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National Hunt: Die Bilanz der Feiertage

Autor: 

Catrin Nack

TurfTimes: 

Ausgabe 500 vom Freitag, 12.01.2018

Nichts ist älter als eine Zeitung von gestern – diese Weisheit lehrte mich schon eine Kinderschallplatte vor einigen Jahrzehnten. Der King George zu Kempton ist somit schon mehr als Geschichte; gut, wer sich in unserer schnelllebigen Zeit noch an den Sieger erinnern kann. Vor allem die Londoner Rennbahn und das vor den Toren Dublins gelegene Leopardstown boten über die Weihnachtstage großen Sport, Schlagzeilen machten jedoch nicht nur die Gewinner, als vielmehr die Verlierer mit z.T. mehr als unerklärlichen Niederlagen.

Nicky Hendersons Might Bite, ein nunmehr 9jähriger Scorpion-Sohn, untermauerte mit einem Arbeitssieg in der King George Chase seine Favoritenstellung für den Cheltenham Gold Cup, eigentlich eine logische Weiterentwicklung seines Sieges in der letztjährigen RSA Chase (dem Gold Cup für Nachwuchs-Chaser).  Der King George (der volle Renntitel 32Red King George IV Chase zeigt erneut einen Buchmacher als Sponsor) war mit acht Startern zahlenmäßig eher schwach besetzt, und was auf den ersten Blick wie ein solides Feld aussah, entpuppte sich beim genauen Betrachten eher als ein „Vielleicht“ und „Eventuell“. Vielleicht ist Thistlecrack wieder ganz der Alte, vielleicht ist Bristol de Mai so gut, wie in seine letzten Siege aussehen ließen, eventuell kann der aktuell beste britische Zwei-Meiler Fox Norton auch über drei Meilen gewinnen … und so weiter. So war das Ergebnis - Might Bite schlug mit Double Shuffle (510:10) und Tea for Two (210:10)  zwei der größten Außenseiter im Feld – nicht geeignet, in absolute Lobeshymnen zu verfallen, doch gilt natürlich die alte Zockerweisheit: „Drin ist drin und draußen ist es kalt.“ Kalt wurde vor allem eine Nicky Henderson am Boxing Day (wie der 2.Weihnachtstag traditionell in England heißt) nicht, gewann er doch mit JP McManus` Buveur D´Air auch das zweite Hauptereignis der Karte; der amtierende Champion Hurdle –Sieger braucht im Moment keinen Gegner fürchten.

Ihren ersten Gruppe 1- Erfolg – sie ist damit nach Lizzy Kelly, die „ihrerzeit“ ebenfalls in genau diesem Rennen siegte, erst der zweite weibliche Hindernisjockey, dem dies gelang – feierte Bryony Frost auf ihrem kleinen Liebling Black Corton (Trainer: Paul Nicholls). Der nun gerade siebenjährige Laverock-Sohn, zu dessen Besitzern „Big Buck´s“ Andy Stewart und der britische TV-Star Jeremy Kyle gehören, scheint sich mit Frost ganz besonders gut zu verstehen und eilt in dieser Saison von Sieg zu Sieg. Seit Juni (!) ´17 auf den Beinen, bekommt Black Corton nun eine Pause bis Cheltenham und könnte hier in der RSA Chase „angreifen“. 

Auch am Mittwoch nach Weihnachten bot Kempton ansprechenden Sport, vor allem die beiden Gr. 2 Rennen stachen heraus. Paul Nicholls unterstrich seine ausgezeichnete Gesamtform mit Siegen in beiden Rennen; zuerst punktet Cyrname (Jockey: Sean Bowen) in der nach Michael Dickinsons legendären Chaser benannten  Wayward Lad Chase (Gr. 2, 2m), einem renommierten Arkle-Trial mit großen Namen in der Siegerliste. Dann gewann der in dieser Kolumne bereits erwähnte Politologue (Jockey: Sam Twiston-Davies) mit der Desert Orchid Chase (Gr.2, 2m) einen weiteren Aufgalopp für die Champion Chase beim Cheltenham-Festival;  ein Sieg, der nach dem Sturz seines einzig ernsthaftem Gegner, dem amtierenden Champion Chaser Special Tiara, um eines leichter wurde. Leider litten auch diese beiden Rennen unter einer geringen Starterzahl.

