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Frühjahrsfeeling beim Züchtertag in Röttgen

Autor: 

Frauke Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 503 vom Freitag, 02.02.2018

 

Volles Haus beim Züchtertreff in Röttgen: Der Gastgeber Dr. Günter Paul, Moderator Thorsten Castle und Evelyn Krause begrüßten über 400 Gäste. Höhepunkt des Tages war die Deckhengstpräsentation. Foto: dequia.deVolles Haus beim Züchtertreff in Röttgen: Der Gastgeber Dr. Günter Paul, Moderator Thorsten Castle und Evelyn Krause begrüßten über 400 Gäste. Höhepunkt des Tages war die Deckhengstpräsentation. Foto: dequia.deNach einem nicht nur gefühlt, sondern auch statistisch bewiesenen besonders grauen Winter mit kaum vorhandenen Sonnenstunden, zeigte sich der Himmel beim Züchtertag im Gestüt Röttgen auf einmal wieder knallblau. Herrlicher Sonnenschein, der bei den rund 400 Gästen Frühlingsgefühle weckte. Das passt zum Thema, schließlich beginnt bald die Decksaison und die vierbeinigen Herren der Schöpfung, die bei jedem Fohlen, das dabei entstehen soll, eine von zwei Hauptrollen spielen, wollten begutachtet werden. Denn trotz aller theoretischen Überlegungen und Dispositionen, die zu einer erfolgreichen Zucht gehören, will man einen Hengst auch leibhaftig sehen, um sich dann, wenn er Gefallen findet, für ihn zu entscheiden. Bei gleich zehn Kandidaten hatten die Züchter die Qual der Wahl. Außer den in Röttgen tätigen Protectionist und Kallisto waren mit Amaron, dem Neuling CounterattackFeuerblitz, Flamingo Fantasy, Isfahan, Lord of EnglandMaxios und Tai Chi Hengste aus allen Teilen Deutschlands angereist. Ein guter Querschnitt der hiesigen Stallion-Szene, wenn natürlich auch nicht komplett, aber wann bekommt man schon einmal die Gelegenheit soviele Hengste auf einmal zu sehen?

Gestütsleiter unter sich: Frank Dorff und Stefan Ullrich. Foto: dequia.deGestütsleiter unter sich: Frank Dorff und Stefan Ullrich. Foto: dequia.de
Bei der Deckhengstpräsentation war die Sonnenseite, auf der eigens Tribünen für die bessere Sicht errichtet worden waren, besonders gefragt. Die Züchter und Experten und solche, die es noch werden wollen, kamen in so großer Zahl, dass erstmals viele Gäste sogar draußen vor den Gestütsmauern parken mussten. Für die, die zu spät kamen, auch wegen der zeitgleich stattfiinden Rennen in Neuss, blieben dann auch in der Veranstaltungshalle umfunktionierten Deckhalle nur noch Stehplätze. Eine Rekordkulisse beim 5. Treffen dieser Art, die zeigt, dass die Vollblutzsene solche Veranstaltungen honoriert. Aus Platzgründe konnten sogar nicht alle Anmeldewünsche berücksichtigt werden.

 

Im Rennstall: Die Box von Derbysieger Windstoß präsentiert sich im Hamburg-Dekor. www.galoppfoto.de - Sandra ScherningIm Rennstall: Die Box von Derbysieger Windstoß präsentiert sich im Hamburg-Dekor. www.galoppfoto.de - Sandra ScherningDie Nummer 1 nach dem Rating der Handicapper: Horst Pudwills Dschingis Secret (Soldier Hollow) im Röttgener Rennstall von Markus Klug. Foto: Dr. Jens FuchsDie Nummer 1 nach dem Rating der Handicapper: Horst Pudwills Dschingis Secret (Soldier Hollow) im Röttgener Rennstall von Markus Klug. Foto: Dr. Jens FuchsDer Derbyjahrgang: Der Winterfavorit Erasmus wird seinem Vater Reliable Man immer ähnlicher. www.galoppfoto.de - Sandra ScherningDer Derbyjahrgang: Der Winterfavorit Erasmus wird seinem Vater Reliable Man immer ähnlicher. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning

