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Aufgalopp 495

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 495 vom Donnerstag, 23.11.2017

Das war es. Am Mittwoch wurde in Dresden der letzte Grasbahnrenntag der Saison im Lande abgehalten, noch einmal mit einem attraktiven Hauptereignis, noch einmal vor großer Kulisse, bei der die Frage gestellt werden kann, warum denn nun wirklich Schluss sein muss mit derartigen Veranstaltungen. In den vergangenen Jahren war es zumindest in Bremen und Dortmund noch zu zusätzlichen Grasbahnrenntagen im November oder gar Anfang Dezember gekommen, doch daran wurde diese Saison schon ansatzweise nicht mehr gedacht. Es mag ermüdend sein, auf vergangene Zeiten hinzuweisen, aber es soll ja wirklich Menschen geben, die sich noch an die schon kultischen Dezember-Renntage in Mülheim erinnern können, mit enormen Besucher- und Umsatzzahlen, selbst bei schlechten Witterungsverhältnissen. Dass diese finanzielle Risiken bergen, ist logisch, denn eine Absicherung über die PMU gibt es nicht, aber eine Überlegung wäre das allemal wert gewesen.

Stattdessen steht uns einmal mehr ein Winter auf den Bahnen in Dortmund und Neuss bevor, auf antiquiert wirkendem Untergrund, der gerade bei Regen wenig erfreulich ist. Die ersten Erfahrungen in diesem Herbst zeigen, dass ein Besuch eher nicht zu empfehlen ist, in Dortmund schon eher, weil sich die dortige Basis-Gastronomie zumindest bemüht, was in dem lieblosen Ambiente in Neuss nicht zu bemerken war. Am Dienstag gingen trotz einer Zuschauerzahl im untersten dreistelligen Bereich schon zur Mitte der Veranstaltung die Speisen aus. An eine Erneuerung der jeweiligen Sandbahnen scheint aktuell nicht gedacht zu werden, was im Falle der wohl unverändert unsicheren Situation in Neuss wohl auch verfehlt wäre.

Der nächste Grasbahnrenntag, das sollte noch im persönlichen Terminkalender vermerkt werden, ist für den 25. März 2018 vorgesehen. Bis dahin gibt es noch 18 (!) Sandbahnrenntage. Wird man auch irgendwie überstehen.   

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