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Besitzervereinigung tagte in Iffezheim

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Pressemitteilung

TurfTimes: 

Ausgabe 483 vom Donnerstag, 31.08.2017

In der gut besuchten Jahresmitgliederversammlung der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen in Iffezheim hat der Präsident Manfred Ostermann auf die Bedeutung der angedachten Strukturreform hingewiesen. „Die Rennvereine brauchen dringend Rahmenbedingungen, die ein wirtschaftliches Arbeiten ermöglichen“, sagte Ostermann. „Wir werden alle einbinden und in den nächsten Wochen informieren, was geplant ist.“ Konkret wurde aber nichts bekannt. "Wir können in einem großen Auditorium nicht erklären, wie zukünftig der deutsche Rennsport funktionieren soll", so Ostermann. 

Als ein Beispiel der Dinge, die verbessert werden müssen, nannte Ostermann die sehr unterschiedliche Qualität der TV-Übertragungen an den Renntagen. Und Geschäftsführer Daniel Krüger betonte, es könne nicht sein, dass es bei jedem Rennverein unterschiedliche Abzüge für die Wetter gebe. Der Wettumsatz in Deutschland ist im vergangenen Jahr von 30,3 Millionen Euro auf 26,4 Millionen Euro gefallen. „Das ist die dunkelste Zahl, die ich präsentieren muss“, sagte Krüger in seinem Geschäftsbericht. „Das kann und will man nicht schönreden.“ Andere Zahlen sehen deutlich besser aus: So ist die Zahl der aktiven Zuchtstuten bei 1.450 konstant geblieben. Und es gibt mehr Zweijährige im Training – 550 statt 523. Beides wertet Krüger als Erfolg der vor drei Jahren angehobenen Züchterprämie. Sie betrug im Vorjahr 3,126 Mio. „Das Geld wird reinvestiert, es bleibt im Kreislauf und ist nötig für den Rennsport“, so der Geschäftsführer.

Die Rennpreise betrugen 2016 rund 14,1 Millionen Euro (Vorjahr 14,8 Mio. Euro), die Zahl der Pferde im Training lag bei 2.377 (2.404) und es wurden 851 Fohlen (864) geboren. In einem Grußwort ging der Präsident des DVR Galoppdachverbands, Albrecht Woeste, ebenfalls auf die geplante Strukturreform ein: „Wir sind dabei etwas zu entwickeln, das braucht seine Zeit. Wir haben nur noch einen Schuss und der muss sitzen.“ Für Woeste war es vor der Besitzervereinigung der letzte Auftritt in seiner jetzigen Position, Ende des Jahres wird sein Nachfolger gewählt. 

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