Wie immer begann der Züchtertag im Rennstall von Markus Klug, der sich aktuell Champion nennen darf und gleich mehrere Pferde mit dem WOW-Faktor vorzuzeigen hatte. Hier seien nur die Top 3 erwähnt. Dabei ist Windstoß natürlich an erster Stelle zu nennen, der dem Gestüt Röttgen 58 Jahre nach Uomo im letzten Jahr endlich wieder einen Derbysieg bescherte und danach im Preis von Europa, Gr. I, punktete. Der Shirocco-Sohn wird erfreulicherweise auch vierjährig auf der Rennbahn zu sehen sein. Auch Dschingis Secret (Soldier Hollow), der mit seinen Siegen im Gerling-Preises, Gr. II, im Großen Hansa-Preis, Gr. II,  im Großen Preis von Berlin, Gr. I, im Prix Foy, Gr. II,  sowie mit seinem 6. Platz im Prix de l'Arc de Triomphe mit einem GAG von 100 Kg auf der Pole-Positon der deutschen und auf Platz 40 der Weltrangliste steht, war ein begehrtes Fotomotiv. Und im Derbyjahrgang blickte alles natürlich zum soveränenen Winterfavoriten Erasmus, der seinem bis zum letzten Jahr in Röttgen tätigen Vater Reliable Man immer ähnlicher sieht.

Die Deckhengsthalle bis auf den letzten Platz besetzt: Chef-Handicapper Harald Siemen referierte über die Ratings im Rennsport. Foto: dequia.deDie Deckhengsthalle bis auf den letzten Platz besetzt: Chef-Handicapper Harald Siemen referierte über die Ratings im Rennsport. Foto: dequia.deDichtes Gedränge vor den Gastboxen: Hier waren die acht eigens angereisten Deckhengste untergebracht, besonders vor der Box von Counterattack war der Andrang groß. Foto: dequia.deDichtes Gedränge vor den Gastboxen: Hier waren die acht eigens angereisten Deckhengste untergebracht, besonders vor der Box von Counterattack war der Andrang groß. Foto: dequia.de
Strahlend blauer Himmel: Perfektes Wetter beim Züchtertreff im Gestüt Röttgen. Foto: dequia.deStrahlend blauer Himmel: Perfektes Wetter beim Züchtertreff im Gestüt Röttgen. Foto: dequia.deDer heimliche Star: Welpe Betty ließ sich tragen und bewundern. Foto: dequia.deDer heimliche Star: Welpe Betty ließ sich tragen und bewundern. Foto: dequia.de

Zu einem Züchtertag gehören aber auch fachliche Vorträge, die in diesem Jahr die obere Fuktionärsriege des Dachverbandes übernahm. Mit seinem Referat "Ratings im Galopprennsport – wie sie entstehen und was sie bedeuten" lieferte Chef-Handicapper Harald Siemen die theoretischen Erläuterungen, wie die zuvor gesehen Windstoß, Dschingis Secet und Co. zu ihren Ratings gekommen sind. Rennleitungs-Chef Frank Becker und Rüdiger Schmanns, Leiter der renntechnischen Abteilung im Direktorium, hatten sich des Themas "Weltweite Harmonisierung der Rules of Racing" angenommen und dokumentierten anschaulich mit Videoszenen wie sich die neuen Regeln auswirken werden. 

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Der Melbourne Cup-Sieger im Gestüt Röttgen: Protectionist (Monsun) gewann nach seinem Sensationssieg in Australien beim Deutschland-Comeback den 126. Großen Preis von Berlin, Gr. I, und den Großen Hansa-Preis, Gr. II. Vor wenigen Tagen kam sein erstes Fohlen auf die Welt. Foto: Dr. Jens FuchsDer Melbourne Cup-Sieger im Gestüt Röttgen: Protectionist (Monsun) gewann nach seinem Sensationssieg in Australien beim Deutschland-Comeback den 126. Großen Preis von Berlin, Gr. I, und den Großen Hansa-Preis, Gr. II. Vor wenigen Tagen kam sein erstes Fohlen auf die Welt. Foto: Dr. Jens Fuchs

Wurde vom Gestüt Etzean präsentiert: Der Shamardal-Sohn Amaron. Der erste Jahrgang des achtmaligen Gruppesiegers, darunter der Premio Vittorio di Capua, Gr. I, ist im Jährlingsalter. Foto: Dr. Jens FuchsWurde vom Gestüt Etzean präsentiert: Der Shamardal-Sohn Amaron. Der erste Jahrgang des achtmaligen Gruppesiegers, darunter der Premio Vittorio di Capua, Gr. I, ist im Jährlingsalter. Foto: Dr. Jens Fuchs

