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NH: Jonbon und 14mal Gordon Elliott

Jonbon startet erfolgreich in die Saison 2023/2024. Foto: courtesy by Tattersalls

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 795 vom Freitag, 24.11.2023

Mit gerade einmal vier Teilnehmern war die Shloer Chase (Gr. II) am Sonntag in Cheltenham bei einer Siegdotierung von rund 64.000 Euro eine eher übersichtliche Angelegenheit und trotz der erwiesenen Klasse der Kandidaten war es dann auch ein keineswegs aufregender Rennverlauf. Der Sieg ging erwartungsgemäß an den von Nicky Henderson für JP McManus trainierten Jonbon (Walk in the Park), der unter Nico de Boinville als 4:9-Favorit nach 3200 Metern Edwardstone (Kayf Tara) und Nube Negra (Dink) keine Chance ließ. Der sieben Jahre alte, in Frankreich gezogene Jonbon hat in seiner Karriere noch wenig falsch gemacht und bei 13 Starts erst zwei Niederlagen kassiert, zweimal war er beim Festival in Cheltenham Zweiter. Dort wird im kommenden Frühjahr die Queen Mother Champion Chase (Gr. I) sein wichtigstes Saisonziel sein. 

Verdient hat Jonbon bisher knapp 500.000 Pfund, was aber immer noch nicht an seinen damals exorbitanten Ankaufspreis herankommt. McManus hatte ihn 2020 bei der Goffs UK November Sale für 570.000 Pfund erworben. Damals hatte er gerade ein Point-to-Point-Rennen im irischen Dromahane gewonnen, doch war sein Bruder Douvan (Walk in the Park) in den Jahren 2015 bis 2017 mit 14 Siegen in Folge inklusive Gr. I-Erfolgen über Hürden und Jagdsprünge einer der NH-Stars seiner Zeit.  

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In Irland feierte am Samstag in Navan Bob Olinger (Sholokhov) ein erfolgreiches Comeback. Der acht Jahre alte Wallach, der erst seinen 13. Start absolvierte, gewann das mit 50.000 Euro dotierte Lismullen Hurdle mit Rachael Blackmore im Sattel über 4000 Meter gegen Zanahiyr (Nathaniel) und Home By The Lee (Fame and Glory). Im Training bei Henry de Bromhead hat Bob Olinger bisher drei Gr. I-Siege in seinem Rekord, zwei davon in Cheltenham, wo er 2021 das Ballymore Novices’ Hurdle und ein Jahr später die Turner Novices’ Chase gewann. In der Saison 2022/2023 war er sieglos geblieben und war jetzt erstmals seit Januar wieder am Start. 

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Tags darauf wurde in Navan die Troytown Handicap Chase (Gr. III) mit einer Siegdotierung von 59.000 Euro gelaufen, es ging über 4800 Meter. Zwanzig Pferde liefen, 14 davon aus dem Stall von Trainer Gordon Elliott. Die Kollegen der “Racing Post” vermuten, dass noch nie ein Trainer eine derartige Zahl von Pferden in einem einzigen Rennen gesattelt hat - Weltrekord. Elliott wurde diesbezüglich kritisiert, doch perlte diese Kritik an ihm ab. Gewonnen hat er das Rennen - natürlich - auch, mit dem 20:1-Außenseiter Coko Beach (Cokoriko) im Besitz von Ryanair-Boss Michael O’Leary mit dem Erlaubnisreiter Danny Gilligan im Sattel.

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