Wohl auch, weil die Iren zeitgleich ihr Christmas-Festival im heimatlichen Leopardstown abhielten und sich daher mit Reisen über die irische See vornehm zurück hielten. Es wurden turbulente Renntage in Leopardstown, überraschende Sieger und frappierende  Niederlage, sowie einige traurige Verluste. Sieben Gruppe 1 Rennen kamen zur Austragung, doch  nur in zwei Rennen kamen auch tatsächlich die Favoriten zum Zuge: Footpad (Willie Mullins – Paul Townend) gewann die Racing Post Novice Chase über erweiterte 2 Meilen mehr als beeindruckend und ist  erster Anwärter auf den Sieg in der Arkle Chase. Death Duty,  sein Hauptgegner, kam zu allem Überfluss am letzten Sprung zu Fall, inzwischen wurde bekannt, dass er sich dabei schwerer verletzte und seine Saison leider beendet ist. Ein weiterer Schlag für Gordon Elliot, für den auch sonst nicht alles nach Plan lief.

Am nächsten Tag brach sein heißer Favorit Mengli Khan in der Future Champion Novices Hurdle im Schlußbogen aus und durchbrach einen der Fänge der Hürde (Pferd und Reiter bleiben zum Glück unverletzt);  im Hauptrennen des Tages, der Paddy´s Reward Club Chase (2m1f), verlor sein Ball d´Arc auch den Reiter. Letztgenanntes Rennen, welches in der Vergangenheit unterschiedliche Namen, aber alle mit Bezug auf Sponsor Paddy Power, trug,  hielt dann auch direkt das erste Drama des Meetings  bereit.

Der als kochend heißer Favorit gestartete Min hatte sich unerwartet schwer getan und die ganze Gerade herunter gegen den 10jährigen Außenseiter Simply Ned (Trainer: Nicky Richards, Jockey: Mark Walsh)  kämpfen müssen. Endlich hatte sich Willie Mullins´ Schützling zu einem engen Sieg aufgerappelt, da ertönte die Sirene der Rennleitung. Auch ohne Videobeweis war deutlich zu erkennen, dass der Wallach im Endkampf unter Ersatzreiter Paul Townend (Stalljockey Ruby Walsh wird mit seiner Verletzung noch bis Ende Februar ausfallen) seinen Gegner mehrfach behindert hatte; die Frontperspektive der Kamera zeigte gar ein herausgesprengtes Plastikteil der Rails durch die Luft fliegen. Wenige hatten es erwartet, aber die Rennleitung hatte kaum eine andere Möglichkeit, als Min zugunsten von Richard´s Simply Ned zu disqualifizieren. Eine starke Entscheidung der Rennleitung , auch wenn Min auch im Siegfall hier keineswegs zu erwarteter Klasse aufgelaufen wäre.

So hatte sich nicht nur die weite Anreise aus dem nordenglischen Cumbria bezahlt gemacht – nach dem Sieg von Guitar Pete,  der ebenfalls nicht reibungslos zustande gekommen war, war zum zweiten Mal das „Glück“ auf Richards´ - Seite.  Mullins sollte sich im nächsten Rennen schadlos halten – doch auch in der bereits angesprochenen Future Champions Novices Hurdle (Gr.1, 2m) lief rein gar nichts nach Plan. Mit Whiskey Sour kam ausrechnet der mit 100:10 am Toto vernachlässigte vermeidlich schwächere der vier Mullins-Starter zum Zuge, und dass nur, da zwei seiner Trainingsgefährten unabhängig von einander an der letzten Hürde zu Fall kamen; der Favorit des Rennes, Mengli Khan, war ja, wie bereits oben erwähnt, schon einige Hürden vor dem Ziel ausgeschieden.

