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Eric und Usbekia punkten beim White Turf-Meeting im Schnee

Eric und Alexander Pietsch (links) siegreich im Preis White Turf Jocky Club St. Moritz'. www.swiss-image.ch - Andy Mettler

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Pressemitteilung

Vor 9’000 begeisterten Zuschauern ging der erste Rennsonntag von White Turf in St. Moritz über die Bühne. Mit dem Sieg des von Philipp Schärer trainierten und von Daniele Porcu gerittenen Soundtrack steht der Favorit für den Longines 78. Grossen Preis von St. Moritz in zwei Wochen fest. Im Sprint dominierte mit Filou eines der besten Schweizer Kurzstreckenpferde. Valeria Holinger gewann an den Leinen von Usbekia ihr erstes Skikjöringrennen und führt damit die Wertung in der Trophy an. Insgesamt wurden 40’250.- Franken gewettet.

«Wir sind überglücklich, dass wir heute nach einem Jahr grosser Bemühungen für diesen Anlass mit solch optimalen Bedingungen belohnt werden», strahlte ein sichtlich freudiger Silvio Martin Staub, CEO von White Turf, mit der Engadiner Sonne um die Wette. Auch die Aktiven fanden nur lobende Worte über die Verhältnisse auf dem 60 Zentimeter dicken Eis des St. Moritzersees.

Sportlich stand der GP Longines klar im Vordergrund, galt die Prüfung doch als «das» Vorbereitungsrennen für den Longines 78. Grossen Preis von St. Moritz am Finaltag. Der von Daniele Porcu gerittene Soundtrack entführte den GP Longines in den Stall von Philipp Schärer, womit der Favorit für den GP aus der Schweiz kommt. «Es lief alles perfekt. Den Grossen Preis von St. Moritz hat in vielen Jahren kein Pferd gewonnen, das auch heute vorne lag. Diesen «Bann» möchte ich mit Soundtrack brechen», gab Philipp Schärer die Marschroute für seinen Schützling aus. Gute Chancen können sich auch Fabrino (Dennis Schiergen) als Zweiter sowie der Drittplatzierte Los Cerritos (Alexander Pietsch) ausrechnen.

Im Sprint, dem GP Wrocławski Tor Wyścigów Konnych – Partynice und GP Blasto / Fraumünster Insurance Experts, dominierte Filou, womit Philipp Schärer zwei Sieger sattelte. «Er ist auf dieser Distanz eines der besten Pferde der Schweiz. Jetzt wissen wir, dass ihm auch Schnee gefällt», meinte der Coach. Jockey Raphael Lingg jubelte: «Das war sehr überzeugend.»

Im Preis White Turf Jockey Club St. Moritz gab es durch den von Christian von der Recke trainierten Eric einen deutschen Sieg, der in ähnlich lockerem Stil wie Filou gewann. Jockey Alexander Pietsch: «Das Rennen wurde schon auf der Gegenseite entschieden, als Eric leicht nach vorne ging.» Christian von der Recke bestätigte indes, dass Eric am Finaltag von White Turf den Longines 78. Grossen Preis von St. Moritz bestreiten wird. Nur die Jockeyfrage muss noch geklärt werden.

Im Araberrennen, dem H.H. Sheikh Zayed Bin Sultan Al Nahyan Listed Cup, musste sich die doppelte Vorjahressiegerin Nil Kamla sang- und klanglos geschlagen geben. Dafür ging der Stern des Stallgefährten und ebenfalls von Franziska Aeschbacher trainierten Nil Aziz auf. Unter Vaclav Janacek liess der Hengst in imponierender Manier den Konkurrenten keine Chance.

Schon zwei Mal war sie ganz nahe dran, aber bis zu ihrem ersten Sieg beim Skikjöring musste Valeria Holinger lange warten. An den Leinen von Usbekia sollte im CREDIT SUISSE – GP von Celerina endlich der Premierentreffer in der Engadiner Spezialdisziplin gelingen. Start-Ziel in Front liegend gab es für das Duo nichts zu verlieren. «Das war ein absoluter Traum von mir, der heute in Erfüllung gegangen ist», sagte Valeria Holinger nach der Siegerehrung. Trainer von Usbekia ist Peter Schiergen, der auch die zweitplatzierte Mombasa mit deren Fahrer Adrian von Gunten vorbereitet hat. Beide sind nun die Favoriten für die Gesamtwertung der CREDIT SUISSE Skikjöring Trophy.

Eingeleitet wurde der Renntag mit dem GP Koller Elektro für die Traber. Ein mega-spannendes Finale riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Am Ende gewann der von Kurt Schallenberger gefahrene, von ihm trainierte und in dessen Besitz stehende Uranus de Chambe denkbar knapp vor Italianec (Heiner Bracher)

Ganz anders verlief der GP Data Quest. Der elfjährige Spike trabte der chancenlosen Konkurrenz auf und davon und siegte hochüberlegen. Als Besitzerin, Trainerin und Fahrerin durfte sich Nathalie Gonin feiern lassen.

Die Abstimmung der St. Moritzer Stimmbürger über den Kredit für die Sanierung der Pferdestallungen ging mit 65,6 Prozent positiv aus. Somit kann schon bald nach dem White Turf-Meeting mit den dringend erforderlichen Arbeiten begonnen werden.

In St. Moritz wurde die «Skikjöring Drivers Association» gegründet, ein Verband, mit der sich die Skikjöringfahrer wieder eine gemeinsame Stimme geben wollen. «Nach dem es im vergangenen Jahr zu einigen Unstimmigkeiten kam, steht bei uns nun der Teamgedanke im Vordergrund», sagt Valeria Holinger, die dem Vorstand der «Skijöring Drivers Association» angehört. Präsident ist Jakob Broger. Im Internet sind die Aktivitäten des Verbandes unter www.skikjoering.ch zu finden.

Quelle und weitere Infos: www.whiteturf.ch

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