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Aufgalopp 464

Autor: 

Daniel Delius

TurfTimes: 

Ausgabe 464 vom Donnerstag, 20.04.2017

Mal abgesehen, dass die Schließung jeder Rennbahn ein Verlust ist: Gerade um Bremen wäre es besonders schade, das ist an dieser Stelle in der Vergangenheit immer wieder betont worden. Welchen Stellenwert die Rennbahn unverändert hat, das zeigte sich am Karfreitag, als rund 5.000 Besucher auf der Bahn waren. Im Übrigen eine Zahl, die zu stimmen scheint, was bezüglich der Zuschauerangaben nicht von jeder Rennbahn behauptet werden kann. Ob es die vielzitierte „Abstimmung mit den Füßen“ war, sei dahingestellt, doch haben die Bremer ein Zeichen gesetzt. Und auch in der Politik scheint sich langsam etwas zu regen.

Jetzt sollen bis zum 19. Mai 50.000 Euro gesammelt werden, um den Rennsport in der Vahr zumindest über den 18. Juni hinaus zu erhalten. Der Auflösungsvertrag mit der Freien und Hansestadt könnte abgewendet werden, die angebotene Abfindung will man nicht annehmen. Allerdings ist eines klar: Mit diesem Geld könnten möglicherweise noch zwei zusätzliche Renntage in diesem Jahr durchgeführt werden, doch einer langfristigen Lösung kommt man nicht näher.

Was einzig zählt, ist Planungssicherheit. Die Kündigung des Senats liegt auf dem Tisch, sie ist unanfechtbar. Wenn es eine Zukunft für den Galopprennsport in der Vahr geben soll, dann muss garantiert werden, dass er zumindest noch ein halbes Dutzend Jahre dort durchgeführt werden kann. Ein Hangeln von Saison zu Saison bringt wenig, da sind dann auch Sponsoren nur schwierig zu finden. 50.000 Euro in der Kasse des Rennvereins wären zwar schön, aber sie erhalten diesen nur eine kurze Zeit am Leben. Ob das allerdings die sehr diskrete Haltung des Dachverbandes zu der Situation in Bremen erklärt? Bislang war zu diesem Thema aus Köln nichts zu hören. 

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