v. Galileo - Danedrop v. Danehill, trgd. v. Zarak

TORQUATOR TASSO (2017), v. Adlerflug - Tijuana v. Toylsome (Gestüt Auenquelle)

La Petite Virginia (2009), v. Königstiger – La Virginia v. Surumu

VANDEEK (2021), v. Havana Grey - Mosa Mine v. Exceed And Excel (Cheveley Park Stud/GB)

Hargeisa (2014), v. Speightstown – Hasay v. Lomitas, Hengstfohlen v. Kingman, 24.2.

WALDGEIST (2014), v. Galileo – Waldlerche v. Monsun (Gestüt Lünzen)

Redenca (2013), v. Lope de Vega – Rosa di Brema v. Lomitas, trgd. v. Japan

noch offen

Lacy (2011), v. Authorized – La Vinchina v. Oasis Dream, trgd. v. Study of Man

nicht gedeckt

Quaduna (2010), v. Duke of Marmalade – Quelle Amore v. Monsun,  trgd. v. Night of Thunder

Quariana (2011), v. Lomitas – Quebrada v. Devil’s Bag, trgd. v. Torquator Tasso

Quiteria (2019), v. Dubawi - Quetena v, Acatenango, trgd. v. Chaldean

In Partnerschaft mit der Familie Niarchos

BAAEED (2018), v. Sea The Stars – Aghareed v. Kingmambo (Beech House Stud/GB)

Mystic Sunshine (2015), v. Maxios – Ma Coeur v. Sholokhov, nicht ged.

GHAIYYATH (2015), v. Dubawi – Nightime v. Galileo (Kildangan Stud/IRL)

Conscious (2015), v. Maxios – Champaka v. Caerleon