Ein mehr als dramatisches Rennen also, doch es sollte - vor allem für Willie Mullins - schlimmer kommen. Am dritten Tag des Festivals stand mit der Christmas Hurdle nicht nur ein weiterer Höhepunkt des Meetings, sondern des gesamten Rennjahres an. Gordon Elliots für Gigginstown Stud trainierte Apple´s Jade trat hier zum ersten Mal in ihrer Laufbahn über drei Meilen an, auch, um ihre Optionen für das Cheltenham Festival zu erweitern. Zu ihren Gegnern zählte vor allem der amtierende Stayers´ Hurdle Sieger Nichols Canyon, ein kleiner, recht unscheinbarer Wallach mit großem Kämpferherz. Der Turfteufel schlug unbarmherzig zu. Im Mittelfeld platziert, kam der erst siebenjährige Braune am fünften Hindernis zu Fall (Nichols Canyon war zu früh abgesprungen, Teile der Medien machten nach dem Rennen die niedrig stehende Sonne verantwortlich. An den nächsten Tagen wurden Hindernisse teilweise blockiert).

Die sofort errichteten Screens ließen nichts Gutes erahnen. Der Verlust eines jeden Pferdes auf der Bahn ist schmerzhaft und schwer zu akzeptieren, aber es gibt Pferde, deren Tod die Zuschauer besonders betroffen zurück lässt, und ein solches Pferd war natürlich Nichols Canyon, immer acht(!)-facher Grade 1-Sieger für Team Closutton, und zum Zeitpunkt des Rennens das einzige Pferd, das den mächtigen Faugheen hatte besiegen können. Noch im März, nach seinem etwas unerwarteten Sieg in der Stayers´ Hurdle, hatte sein Team von einer Titelverteidigung gesprochen, ihn mit dem legendären dreifachen Cheltenham-Sieger Inglis Drever verglichen, der in den gleichen Farben  gelaufen war. Nun war sein Sieg im März 2017 sein „last Hurrah“ , sein letzter voller Erfolg auf dem grünen Rasen, auf dem wir den vierbeinigen Stars zujubeln und dann auch betrauern müssen. Der Sieg der hochklassigen Apple´s Jade, die unter Davy Russell auf der ungewohnten Distanz alle Register ziehen musste, geriet da natürlich zur Nebensache.

Es waren allgemein harte Tage, fünf Pferde starben in der so hektischen Feiertags-Periode allein an einem Tag, neben Nichols Canyon auch der hochdekorierte Zabana in der Christmas Chase, einem weiteren Highlight des irischen Rennjahres. Auch hier kam es neben dem tragischen Verlust des Wallachs zudem zu einem Schock-Ergebnis, als erneut der Favorit des Prüfung, und einer des Stars der grünen Insel überhaupt, der amtierende Cheltenham Gold Cup Sieger Sizing John eine deutliche Niederlage hinnehmen musste. Sein ständiger Jockey Robbie Power bekannte nach dem Rennen, dass er schon nach der zweiten Hürde kein gutes Gefühl mehr hatte. Auch Willie Mullins hatte nach dem Rennen erneut keinen Grund zur Freude, seine Schützlinge Djakadam und Yorkhill, einer der absoluten Stars in seinem Stall, liefen völlig indiskutabel, wenn auch vor allem Yorkhill als Jahresdebutant auf viel zu weiter Distanz und nach einem schlecht eingeteilten Ritt eine Reihe von Entschuldigungen hatte; und immerhin - dies erkannte auch Robbie Power - kamen sie alle „gesund“ nach Hause.

Erneut geriet angesichts der schockierenden Leistungen der Hauptprotagonisten (die Christmas Chase ist eine Schlüsselprüfung auf dem Weg nach Cheltenham) der Sieger fast zur Nebensache, auch wenn dies Noel Meade´s - erneut in Gigginstown Stud Farben laufenden - Road to Respect natürlich nicht gerecht wird. Der Fuchs war im vergangenen März - man mag es kaum glauben - der erste Cheltenham Festival Sieger über Jagdsprünge für seinen Trainer, der einer der ganz großen Namen auf der Insel ist. Ungemein konstant und mit großem Kämpferherz ausgestattet, war dies nach 17 Starts der sechste Sieg des Gamut-Sohnes, sein zweiter auf Gr.1 Ebene. Nicht unerwähnt bleiben darf auch, dass er an dieser Stelle mit Balko des Flos und Outländer zwei Stall- (aber nicht Trainings-) gefährten schlug; es waren die Tage des Michael O´Leary. 