 

 

 

 

Wechselte ins Gestüt Hofgut Heymann: Der Sieger im Premio Roma, Gr. I, ein Sohn von Big Shuffle, begann seine Karriere im Union Gestüt, wo 2017 sein erster Jahrgang zur Welt kam. Foto: Dr. Jens FuchsWechselte ins Gestüt Hofgut Heymann: Der Sieger im Premio Roma, Gr. I, ein Sohn von Big Shuffle, begann seine Karriere im Union Gestüt, wo 2017 sein erster Jahrgang zur Welt kam. Foto: Dr. Jens Fuchs

 

 

 

 

Präsentiert vom Gestüt Ohlerweiherhof: Tai Chi ( High Chaparral) kann mit seinem Gruppesieger Poldi''s Liebling und der Listensiegerin Attica punkten. www.galoppfoto.de - Sandra ScherningPräsentiert vom Gestüt Ohlerweiherhof: Tai Chi ( High Chaparral) kann mit seinem Gruppesieger Poldi''s Liebling und der Listensiegerin Attica punkten. www.galoppfoto.de - Sandra Scherning

Der Monsun-Sohn Maxios: Fährhofs Gestütsleiter Stefan Ullrich ließ es sich nicht nehmen, seinen Stallion höchstselbst zu präsentieren, für den mit Suada und Wild Max schon die ersten Zweijährigen auf Black Type-Parkett punkteten. Foto: Dr. Jens FuchsDer Monsun-Sohn Maxios: Fährhofs Gestütsleiter Stefan Ullrich ließ es sich nicht nehmen, seinen Stallion höchstselbst zu präsentieren, für den mit Suada und Wild Max schon die ersten Zweijährigen auf Black Type-Parkett punkteten. Foto: Dr. Jens Fuchs

Etzeans Aushängeschild: Lord of England (Dashing Blade) kann mit dem Derbysieger Isfahan und der Diana-Siegerin Feodora gleich mit zwei Gr. I-Pferden für sich werben. Foto: Dr. Jens FuchsEtzeans Aushängeschild: Lord of England (Dashing Blade) kann mit dem Derbysieger Isfahan und der Diana-Siegerin Feodora gleich mit zwei Gr. I-Pferden für sich werben. Foto: Dr. Jens Fuchs

Das Gestüt Ohlerweiherhof präsentierte den Derbysieger von 2016: Die ersten beiden Fohlen von Isfahan sind bereits auf der Welt, der Lord of England-Sohn präsentiert sich in Deckhengstkondition. Foto: Dr. Jens FuchsDas Gestüt Ohlerweiherhof präsentierte den Derbysieger von 2016: Die ersten beiden Fohlen von Isfahan sind bereits auf der Welt, der Lord of England-Sohn präsentiert sich in Deckhengstkondition. Foto: Dr. Jens FuchsHatte ein Heimspiel: Der Gr. I-Performer und -Vererber Kallisto kennt sich beim Züchtertreff bestens aus. Foto: Dr. Jens FuchsHatte ein Heimspiel: Der Gr. I-Performer und -Vererber Kallisto kennt sich beim Züchtertreff bestens aus. Foto: Dr. Jens Fuchs

Wechselte ins Gestüt Trona: Der erste Jahrgang von Gestüt Park Wiedingens Flamingo Fantasy (Fantastic Light) steht in den Startboxen für die Dreijährigen-Rennen. Foto: Dr. Jens FuchsWechselte ins Gestüt Trona: Der erste Jahrgang von Gestüt Park Wiedingens Flamingo Fantasy (Fantastic Light) steht in den Startboxen für die Dreijährigen-Rennen. Foto: Dr. Jens Fuchs

Neuzugang im Gestüt Karlshof: Counterattack (Redoute's Choice) hat im vergangenen Jahr in Australien als Deckhengst debütiert und shuttelt für diese Saison nach Deutschland. Foto: Dr. Jens FuchsNeuzugang im Gestüt Karlshof: Counterattack (Redoute's Choice) hat im vergangenen Jahr in Australien als Deckhengst debütiert und shuttelt für diese Saison nach Deutschland. Foto: Dr. Jens Fuchs

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