Der Reigen der Schock-Resultate war damit aber nicht beendet, das wohlmöglich größte Erdbeben sollte am letzen Tag des Meetings folgen, als der für unschlagbar gehaltene Faugheen zum ersten Mal in seiner Laufbahn überhaupt ein Rennen nicht beenden konnte und angehalten werden musste. Es waren aufreibende Tage für Paul Townend, der auch im Sattel von Nichols Canyon und Yorkhill gesessen hatte; und nun dies. Als er in der Ryanair Hurdle (2m, Gr.1) bemerkte, dass Faugheen, dessen zweiter Start nach langer Pause in einem ansonsten schwachen Feld als reine Formalität angesehen wurde, auf einen Schlag seine Position im Rennen verlor, ließ der Jockey alle Vorsicht walten. Wie ein Donnerhall verbreitete sich die Nachricht in den sozialen Medien; nicht lange, und auch führende britische Rennsport-Journalisten ließen sich zu Verschwörungstheorien hinreißen. Der irische Turf-Club musste in einer offiziellen Pressemitteilung die Möglichkeit des Negativ-Dopings verneinen, auch wenn nachträgliche Untersuchungen sowohl bei Sizing John und Faugheen keine wirklichen Erklärungen der schwachen Leistungen erbringen konnten. 

Der Sieger Mick Jazz (Gordon Elliot - Davy Russell) blieb somit fast unbemerkt; selbst sein erfolgsverwöhnter Trainer gab nach dem Rennen zu, dass er hier natürlich maximal von einer Platzierung geträumt hatte.  Es waren erfolgreiche 35 Minuten für Elliot, dessen Shattered Love (Besitzer: Gigginstown Stud, Jockey: Mark Walsh) zuvor etwas überraschend ebenfalls auf Gr. 1 -Ebene gepunktet hatte. Der heiße Favorit Monalee hatte die Prüfung nicht beenden können.

Bei all dem Drama auf der irischen Insel ging es nach dem King George in England geradezu gemächlich zu, auch, da durch widriges Wetter u.a. das hochkarätige Welsh National zunächst einmal nicht abgehalten werden konnte und ins neue Jahr verlegt werden musste. So hielt nur Sandown am 30.12. ein einsames Gruppe-Rennen -immerhin der höchsten Klasse - ab, auch wenn das Starterfeld der Challow Hurdle (2m4f) zu wünschen übrig ließ. Dies wird Fergal O´Brien (nicht verwandt) wenig stören, sein Schützling Poetic Rhythm brachte den allerersten Grade 1-Sieg für den aufstrebenden Stall unter Dach und Fach.

Neujahr verbringt der versierte Hindernisfan der Insel traditionell in Cheltenham, auch wenn 2018 rund 10.000 Zuschauer weniger durch die Tore strömten. Vor allen Yanworth brachte hier seine etwas stotternde Chase - Karriere zurück auf die Erfolgspur. Alan Kings Norse Dancer-Sohn, in den Farben von JP Mc Manus unterwegs, hatte über Hürden einen beeindruckende Serienserie hingelegt, auch wenn er in Cheltenham bisher nicht gerade vom Glück verfolgt war - 2016 hatte er sich Yorkhill beugen müssen, im letzten Jahr hatte er in der Champion Hurdle eine herbe Niederlage einstecken müssen, nachträglich wurde zum allem Überfluss dann noch eine verbotene Substanz in seinem Blut entdeckt, was schlussendlich zu seiner Disqualifikation geführt hatte. Nun endlich ein voller Erfolg in der renommierten Dipper Chase (Gr.2, 2m5f), dabei zeigt sich Yanworth mit deutlich besserer Sprungtechnik.

Am vergangenen Wochenende konnte die walisische Rennbahn Chepstow dann endlich sein Flagship-Meeting rund um das Welsh Grand National abhalten. Auch wenn sich kein lebender Rennsport erinnern kann, je eine Austragung auf weichem oder gar gutem Boden gesehen zu haben (schwere Bahn scheint hier seit Jahrzehnten der Standard zu sein): die Regenmassen der letzten Wochen hatten auch der leidgeprüften Rennbahn den Garaus gemacht; zum dritten Mal innerhalb der letzten sechs Jahre. Doch auch für solche Bedingungen gibt es Spezialisten: Trainer Fergal O´Brien hatte im Vorfeld sogar scherzhaft gefordert, dass man das Wässern nicht vergessen solle. Im Endeffekt konnte aber auch der mehr als schwere Boden - einige Hindernisse mussten ausgelassen werden - seinem Mitfavoriten Chase the Spud nicht helfen. Dafür galt: Alter schützt vor Siegen nicht, auch wenn sich dies nur auf den Vierbeiner bezog.

Der irische Trainer Gavin Cromwell hatte erneut Raz de Maree gesattelt, durch die Verschiebung nun im zarten Teenageralter von 13 Jahren. Im letzten Jahr - genauer natürlich im vorletzten Jahr; also bei der vorherigen Austragung der Prüfung im Dezember ´16 , hatte Raz de Maree (damals 11 Jahre) sich nur Native River beugen müssen, der nach diesem Sieg zu einem der Favoriten des Cheltenham Gold Cup mutiert war - Wetter sollten also gewarnt sein. Zusammen mit dem talentierten Nachwuchs-Jockey James Bowen, Sohn von Trainer Peter und Bruder von Jockey Sean (der als zweiter Mann am Stall von Paul Nicholls beschäftigt), mit 16 Jahren nur unwesentlich älter als sein vierbeiniger Partner, war es die Formel für den vollen Erfolg. Raz de Maree, zuvor bei Dessie und Sandra Hughes im Training und bei 47 Starts noch nie gestürzt, hatte mit den unwirtlichen Bedingungen keinerlei Probleme -tatsächlich sind dies mehr oder weniger seine Idealbedingungen; kurz schien auch hier alles etwas zu schnell zu passieren, doch als sein Stehvermögen ins Spiel kam, schien er gar mit einer Art Schlußattacke aufzuwarten. Dies war nach langen 5900m natürlich eine optische Täuschung, doch war bereits am vorletzten Hindernis klar, dass es hier nur einen Sieger geben würden , und so trugen sich denn Raz de Maree als ältester Sieger und James Bowen als jüngster Jockey in die Siegerlisten des Rennens ein. Der legendäre Bruce Hobbs hatte 1938 im Alten von 17 Jahren den ebenso legendären Battleship zum Sieg in Aintree´s Grand National gesteuert. Sollte dies James Bowen im April auch gelingen?  Trainer Gavin Cromwell war selbstredend begeistert und verriet, dass sich vor dem Rennen verschiedene Spitzenjockeys um den Ritt bemüht hatten, „aber ich war nie in Verlegenheit, James herunter zu nehmen“.

Die Erkenntnisse der letzten Wochen sind: in England nähert sich Trainer Paul Nicholls wieder alter Stärke, mehr als 1,3 Mio. Pfund haben seine Schützlinge in dieser Saison bereits zusammen galoppiert, you can´t keep a good man down, wie die Engländer sagen; sein Stall agiert zudem mit einer mehr als soliden Siegquote von rund 23%. In Irland stotterte die Maschinerie Willie Mullins zuletzt etwas,  auch wenn er in der aktuellen Saison (die allerdings ab April 17 gezählt wird und somit z.B. das letztjährige Punchestown Festival umfasst) mehr als 2,3 Mio. € Gewinnsumme (mit 135 Siegen bei 428 Starten) errungen hat, Gordon Elliot steht bei rund 2,8 Mio. (140-795 / Stand 11.01.18) Dies zeigt zum einen, auch welch „gesundem“ Niveau das Preisgeld auf der grünen Insel steht, vor allem aber, wie stark inzwischen die Konzentration auf einige wenige Trainer fortgeschritten ist.

Catrin Nack

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